• DIY | Kissen selber häkeln und Kissenbezüge mit Hotelverschluss nähen oder: Der ROSA-Virus

    Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob rosa vielleicht ansteckend ist… Nachdem ich bei Nadine von stylish living die rosefarbene Osterdeko entdeckt habe, geht mir die Farbe nicht mehr aus dem Kopf. Mir hat es dieses pudrige Rosa angetan, dass man jetzt überall sieht. Einfach wunderschön weiblich und zart. Passt also gar nicht zu mir. Ich habe dann aber ganz spontan mal ein bisschen Stoff und Garn besorgt und mich ans Werk gemacht, mein Schlafzimmer in ein sanftes, pudriges neues Kleid zu werfen. Zunächst einmal habe ich mal wieder die Häkelnadel geschnappt und aus dem Bändchengarn (Cotton String Puder von Stoff  Stil 50m 2,25€) eine Kissenhülle gehäkelt. Das Kissen ist nur 40 x 40cm groß, die Hülle aber nun etwas größer geworden, da ich einen Rand hab stehen lassen. 50 Maschen aufnehmen mit einer 5er Nadel und los ging’s.

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    Einfach nur ein Kissen häkeln war aber noch nicht kreativ genug, daher habe ich mit einer Schablone und weißer Textilfarbe auch noch ein “&” aufgebracht. Sieht auf der gehäkelten Fläche jetzt richtig schön shabby aus. Dann habe ich mir noch neue Kissenhüllen für die schmalen Kopfkissen 40 x 80 cm aus Baumwollstoff (Baumwollleinen Puder von Stoff & Stil) genäht. Einfache Hotelverschlüsse sind wirklich leicht gemacht und es stört kein Reißverschluss des Nachts beim Schlummern. Diese Kissen bekommen zusätzlich noch einen Stehsaum, so sieht es gleich noch hübscher aus. Die Kissen ausmessen und den Stoff entsprechend zuschneiden, in meinem Fall mit Nahtzugabe und den Stehsäumen 54cm breit  (40 + 2 x 5cm Stehsaum + 2 x 1cm Nahtzugabe) und 192 cm lang (2 x 80cm + 2 x 5cm Stehsaum + 2 x 1cmNahtzugabe + 20cm Innenlasche). Anleitung-Kissen-mit-Hotelverschluss-und-Stehsaum

    Es sollten mindestens 20 cm für die Innenlasche überstehen, damit das Kisseninlay nachher nicht herausblitzen kann. Die beiden schmalen Enden säumen. Dann das lange Stück übereinander falten, so dass zusätzlich zur Kissenlänge von 80cm seitlich noch weitere 5 cm an der Faltkante überstehen. Der äußere Saum liegt nun mit der Nahtseite nach oben.

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    Nun das restliche Stück drüberfalten und zu diesem Saum ebenfalls 5cm Abstand lassen. Dann habe ich mit der Overlockmaschine einfach die beiden Kanten geschlossen und das Kissen gewendet. Nach dem Bügeln überall einen Rand von 5 cm ausgemessen, mit Nadeln fixieren und über das komplette Kissen nochmal drüber steppen. Die Öffnung des äußeren Saums sollte natürlich nicht zugenäht werden. Und schon ist das Kissen fertig und kann zum Einsatz kommen.

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    Ist Euch aufgefallen, dass der Lampenschirm auf meiner Bettseite auch noch ein Strickkleid bekommen hat? Von dem Bändchengarn sind noch ein paar Meter übrig geblieben, die dann wunderbar geeignet waren, noch schnell ein paar Maschen aufzunehmen und um den Lampenschirm zu drapieren. Jetzt ist mein Schlafzimmer in puderrosa getaucht. Der Mann ist begeistert… Er greift sich das Kissen abends mit spitzen Fingern und verfrachtet es neben das Bett, denn auf rosa kann er einfach nicht schlafen…

  • DIY | Medical Care – wieder eine Aufgabe für ein Utensilo

    Mal wieder ein Utensilo, der wievielte es jetzt geworden ist? Ich weiß ich auch nicht so genau. Aus irgendeinem Grunde kann ich doch immer und immer wieder noch Einen gebrauchen. Aus einem einzelnen Knäuel, dass mir im Handarbeitsladen bei den Angeboten in die Finger fiel ist nun ein Schmuckstück in Beige-Melange geworden. Dieser ist schön klein und flach und einfach ideal für Medikamente, die ich gerne griffbereit habe. Jetzt sieht das Ganze doch ansprechender aus, als wenn der Kram einfach so im Bad rumfliegt!

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    Bild: realitech studios

    Durch den Melangeeffekt des Baumwollbändchengarns sieht das gute Stück auch nicht so clean aus. Ein Aufjaulen der Handarbeitspolizei hier vor Ort musste ich leider wegignorieren. “Was kommt als Nächstes, ein Körbchen für mich?” Meine bessere Hälfte steht der Häkelei ein wenig kritisch gegenüber. Verständlich wenn man bedenkt, dass inzwischen die gesamte Wohnung mit wolligen Accessoires zugekleistert ist. Zu meiner Verteidigung ist zu sagen: Ein paar Sachen habe ich auch schon verschenkt… Aber sicher ist auch: es wird nicht der letzte gewesen sein!

  • Die Poesie des Materials

    Geht es Euch auch manchmal so, dass Ihr etwas in den Händen haltet, es sich einfach unglaublich gut anfühlt, ihr die Augen schließt und lächelt? Ein Stück Seidenstoff, ein Garn mit Cashmere-Anteil, die samtige Oberfläche von einem Flockprint? Oder die kühle, glatte Oberfläche von Glas, die raue Haptik von Beton oder das schöne Gefühl, Wildleder unter den Fingerkuppen zu spüren?

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    Vielleicht wirkt das ja ein wenig zu poetisch – schließlich seid Ihr das von mir so gar nicht gewohnt. Aber heute möchte ich mal ein Loblied singen auf all die schönen Dinge, die man spüren kann. Denn neben all der Romantik, spielt ja auch noch die Unverwechselbarkeit von Oberflächen eine gewisse Rolle. Eine Feder ist einzigartig in Ihrer Haptik, ein Stein, der in der Sonne gelegen hat fühlt sich so schön warm und gleichzeitig rauh an. Ein Blütenblatt so samtig und lebendig. Selbstverständlich gibt es auch das Gegenteil: Oberflächen, die man gar nicht leiden kann. Und um jetzt mal ganz und gar nicht poetisch zu sein: Ich hasse es, einen Spülschwamm anfassen zu müssen. Die gelben, schaumstoffartigen Dinger, Ihr wisst schon. Mit läuft es wirklich eiskalt den Rücken herunter, wenn ich nur daran denke. Dafür werde ich auch oft und gern ausgelacht. Dahingegen liebe ich gestrickte Oberflächen aus schönem, weichen Garn. Oder einen sanft fallenden Chiffon. Diese Liebe zur Haptik von Textilien hat mich auch dazu gebracht all diese kreativen Dinge zu gestalten – neben der Tatsache, dass selbstgemacht auch einfach praktisch ist. Und das ist auch einer der Gründe, warum es diesen Blog überhaupt gibt. Allerdings ist es äußerst schade, dass ich Euch nicht mal spüren lassen kann, wie sich mein superweiches Strickkissen oder der samtige Diamant auf meinem neuen Top so anfühlt.

    Meine Freundin liebt Frottee, ja wirklich, sie hat ein Kuschelkissen aus Frottee und nach dem Duschen fühlt sie sich so richtig gut. Diese kleinen Marotten machen uns für andere liebenswert und uns selber glücklich. Warum nicht öfter mal diese Marotten ausleben? Die Augen schließen, mit der Hand über eine besondere Oberfläche streicheln und die Poesie des Materials in den kleinen Alltagsdingen spüren.

    Nach diesem Wort zum Sonntag freue ich mich sehr über Eure Kommentare! Was könnt Ihr gar nicht ausstehen? Was liebt Ihr über alles auf Eurer Haut?

  • DIY | und nochmal Kreuze

    Dass ich eine Vorliebe für Kreuze habe, hatte ich schon mal erwähnt, oder? Jetzt gehen wir in die nächste Runde! Ich habe mir schwarzes und weißes Baumwollgarn bestellt um ein Kissen mit Kreuzintarsie zu häkeln. Nach langem Getüftel ist es nun auch endlich fertig geworden und was soll ich sagen: Schweiß und Tränen haben sich am Ende doch gelohnt… Es ist nämlich gar nicht so einfach, einen sauberen Übergang zwischen schwarz und weiß hinzubekommen. Nach vielem Probieren habe ich dann einfach die schwarzen Reihen bis zur nötigen Höhe gehäkelt, danach die weißen Ränder angehäkelt und die Kanten vernäht. Da es sich um ein 50 x 50 cm großes Kissen und ein 30 x 30 cm großes Kreuz handelt war es mit dem Ausmessen auch nicht so recht schwer.

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    Eine Girlande aus schwarzem Fotokarton war dann auch noch schnell gemacht. Eine Vorlage habe ich mir vorher erstellt, dann 30 Kreuze ausgeschnitten und mit der Nähmaschine flott drüber genäht. Je kleiner die Kreuze, desto hübscher sieht’s aus – und umso mehr Arbeit ist es auch. Und weil ich dann immer noch nicht genug hatte, habe ich noch eine kleine Lampe mit Kreuzen gebastelt. Dazu habe ich ein Kreuzmuster in einem Bildbearbeitungsprogamm erstellt und in A4 ausgedruckt. Das Papier habe ich dann mit Sonnenblumenöl bestrichen und über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Morgen dann nochmal zwischen Küchenpapier und einem alten Baumwolltuch gebügelt, so dass das überschüssige Fett verschwindet. Jetzt hat das Papier ein transparentpapierartiges Finish und ist gewappnet gegen Feuer. Danach habe ich einen Rundbogen ausgeschnitten und mit ein paar Stichen – Kreuzstichen natürlich – an den Außenkanten zusammengenäht. Ein Weinglas dient jetzt als Lampenständer, ein Teelicht als Glühbirne und mein Lampenschirmchen wertet jede Tischdeko auf!

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    Und weil ich sie so mag, meine Kreuz-Magnete aus Beton von Oh Beton! über DaWanda 7,00€/ 2 Stück, habe ich sie auch gleich noch mal schön in Szene gesetzt. Sie vereinen meine Lieblingswohntrends einfach ganz wunderbar.

  • OsterboggerEi | Ei mit Ohren auf www.solebich.de

    Meinen Beitrag zur OsterbloggerEi findet Ihr heute auf solebich. Hier geht es direkt zum Beitrag inkl. Gewinnspiel. Dort findet Ihr noch mehr Bilder und die Anleitung für die Hasenohreneierwärmer. Wer diese nicht selber nachhäkeln möchte, kann sie dort auch gewinnen! Lade bis nächsten Sonntag ein Foto von Deiner Osterdeko bei solebich hoch und gewinne die gezeigten Eierwärmer und ein Eierkörbchen. Um an der Verlosung Teilzunehmen, bitte unter dem Beitrag auf solebich den Link zum hochgeladenen Bild posten. Ich wünsche Euch ganz viel Glück und einen guten Start in die neue Woche!

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  • DIY | Deko in schwarz weiß gestreift

    Streifen in schwarz-weiß sieht man grade wirklich überall. Und sie sehen richtig klasse aus. Da ich auch diesem Trend nicht widerstehen kann, habe ich mich ans Werk gemacht und auch bei mir die Steifen einziehen lassen. Für die Vase gibt es also ein gehäkeltes Mäntelchen, ich habe einfach abwechselnd mit schwarzem und weißem Baumwollgarn je eine Reihe gehäkelt, nach 20 Reihen die Kanten hinten zusammengenäht und die Vase angezogen.

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    Eine wirklich schnelle und einfache Art, wie man Dekoobjekte in ein Streifenmäntelchen packen kann ist Isolierband. Schnell mal in den Baumarkt geflitzt oder bei der besseren Hälfte im Werkzeugschrank gekramt, schon hat man alles was man braucht für eine Streifendeko. Das Beste daran: das Isolierband ist elastisch und lässt sich so auch um leicht gebogene Formen wie diese Karaffe wunderbar herumkleben, ohne dass es Falten gibt. Spülmaschinenfest ist die Deko wahrlich nicht. Für die rechteckige Schale, deren Boden ich einfach “gestreift” habe aber nicht weiter schlimm, sie steht ja sowieso bloß dekorativ in der Gegend herum. Zumindest ein paar Tage überlebt die 2 Minuten DIY-Idee. Für Essgeschirr aber nicht zu empfehlen…

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    Die wunderschönen, gestreiften Schälchen sind von House Doctor.