• DIY | herbstliche Kissen und Tutorial nahtverdeckte Reißverschlüsse einnähen

    Heute wird es mal ganz schön kariert hier! In einen Anfall von Resteverwertung sind mir Stoffe in die Hände gefallen, die eigentlich auf den ersten Blick so gar nicht zusammen passen wollen. Ein grobes, naturfarbenes Leinen hatte ich mal auf Vorrat gekauft, kann man schließlich immer mal brauchen, oder? Der karierte Wollflanell liegt schon sehr lange bei mir und hat immer darauf gewartet, dass mal etwas ganz Besonderes aus ihm wird. Das Walklodenstückchen habe ich einst auf einem Stoffmarkt ergattert und hatte auch irgendein spezielles Projekt damit im Sinn, dass mir aber partout nicht mehr einfallen will. Und dann noch ein gestreifter Baumwollstoff, der sich farblich so wunderbar zu den anderen macht. Woher der kommt, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen… Diese vielen Reste lagen nun also auf einem Stapel vor mir und wollten ins Regal sortiert werden, als mich ein Geistesblitz traf. Kissenhüllen sollen es werden, als ob ich davon nicht schon genug hätte…

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    Gerade die wilde Kombination der Stoffe finde ich spannend. So wurden also aus jedem Stoff zwei Quadrate mit exakt 52 cm Kantenlänge zugeschnitten. Der kleine Rest Walkloden wurde mit Hilfe einer Schablone zu einem Blatt. Meine erste Amtshandlung bestand dann darin, zunächst einmal das Blatt auf ein Stück Karostoff aufzubringen. Die Garnfarbe orientiert sich am Leinen und ist damit ein bisschen heller, das sieht jetzt richtig hübsch aus. Dann noch mit viel Gefummel einen nahtverdeckten Reißverschluss rein gefriemelt und die Seiten mit der Overlock geschlossen. Fertig war die erste Kissenhülle mit dem Vorderteil aus Karostoff mit Blatt, die Rückseite ist aus Leinen.

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    Das zweite Kissen war schnell hinterher geschoben, hier treffen Karo und Streifen aufeinander. Für das dritte Kissen wollte ich dann doch noch ein Applikation und so entstand noch ein Ahornblatt und ein Tutorial für Euch, wie man diese nahtverdeckten Reissverschlüsse am einfachsten in die Kissenhülle bekommt. Oft bin ich ja zu faul und nähe alles zu, nur um es dann beim nächsten Waschvorgang schwer zu bereuen. Diesmal war ich da etwas vorausschauender. Zunächst einmal habe ich also mein Blatt aufgenäht, immer schön an der Kante entlang mit 0,3mm Abstand. Also so ungefähr.


    Zeitaufwand: 3 – 4 Stunden
    Materialaufwand: ca. 50€


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    Dann wurden beide Kissenteile an der unteren Kante mit der Overlockmaschine versäubert. Das geht so schön schnell und sieht nachher ordentlich aus. Nun werden beide Teile mit der Stoffoberseite nach innen ca. 5 cm zusammengenäht. Jetzt geht es an den Reißverschluss, meiner ist 45 cm lang. Der Reißverschluss wird aufgezogen und das obere Stück dann mit ca. 2 cm Überstand an der Nahtkante angesetzt und mit Stecknadeln fixiert. Diese nahtverdeckten Reißer haben ja umgeklappte Führungen damit sich der Stoff nachher so schön darum legt, dass man von Naht und Reißer nichts mehr sieht. Wenn man die Stecknadeln quer einsticht, sorgen sie auch gleich dafür, dass die umgeklappte Kunststoffführung glatt liegt und sich leichter unter den Nähmaschinenfuß bugsieren lässt. Dann wird der erste Teil des Reißverschlusses eingenäht, immer schön an der Kante entlang. Bei den meisten Reißverschlüssen ist hier eine kleine Linie eingewebt, an der man sich orientieren kann.

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    Die zweite Seite des Reißverschlusses nun auf dem zweiten Stoff mit Nadeln fixieren und darauf achten, dass auch alles schön gerade liegt. Dann feststeppen. Leider kann man bei diesen Reißverschlüssen nicht bis ganz zum Ende nähen, also näht man, soweit es geht, an beiden Seiten allerdings genau gleich lang. Im Zweifel den Stoff nochmal wenden. Jetzt sind wir fast fertig und müssen nur noch das letzte kleine Stückchen schließen, damit kein klaffendes Loch übrig bleibt. Leider ist das aber auch der frickeligste Teil. Ich bügele nun erst einmal alles, damit es sitzt. Dann die beiden Stoffe exakt übereinander legen und den Reißverschluss zur Seite ziehen, damit er nicht aus Versehen mitgenäht wird. Und ab damit unter die Nähmaschine.

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    Die Seitennähte sind nun mit der Overlock schnell geschlossen. Es ist durchaus sinnvoll, den Reißverschluss vorher zu öffnen, so geht es nachher leichter beim Wenden. Wirklich, das habe ich persönlich ausprobiert… Die überstehenden Ecken schneide ich einfach ab, dann sehen auch die Ecken nach dem Wenden tadellos aus. Noch schnell ein Füllkissen einschieben und fertig. Leider gab es die nahtverdeckten Reißer nur in einem hellen Sandton, der ein wenig zu hell ist für meine Kombination. Das hat aber immerhin den Vorteil, dass Ihr das Ding auf den Bildern besser sehen könnt. Ich hoffe, die Anleitung war hilfreich für alle Nichtprofis? Über weitere Tipps von den Experten freue ich mich sehr in den Kommentaren!

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    Meine Kombi hat sich im Wohnzimmer eingenistet und hängt da ganz gemütlich auf der Couch ab. Ich geselle mich jetzt auch dazu und probiere aus, ob sie genauso gemütlich sind, wie sie aussehen!

    Herbstliche Grüße, Eure Tanja

  • Der Herbst ist da!

    Nun gibt es wirklich keinen Zweifel mehr, es ist ganz offensichtlich Herbst. Die ersten Blätter fallen von den bunt gefärbten Bäumen und es wird schon recht früh dunkel da draußen. Zeit also, sich wieder auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, die mir doch auch viel eher liegt. Die dicken Strickjacken werden wieder aus dem Schrank gezogen, warme Socken kommen an die Füße. Und eine schöne Tasse heißen Tee gönne ich mir für die innere Wärme. Und was könnte besser zum Herbst passen als eine Deko mit Kürbissen? Die gibt es ja nun gerade wirklich an jeder Ecke für kleines Geld. Und da mir die klassische Farbe nicht so zusagt, habe ich mich dieses Jahr für Grün- und Gelbtöne entschieden.

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    Unterschiedliche Formen und Farben kommen so wunderbar zur Geltung. Die Plattform für meine Deko bildet eine alte Brotschneidemaschine, die mir mein Vater vor dem Sperrmüll gerettet hat. Ein paar neue Füßchen drunter und eine ordentliche Reinigungsaktion und schon war mein neues Lieblingsstück einsatzbereit.

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    Dieses Wochenende soll es ja gar nicht mal so schön werden, bei 10°C Außentemperatur und einer hohen Regenwahrscheinlichkeit freue ich mich schon auf gemütliche Stunden, den ersten Abend vorm Kamin und vielleicht sogar ein wenig Zeit und Muße für ein gutes Buch. Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber ich mag den Herbst!

    Gemütliche Grüße, Eure Tanja

  • Dekoration | Herbstanemonen aus dem Garten und wozu solche Apothekerflaschen nicht alles gut sein können

    Es gibt ein paar Dinge die braucht man überhaupt nicht. Und dann gibt es da noch diejenigen Besitztümer, von denen kann man gar nicht genug haben. In meinem Fall sind das Apothekerflaschen. Selbstverständlich keine neuen, sondern alte Schätze, die tatsächlich mal in einer Apotheke Ihren Dienst geleistet haben. Und ganz spezielle Kriterien müssen sie natürlich auch erfüllen. Da wäre zum Beispiel die Flaschenfarbe. Braune Gläser findet man tatsächlich noch das eine oder andere Mal auf einem Trödelmarkt, bei denen aus Klarglas sieht es da schon ganz anders aus. Die sind selten. Dann das Etikett: darf natürlich nicht geklebt sein sondern aufgemalt. Ich bin sicher, die Apotheker hatten damals spezielle Schablonen, mit denen die Bezeichnungen dann auf das Glas gebracht wurden. Dennoch hat es sicher Zeit gekostet, diese so schön akkurat von Hand auf die Flaschen zu malen.

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    Nachdem ich meine Sammlung eröffnet hatte, standen nur ein paar Flaschen spärlich im Badezimmer verteilt, es kamen über die letzten Jahre immer mal wieder Einzelstücke hinzu. Und letzte Woche dann standen plötzlich diese beiden wunderschönen Exemplare auf meinem Schreibtisch, als hätte sie zufällig jemand dort vergessen. Aber mitnichten, die hat der Hausherr für mich aufgespürt und gleich eingesackt um mich damit zu überraschen. Das ist gelungen, ich habe mich so gefreut, dass ich gleich ein paar meiner wundervollen Herbstanemonen aus dem Vorgarten stibitzt habe und die Apothekergläser kurzerhand zu Vasen umfunktioniert habe. Ob sich der Apotheker, der diese Schriftzüge vor langer Zeit angebracht hat, freuen würde, wenn er wüsste, dass diese heute so schön zweckentfremdet werden?

    So, und jetzt geht es ab in den Garten, der Spaten wartet schon auf mich…

    Einen wundervollen Sonntag wünsche ich, Eure Tanja

  • herbstliche Deko in der Küche

    Jetzt ist er da, der Herbst und mit ihm all seine Früchte und Beeren – und noch so’n bisschen Regen, Wind und Kälte, aber nun ja. Zeit für gemütliche Stunden zu Hause und gemeinsame Abende im neuen Haus. Da wird auch gerne mal zusammen gekocht und dann gemütlich gegessen. Und die neue Küche ist natürlich wirklich ein Traum, von sowas habe ich schon immer geträumt! In meiner ersten Wohnung habe ich mir die Küche mühsam zusammen gespart und alle paar Monate mal wieder einen neuen Küchenschrank dazu gekauft. Irgendwann hatte ich auch einen kleinen Elektrobackofen, in den sogar eine kleine Tiefkühlpizza reingepasst hat, wenn man sie an den Seiten ein wenig eingeklappt hat. Zwei Campingherdplatten haben mir damals zum Kochen genügt und auch für ein Drei-Gänge-Menü für 4 Personen gereicht. Nun ja, man war damals nicht so anspruchsvoll. In der letzten Wohnung war die Küche in der Schräge eingebaut und man konnte nur mit leicht zur Seite geneigtem Kopf am Herd stehen. Die war immerhin schon eingebaut – leider bereits 15 Jahre zuvor, entsprechende Gebrauchsspuren und altersbedingte Ausfallerscheinungen inklusive.

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    Aber nun habe ich ein wahres Prachtstück, in dem ich braten, brutzeln und backen kann. Und nutze das auch redlich aus. Kein Tag vergeht, an dem ich nicht voller Staunen und Freude über die Arbeitsplatte wische und dem Küchenstudio meines Vertrauens in Gedanken ein seeliges Seufzen rüberschicke.

    Nun befindet sich nur drei Minuten von hier ein Gartencenter, regelmässige Ausflüge dorthin sind bereits ein fester Bestandteil der Wochenplanung. Und manchmal überkommt es mich dann so richtig und ich muss den Wagen bis obenhin vollladen. So auch am letzten Wochenende und viel herbstliche Deko war dabei. Ich kann mich in solchen Momenten dann nicht bremsen, es geschieht einfach so und es gibt natürlich auch reichlich Ecken hier im Haus, die noch ordentlich Deko vertragen können. Vor dem Einzug habe ich mich schwer zurückgehalten, aber nun ist es nicht mehr aufzuhalten.

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    Und so musste diesmal die Küche dran glauben und wurde leidenschaftlich begrünt. Ein paar Kräuter können ja nun auch nicht Schaden, die Kürbisse waren so hübsch und ein paar Blümchen gehen immer…

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    So, und nun gehe ich in die Ecke und schäme mich. Oder koche uns was Hübsches um den Hausherrn ein wenig von der Tatsache abzulenken, dass schon wieder ein paar neue Dekoelemente hinzugekommen sind…

  • DIY | Herbstlaub

    Bunte Deko? In meinem Haus? Äh, nein, das ist auch hier nicht wirklich erwünscht. Wie ich dann auf Herbstlaub komme, dass ja im Allgemeinen eher bunt ist? Nun ja, ich habe da letztes Jahr etwas gesehen und mich ganz spontan verliebt. Blätter aus Filz, als Deko oder Untersetzer. Nun war es schon Winter, die Blätter leider viel zu teuer für meinen Geschmack und eine Lage Bastelfilz ganz schnell gekauft. Nur an der Umsetzung hat es dann gehapert und im März wollte ich Euch ja nun auch kein Laub mehr vorsetzen. Beim Umzug ist mir dann tatsächlich der Bastelfilz wieder ins Auge gesprungen und wurde gleich für eine erstes Projekt zur Seite gelegt. Hat jetzt auch nochmal ein paar Tage gedauert, aber nun kann ich stolz verkünden: ich bin soweit, es kann losgehen. Der Herbst meine ich…

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    Die Vorlage habe ich mir selbst erstellt aus einem Ahornblatt und dieses dann einfach auf den Filz in dunkelgrau und hellgrau gelegt und die Konturen ausgeschnitten. So ist auch jedes Blatt ein wenig anders als sein Vorgänger. Der dünne Bastelfilz lässt sich ganz einfach mit einer scharfen Stoffschere schneiden und die fertigen Blätter muss man dann nur noch großflächig auf dem Esstisch verteilen. Eine wirklich hübsche Deko, wenn Gäste kommen.

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    Dort draußen sieht es nun auch schon richtig nach Herbst aus und endlich kann man sich wieder gemütlich in eine kuschlige Strickjacke mummeln, eine Tasse Tee aufsetzen und herrlich und ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag so vor sich hin werkeln im Haus. Und zu tun gibt es natürlich noch genug. Die Umzugskisten sind inzwischen fast alle ausgepackt, die meisten Räume sehen schon ganz wohnlich aus. Aber es fehlt noch an allen Ecken und Enden etwas. Besonders vermisse ich einen Schreibtisch, der zwar schon seit Wochen bestellt, leider aber bisher nicht in unbeschädigter Form hier eingetroffen ist. Und so habe ich einfach keinen anständigen Arbeitsplatz und tingle mit dem Laptop durch die Wohnung. Für einen Blogger ein katastrophaler Zustand…

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    Wünsche Euch einen wundervollen Start ins Wochenende!

  • Voll in Herbststimmung!

    Ein schöner Samstag, ein paar Sonnenstrahlen aber schon kühl. Es ist eindeutig Herbst! Nachdem ich so richtig in Stimmung bin, habe ich gleich noch einen Tee gekocht und mich den halben Tag auf der Couch herumgetrieben. Den restlichen Nachmittag allerdings wie von der Tarantel gestochen gewerkelt und gewurschtelt. Ein typischer Samstag halt inklusive Staubsaugen und Wäsche bügeln. Und weil ich es mir verdient habe, wird es jetzt gegen Abend heimelig bei mir…

    teelichthalter

    Also habe ich meine gehäkelten Teelichthalter hervorgekramt und gleich mal ein wenig zum Leuchten gebracht. Und jetzt beginnt der gemütliche Teil des Tages! Ich werde mich auf die Couch flaggen und versuchen, die Füsse mal still zu halten. Fällt mir schwer – gebe ich zu. Mir kommt meist doch noch irgend ein Geistesblitz, und irgendwie finde ich dann immer noch etwas, dass ich unbedingt und sofort nochmal ganz schnell erledigen wollte. Aber heute wirklich, ganz ehrlich, wird nur noch entspannt. Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende!