• DIY | Anleitung Sternchenmuster und gestricktes Küchentuch

    Wenn es darum geht, ein neues Muster auszuprobieren, bin ich ja immer gleich Feuer und Flamme. Und da ich schon lange mal reine Baumwolle ganz clean zu einem Küchenhandtuch verstricken wollte, habe ich mich mal ein bisschen umgeschaut, was es noch so an hübschen Mustern im Netz gibt. Inspiration hole ich mir gerne auf Pinterest. Aber wenn es dann um eine Anleitung geht, lande ich auch sehr schnell auf You Tube. Bei „stricken und haekeln“ habe ich das Sternchenmuster gefunden und auch sofort verstanden. Und so entstand ein tolles Strickstück, dass ich Euch heute vorstellen darf. Ein paar Bilder der Entstehung habe ich natürlich auch noch gemacht und hier ist nun die Anleitung Sternchenmuster für das praktische Küchentuch.

    Strickanleitung für das Handtuch

    Zunächst einmal habe ich 96 Maschen auf einer 3er Rundstricknadel aufgenommen und die ersten 10 Reihen glatt rechts gestrickt. So entsteht schon mal der schöne Rand. In der 11. Reihe werden dann die ersten und die letzten 9 Maschen rechts gestrickt, dazwischen habe ich linke Maschen gesetzt. Die Rückreihe dann stricken wie die Maschen erscheinen. In der 13. Reihe geht es dann los mit dem Muster. Die ersten 9 Maschen wieder rechts, danach 2 linke Maschen stricken. So entsteht eine Umrandung des Musters. Das Sternchenmuster besteht aus insgesamt 4 Reihen, die immer wiederholt werden. In der ersten Hinreihe werden immer alle Maschen rechts gestrickt. In der Rückreihe die ersten 11 Maschen stricken, wie sie erscheinen. Nun beginnt das Muster: 1 Masche links stricken, dann 3 Maschen auf die Nadel nehmen und links stricken, aber noch auf der linken Nadel lassen.

    Handtuch stricken

    Dann wird ein Umschlag angeschlagen und nochmals von rechts in alle 3 Maschen eingestochen und links abgestrickt. Es sind dann wieder 3 Maschen auf der Nadel. Nun wieder 1 Masche links und das Muster wiederholen. Wenn noch 12 Maschen auf der Nadel sind wieder 1 Masche links, danach den Rand wieder stricken, wie er erscheint. Die nächste Reihe wird wieder rechts gestrickt. In der Rückreihe nun die Sternchen versetzt stricken.

    Anleitung Sternchenmuster

    Das ist ganz einfach, indem man nach den 11 Randmaschen (9+2) 3 linke Maschen strickt und erst dann in die nächsten 3 Maschen einsticht und diese zusammen links strickt, Umschlag, nochmal einstechen und links stricken. Jetzt habt Ihr ja schon Übung. Vor dem Rand bleiben am Ende dann auch wieder 3 Maschen übrig, die ebenfalls wieder links abgestrickt werden.

    Sternchenmuster stricken

    Zeitaufwand: ca. 5 Stunden  |  Materialaufwand ca. 9 €

    Zum Abschluss der Arbeit wieder 2 Reihen mit linken Maschen, danach 10 Reihen komplett rechts stricken. Nun werden die Maschen noch stramm abgekettelt. Insgesamt ist mein Handtuch 45 x 65 cm groß geworden, das kann man individuell anpassen, wenn es noch ein wenig größer werden soll. Durch das Muster hat das Handtuch einen festen und voluminösen Griff, die Baumwolle sorgt dafür, dass viel Feuchtigkeit aufgenommen werden kann.

    Tipps für das richtige Finish

    Damit die Baumwolle sich schön in Form legt, habe ich mein Handtuch dann erst einmal in der Maschine gewaschen und danach liegend trocknen lassen. Ein schönes Lederlabel gibt dem Strickstück das gewisse Etwas. Ich habe mir nur 30 Stück bestellt und bin erstaunt, dass immer noch so viele übrig sind. Auch die Maschinenwäsche überstehen die Lederetiketten problemlos, das hat mich sehr gefreut, schießlich muss ich mein Handtuch ja zukünftig doch öfter mal waschen, wenn es hier ständig in Benutzung ist!

    Sieht doch richtig hübsch aus, oder? Was sagt Ihr zur Anleitung Sternchenmuster?

     

  • DIY | Spültücher mit Weizenmuster inkl. Anleitung

    Waschlappen und Topflappen habe ich schon genügend, einen gestrickten Spüllappen benötige ich aber noch für meine Sammlung! Und da dort draußen vor einigen Tagen der goldgelbe Weizen geerntet wurde und ich nun leider auf ein Stoppelfeld schauen muss anstatt auf die hübschen Ähren, habe ich mir den Weizen als Muster auf mein Spültuch geholt. Reine Baumwolle, gerne auch mit ein wenig Leinenbeimischung, ist ideal für Spültücher geeignet. Sie lassen sich wunderbar waschen und sind einfach angenehm in der Handhabung. Das Muster ist nicht schwierig zu stricken, wenn man den Bogen mal raus hat. Daher gibt es jetzt eine Schritt für Schritt Anleitung für das schöne Weizenmuster.

    Zunächst einmal müsst Ihr natürlich Maschen aufnehmen. Bei mir sind es 41 Maschen mit einer 4er Nadel. Am Rand sind es jeweils 8 rechte Maschen, dann zwei linke sowie nachfolgend das Weizenmuster mit drei Maschen, dann folgen wieder zwei linke und zwei rechte Maschen im Wechsel. Zunächst werden also die 41 Maschen angeschlagen, damit das Muster von Anfang an schön wird, nun die rechten Maschen in der ersten Reihe als linke abstricken und umgekehrt. Warum? Damit wir in der 4. Reihe schon mit den Ähren loslegen können. Vertraut mir…

    In den ersten drei Reihen strickt Ihr also nach diesem Schema unten ab, erst in der 4. Reihe geht es dann los. Acht rechte Maschen und 2 linke Maschen stricken wie sie erscheinen. Nun liegen drei rechte Maschen vor Euch. Ihr orientiert Euch an der mittleren und zählt 3 Reihen nach unten, stecht von vorne in die Mitte der Maschen ein und holt von hinten den Faden durch. Das ist ein bisschen frickelig, nach ein paar Reihen dann aber kein Problem mehr. Der Faden wird schön lang gezogen und liegt auf der rechten Nadel. Nun werden die drei Maschen abgestrickt. Anschließend wird die Nadel wieder vorne durch dieselbe Masche wie eben gestochen und von hinten der Faden durchgezogen. Nun geht es weiter im Muster.

    In der Rückreihe stricken wir wieder bis zu unserer Ähre (Bild Nummer 5). Nun liegen die fünf Maschen der zukünftigen Ähre vor Euch. Der Faden wird vor die Nadel geholt und erst danach (!) der erste lange Faden von der linken auf die rechte Masche abgehoben, danach die drei mittleren Maschen links abgestrickt. Nun wird auch der zweite lange Faden wieder von der linken auf die rechte Nadel abgehoben. Dann legen wir den Faden wieder hinter die Nadel und stricken wie gewohnt weiter. In der nächsten Reihe wird es nun spannend, hier habe ich lange gebraucht, bis ich es hinbekommen habe. Vielleicht ist es auch nicht ganz so wie eigentlich gedacht, das schließe ich nicht aus. Optisch gefällt mir meine Variation aber ausgesprochen gut und es geht viel einfacher als in den Anleitungen, die ich bisher gefunden habe. Es liegen nun nach den 8 schlichten rechten und zwei linken Maschen wieder fünf Maschen vor Euch. Außen die beiden langen und innen drei rechte Maschen. Die erste lange Masche und die erste rechte Masche werden zusammen abgestrickt, ihr stecht dabei von rechts in die beiden Maschen ein. Nun die mittlere Masche stricken. Die restlichen beiden Maschen werden gestrickt, indem ihr von links in beide Maschen einstecht und den Faden dann durch beide durchzieht.

    Die 4. Reihe strickt Ihr dann einfach nur noch die Maschen so wie sie erscheinen. Ab der 5. Reihe wiederholt sich dann das Muster und es entsteht nach und nach diese Optik von Weizenähren. Nachdem die richtige Höhe erreicht ist wird abgekettelt und dann die Ränder noch schnell gebügelt, damit sie sich nicht so einrollen.

    Mir gefällt das Muster nicht nur sehr gut, es passt auch so herrlich zur Jahreszeit. Ein paar Halme hat der Bauer am Rand freundlicherweise für mich stehen lassen, die habe ich mir kurzerhand ins Haus geholt und die Küche damit dekoriert. Wirkt durchaus ein wenig herbstlich. Ist es denn wirklich schon so weit? Oder können wir uns vielleicht auf Spätsommer einigen?

    Bis bald

  • Garten | ein Kräuterbeet gleich vor der Küchentür

    Nun musste ich lange genug warten, bis endlich das Hochbeet gleich vor der Terrasse fertig gestellt werden konnte. Im vorderen Bereich ist die komplette Gartentechnik untergebracht und neben der Stromverteilung ist hier auch das Herz der Gartenbewässung versteckt. In wasserdichten Kisten verstaut und mit einer selbst gebauten Holzauflage aus Bankirai abgedeckt, hat man nun jederzeit einfachen Zugang zur Gartentechnik. Dazu mussten wir das Beet noch entsprechend abtrennen, damit die gute Erde nicht abrutscht und die Kisten unter sich vergräbt. Gar nicht so einfach das passende, unverrottbare Material zu finden, dass stabil genug ist um ein paar Kubikmeter Erde an Ort und Stelle zu halten. Schlussendlich haben wir uns für Kompaktplatte entschieden und diese nochmal mit Edelstahlwinkeln stabilisiert und an den Granitstelen befestigt.

    Der restliche Teil wurde dann mit Erde aufgefüllt und konnte bepflanzt werden. Hier ist nun unser Kräutergarten beheimatet, sehr praktisch übrigens so gleich neben der Küchentüre. Ich muss zukünftig nur eben auf die Terrasse hüpfen und mit der Kräuterschere bewaffnet das Kistchen füllen. Wir haben neben den Klassikern Rosmarin, Oregano, Majoran und Thymian auch noch vietnamesischen Koriander und Bärlauch angepflanzt. Die weißen Blüten sind ein wunderbarer Hingucker im Beet.

    Ein paar kleine Pflänzchen Feldsalat habe ich vor einigen Wochen auch noch eingesetzt, die jetzt reif für die Ernte sind. Bad werden hier dann Basilikum, Schnittlauch und Petersilie ihren Platz finden, die ich schon vorgezogen habe. Zudem gibt es noch verschiedene Sorten Minze, die sich im Sommer ganz wunderbar in Cocktails und kalten Getränken machen. Und weil wir es einfach nicht aufschieben konnten, sind auch noch zwei kleine Erdbeerpflänzchen im Beet gelandet, die hoffentlich eine reiche Ernte tragen werden. Solange der Nutzgarten noch nicht fertig ist, muss ich auf selbst gezüchtetes Gemüse noch verzichten, aber im nächsten Jahr gibt es sicher auch hier Fortschritte.

    Beschriftet wurden die kleinen Pflänzchen dann auch gleich noch, einige Pflanzenstecker aus Eiche habe ich geschenkt bekommen und war wirklich froh, dass sie nun endlich zum Einsatz kommen. Leider hat die Menge der vorhandenen Holzstäbchen bei weitem nicht ausgereicht, um alle meine Kräuter zu etikettieren. Also ab in den Keller, passende Holzreste rausgesucht und aus kleinen Eichenbrettchen zugeschnitten, abgeschliffen und ebenfalls beschriftet. Der Dymo ist übigens ein praktische Angelegenheit, wenn der Regen die kleinen Kleber abspült, werde ich mir aber doch eine langfristige Lösung ausdenken müssen.

    Bald werde ich auch die selbst gezogenen Kräuter noch im Beet unterbringen können, sie sind nun doch schon fast groß genug. Nachdem es aber nochmal Frost gab, stehen sie innen doch noch sicherer, die zarten Pflänzchen. Alle anderen Kräuter werden bei frostigen Temperaturen freilich noch abgedeckt, damit sie keinen Schaden nehmen. Und ich schwelge in fantastischen Düften und erfreue mich an meinen schönen Pflänzchen.

    Wozu man vietnamesischen Koriander braucht? Rührt das kleingeschnittene Kraut mal in ein bisschen Frischkäse ein und gebt noch ein wenig frischen Limettensaft dazu…

    Viele liebe Grüße aus dem Garten

  • DIY | gestrickte Topflappen und wie man schöne Randmaschen strickt

    Hochkreativ war ich dieses Wochenende, hüstel. Topflappen sind ja nun wirklich der Inbegriff der Spießigkeit, oder? In der Schule wurde ich von meiner Lehrerin gezwungen, zum Muttertag ein Paar in grellbunten Farben zu häkeln, die nachher auch wirklich keine besondere Augenweide waren. Was hat sich in den letzten 25 Jahren verändert? Mein ganz persönliches Verhältnis zu selbst gemachten Topflappen! Und bevor ich mir die Finger am heißen Backblech verbrenne, oder wie sonst einfach zwei Küchenhandtücher hernehme, sind Topflappen eine absolut sinnvolle und vor allem praktische Alternative. Zu meiner Verteidigung sei ebenfalls noch anzubringen: sie sind gestrickt und nicht gehäkelt. Nicht gestreift, sondern ganz schlicht. Und sie haben ein ganz besonderes Detail, das mich mit einem seeligen Lächeln auf meine neue Errungenschaft herabblicken lässt. Davon aber später mehr…

    selbst-gestrickte-Topflappen

    Zunächst einmal mussten ein paar Topflappen her. Ich habe dazu schönes, crispes Baumwollgarn verwendet und Stricknadeln in der Stärke 4. Nun 32 Maschen aufgenommen und losgestrickt. Und wirklich hässliche Kanten erhalten. So ging also die Recherche los. Wie stricke ich schöne Randmaschen? Ich habe mir Videotutorials angesehen und es auch nach dem Dritten immer noch nicht geblickt. Leute, das kann doch nicht so schwierig sein? Und dann irgendwann ist der Groschen gefallen! Für all diejenigen, die auch schon immer mal wissen wollten, wie das funktioniert, habe ich einfach mal ein paar Bilder gemacht!

    Randmaschen-stricken-tutorial Randmaschen-stricken-tutorial-einfach

    Grundsätzlich gilt: die letzte Masche der Reihe wird nicht gestrickt sondern nur der Faden abgehoben. Wenn ihr eine Reihe mit rechten Maschen beenden wollt, dreht Ihr danach die Arbeit und stecht von hinten in die erste, nur abgehobene Masche ein und strickt diese rechts ab. Den Faden müsst Ihr danach dann natürlich nach vorne holen, so dass ihr mit der linken Reihe fortfahren könnt. Und nun kommen wir zum Ende der links gestrickten Reihe. Nun liegt der Faden schon vorne, die letzte Masche wird nicht gestrickt, sondern nur auf die rechte Nadel geschoben. Danach die Arbeit wenden. Um die Kante auch wirklich schön hinzubekommen, nun von links vorne in die erste Masche einstechen und den hinten liegenden Faden holen und die Masche rechts stricken. Die Reihe dann wie gewohnt rechts weiter stricken.

    randmaschen-stricken

    Könnte eigentlich einfacher gar nicht sein. Ich habe nun zwei quadratische Stricklappen mit jeweils 19 cm Länge und Breite gestrickt und abgekettelt. Diese dann übereinander gelegt und zwar jeweils mit der rechts gestrickten Seite nach außen. Die beiden abgekettelten Seiten liegen sich gegenüber. Und dann habe ich von der Stricknadel auf die Häkelnadel gewechselt, weil es mir einfach viel leichter fällt.

    topflappen-strickentopflappen-mit-lederband-stricken

    So wird der komplette Topflappen umhäkelt und die beiden Stücke zusammengefasst. An den Ecken steche ich einfach 3-fach in die Eckmasche ein, so entsteht der schöne Boden an den Ecken. Ganz zum Schluß kommt noch ein Lederband als Aufhänger an den Topflappen. Und dann brauchen wir natürlich noch einen zweiten Topflappen, schließlich habe ich ja zwei- wenn auch manchmal ausschließlich linke – Hände.

    lederband-an-topflappen

    Sind die Lederetiketten nicht ein Traum? Jede Frage nach der Praktikabilität beim Waschen steht jetzt hinten an. Dieser Test steht noch aus, ansonsten trenne sie einfach ab, wenn sie mal schmutzig sind. Den Tipp für einen guten Hersteller von Webetiketten habe ich von Rahel vom Blog Himmelsstück bekommen und bin dann gleich ins schwelgen geraten angesichts der vielen Möglichkeiten. Die Mindestbestellmenge von 500 Stück hat mich aber doch davon abgehalten, sofort neue Webetiketten zu bestellen. Und dann fiel mir da etwas ins Auge, dass ich einfach haben musste. Die Lederetiketten mit meinem gelaserten Logo sind doch wirklich ein Hingucker, oder? Und man kann auch in kleiner Menge bestellen!

    topflappen-mit-lederdetails

    Ich habe 30 Stück bestellt und damit in jedem Fall ausreichend Etiketten für die nächsten Projekte. Und wenn keine mehr übrig sind, bestelle ich ganz sicher wieder welche. Vor allem an Geschenken machen sich die Etiketten ganz hervorragend! Und warum nicht mal wieder Topflappen verschenken? Garn wäre noch übrig, vielleicht gehe ich in Serienproduktion!?

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    Die Finger verbrenne ich mir jedenfalls nicht mehr so schnell an heißen Töpfen, das steht fest! Und sehr dekorativ sehen sie in der Küche auch noch aus. Herz, was willst Du mehr? Wurdet Ihr eigentlich auch schon als Kind zur Topflappenproduktion gezwungen oder bin ich ein bedauernswerter Einzelfall??

    Einen entspannten Sonntag wünsche ich Euch! Strickende Grüße,

    Eure Tanja

  • Kolumne | Warum gibt es eigentlich so wenig Foodposts hier?

    Ich koche ja wahnsinnig gerne. Und auch oft. Und auch ganz gut, zumindest wenn man den allseitig willigen Opfern meiner Kochkunst glauben darf. Als ich den Blog gestartet habe, war ich auch der festen Überzeugung, es wäre eine unglaublich gute Idee, nicht nur meine selbstgemachten Bastelleien, sondern auch gleich das eine oder andere besonders gute Rezept hier zu veröffentlichen. Irgendwie ist das aber nach kürzester Zeit eingeschlafen. Warum eigentlich? Nachdem ich heute den festen Vorsatz gefasst habe, an die alte Idee anzuknüpfen und endlich mal wieder einen Foodpost zu veröffentlichen, kann ich Euch ganz genau sagen, warum das bisher nicht geklappt hat!

    lauch

    Es beginnt ganz harmlos. Ich mache mich auf den Weg um die Kamera zu holen, positioniere sie dann strategisch günstig in der Küche und stelle schon mal alle Zutaten bereit. Scheidebrett und Messer, Backblech und Schüsselchen werden aus diversen Schränken zusammengeklaubt und auf dem Küchentresen drapiert. Der Backofen schon mal vorgeheizt. Das dauert ja immer ewig… Es soll heute Flammkuchen geben, das ist schnell gemacht und nach den Feiertagen ist etwas Leichtes ja auch mal eine gute Idee. Der Lauch wird fröhlich summend gewaschen und in hauchdünne Scheiben geschnitten. Nicht, ohne danach die Scheiben in aller Ruhe fotografisch festzuhalten.

    flammkuchen

    Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon mehrfach über das Stativ gestolpert und konnte gerade noch verhindern, dass das Objektiv kopfüber im Lauch landet. Jetzt ist der Speck dran. Feine Streifen schneiden – kein Problem! Der Backofen meldet sich, dass das Schnellvorheizen nun abgeschlossen ist. Na bravo. Aber kein Problem! 200g Schmand aus dem Kühlschrank fischen und mit Salz und Pfeffer verrühren. Dann möglichst nah am Rand des Fertigflammkuchenteigs verteilen. Ich habe kurz Zeit darüber nachdenken, ob ich beim nächsten Mal den Teig besser selber machen sollte, wenn ich schon einen Beitrag darüber schreibe?!? Dann streue ich auch schon Lauch und Speck über den Schmand. Mache ich dann eben einfach beim nächsten Mal!

    flammkuchen-auf-blech

    Ein bisschen Gruyere wird noch darüber gerieben und schon ist das Blech bereit für den Ofen. Während ich noch darüber nachdenke, dass es ein hübsches Bild ergäbe, wenn ich den rieselnden Käse fotografisch einfangen könnte, piepst der Ofen nun zum zweiten Mal. Ach was soll’s! Der Flammkuchen wandert für 12 Minuten in den Ofen. Jetzt habe ich ausreichend Zeit, das Set auf dem Tisch aufzubauen und das schlimmste Chaos zu beseitigen. Ich habe gerade die Kamera aus der Küche bugsiert, auf die richtige Tischhöhe eingestellt und das eine oder andere Accessoire bereit gelegt, da duftet es schon so verführerisch aus dem Ofen, dass der Hausherr neugierig angeschlurft kommt. Der Ofen zeigt noch 6 Minuten Restdauer an, der Hausherr besorgt schon mal Getränke. Frau Foodbloggerin kümmert sich derweil darum, dass die Petersilie, die bisher nur als hübscher Bildhintergrund missbraucht wurde, auch noch gehackt wird.

    flammkuchen-servieren

    Und dann ist es auch schon soweit, der Flammkuchen ist fertig, der Mann steht mit zwei Gläsern in der Hand bereit und schaut erwartungsvoll. Flammkuchen auf dem Brett drapieren und auf den Tisch stellen. Zurechtrücken. Serviette und Besteck dazu legen. Kamera in Position bringen. Nein, das ist nicht gut, der Hintergrund sieht blöd aus. Bierflaschen dazu stellen und neu arrangieren. Fünf Bilder später feststellen, dass das so nicht geht und kein schönes Bild dabei herauskommt. Neu dekorieren. Derweil steht der hungrige Herr hinter mir und wartet darauf, dass es endlich losgeht. Nach 48 Bildern in völliger Hektik die Kamera zur Seite räumen, ein bisschen entschuldigend gucken, Teller auf den Tisch knallen und es kann endlich los gehen. Das ganze Haus duftet herrlich nach Speck, der Flammkuchen ist inzwischen eiskalt. Dafür habe ich ihn aber für die Ewigkeit festgehalten. Hurra!

    flammkuchen-selber-machen

    An all die Foodbloggerinnen da draußen: wie bitteschön macht Ihr das? Kocht Ihr das Essen zweimal? Seid Ihr einfach besser organisiert? Oder habt Ihr unfassbar geduldige Familien, die Ihr Essen gerne kalt verspeisen?

    Verständnislose Grüße, Eure Tanja

  • Dekoration | praktisches Tablett für die Kücheninsel*

    *dieser Beitrag enthält Werbung für CONNOX.

    Ach ist das Leben nicht schön? Tag für Tag komme ich abends nach Hause, schließe die Tür auf und lächle ein wenig schwachsinnig vor mich hin. Weil es einfach so schön ist in unserem neuen Refugium, weil langsam aber sicher alles an seinem Platz ist und immer mehr „Baustellen“ hier fertig werden. Es ist zu einem echten Zuhause geworden, das liebevoll gehätschelt und gewienert wird, wann immer ich die Zeit dafür finde. Jetzt macht plötzlich sogar Hausarbeit Spaß! Habe ich das gerade wirklich geschrieben? Oha! Ich habe es mir aber auch besonders einfach gemacht und für viel Stauraum gesorgt, so dass Unordnung überhaupt keine Chance hat. Schubladen auf, Krempel rein. Vor allem in der Küche und im Flur ist das ungemein praktisch. Dann gibt es da aber ja noch all die Dinge, die ich gar nicht verstecken will! Weil sie einfach viel zu schön sind, um in einer Schublade zu verschwinden. Mit denen schaffe ich Dekoinseln, die unser Heim erst so richtig gemütlich machen. Schließlich wohnen wir ja auch nicht im Möbelhaus…

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    Auch wenn manche böse Zungen das behaupten. Denn wenn sich Besuch ankündigt ist es natürlich immer ganz besonders ordentlich hier… Nun kam mir dieses praktische und wunderschöne LindDNA Tray Square* gerade Recht, um ein paar Schätze im passenden Rahmen zu präsentieren. Dieser Rahmen hängt nicht an der Wand, sondern steht auf der Kücheninsel und würde sicher auch ohne meine Lieblingsstücke eine gute Figur machen. Aber ehrlich gesagt wäre das dann wohl auch ein wenig zu reduziert. Die Küchenarbeitsplatte aus Kunststein ist eine schöne Angelegenheit, will aber jeden Tag intensiv geputzt werden. Was ich mir dabei gedacht habe bei der Auswahl, weiß ich leider auch nicht mehr so genau. Sicher hat mir keiner gesagt, dass die Dinger äußerst schmutzanfällig sind?! Aber wie lästig wäre es, wenn ich dann jedes Mal die komplette Dekoration einzeln zur Seite räumen zu müsste?

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    Da gefällt mir diese Lösung doch schon gleich viel besser! Verschieden große Vasen und Krüge werden immer mal wieder mit einzelnen Blüten, Blättern oder Ästen bestückt, je nachdem, was gerade zur Hand, oder im wilden Garten zu finden ist. Diesmal war ich sogar mal wieder im Blumenladen um die Ecke und habe mir was gegönnt. Schöne Frühlingsblumen bringen hier seit ein paar Tagen frische Stimmung rein und duften ganz herrlich. Alte Schätze vom Trödler geben dem Ganzen das nötige nostalgische Flair, dass ich so mag. Ich sammle ja schon seit Jahren alte Holzkistchen, angestoßenes Emaillegeschirr und schäbiges Blech. Und diese ollen Kamellen sorgen hier dafür, dass es nicht aussieht wie im 08/15 Neubau.

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    Die Ledereinlage im Tablett ist nicht nur schön weich, sondern sorgt auch dafür, dass nichts so schnell verrutscht. Das Material ist recyceltes Leder und daher auch besonders pflegeleicht. Wenn also tatsächlich mal so eine alte Kanne undicht wird, lässt sich das Wasser leicht wieder entfernen. Wollen wir trotzdem hoffen, dass das alte Kännchen noch ein wenig dicht hält. Momentan also ein wenig Frühling in der Küche, wer weiß, was mir über die nächsten Monate sonst noch so einfällt.

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    Ich bin aber guter Dinge, dass mir die Ideen nicht so schnell ausgehen, vor allem, wenn ich dann einen guten Grund habe, mal wieder frische Blumen zu organisieren. Alternativ kann ich mir auch noch einen kleinen Kräutergarten vorstellen, der hier hübsch arrangiert wird. Ein bisschen Basilikum und Rosmarin und eine Schale Salz, schon sieht es gleich wieder ganz anders aus. Hmm, und dieser Geruch… Soll doch noch mal einer sagen, in meiner Küche würde es nicht gut riechen! Das zeige ich Euch dann nächste Woche und tüftle derweil ein wenig, wie ich Euch diesen Geruch dann gleich über den Bildschirm mitliefere.

    *mit freundlicher Unterstützung von Connox