• Garten | Blumenzwiebeln setzen Tipps und Tricks

    Der September ist ein guter Zeitpunkt, um die Blumenzwiebeln für das nächste Frühjahr in den Boden zu bringen. In den Gartenmärkten gibt es inzwischen wieder eine große Auswahl an Blumenzwiebeln zu kaufen, da fällt die Auswahl gar nicht so leicht! Ich habe mich für Schneeglöckchen, Märzenbecher und Tulpen entschieden, so dass im Frühjahr immer wieder etwas Neues zu sehen ist. Blumenzwiebeln setzen ist tatsächlich nicht schwer, ich habe heute noch ein paar Tipps für Euch gesammelt, wie es besonders einfach geht.

    Blumenzwiebeln setzen – Tipps & Tricks

    Nachdem ich das Staudenbeet von der Unkrautfolie und dem Kies befreit habe, ist nun ausreichend Platz für diverse Frühblüher geschaffen, die sich dann auch einfach selbst vermehren können. Die Zwiebeln werden in kleinen Gruppen gepflanzt, dabei achte ich darauf, dass die niedrigsten ganz vorne im Beet, die langstieligen Tulpen eher mittig platziert sind. Die Zwiebeln nicht zu nah an den bestehenden Pflanzen einsetzen, schließlich brauchen alle im Beet ausreichend Platz zum Wachsen.

    Mein Motto ist da eher klotzen statt kleckern, ich habe insgesamt 60 Tulpenzwiebeln gesetzt, 30 Schneeglöckchen und 20 Märzenbecher. Dazu noch 30 Lauchzwiebeln und – damit ich auch dieses Jahr noch etwas bestaunen kann – ein paar Herbstzeitlose. Diese wurden in kleinen Gruppen von 5 – 6 Blumenzwiebeln an mehreren Stellen des Beetes verteilt. So entstehen kleine Blüteninseln, die im nächsten Frühjahr dann in voller Pracht erstrahlen können. Dabei in jedem Fall den empfohlenen Pflanzabstand beachten.

    Ein Zwiebelpflanzer ist dabei ein tolles Werkzeug, mit dem man auch die Pflanztiefe wunderbar exakt bestimmen kann. Wer nicht alle Blüten gleichzeitig im Beet erblühen sehen will, setzt die Zwiebeln auf leicht unterschiedliche Tiefen.

    Im Frühling wird es weiß in den Beeten!

    Für das Frühjahr 2019 setze ich voll auf weiße Blüten. Ich habe unterschiedliche weiße Tulpen gesetzt, schön üppig gefüllte und auch hohe, schlanke Sorten. Die höheren wandern eher in die Mitte des Beetes, die niedrigen dürfen vorne an den Rand. Die Auswahl an Blumenzwiebeln in den Gartenmärkten ist riesig, ganz sicher findet Ihr da auch etwas Passendes für Euren Garten.

    Nun bin ich natürlich sehr gespannt, was sich da im nächsten Frühjahr zeigen wird! Ganz sicher halte ich Euch auf dem Laufenden!

  • Dekoration | Wohnzimmerimpressionen im Spätherbst

    Oder ist es schon Frühwinter? Die gemütliche Jahreszeit hat begonnen und wird mit viel Kerzenlicht, warmen und kuschligen Materialien und dem einen oder anderen Heißgetränk eingeläutet. So schön der Sommer auch war, so sehr freue ich mich jetzt auf knisterndes Kaminfeuer, gemütliche Abende bei Kerzenschein und auf viel mollig warm Gestricktes. Ich mag den Herbst sehr. Draußen ist es stürmisch, verregnet und einfach ungemütlich, wir machen es uns hier drinnen kuschlig. Unsere großen Fenster lassen tagsüber noch genügend Licht herein. Abends dann, wenn es langsam dunkel wird, zünden wir ein paar Teelichter an.

    In unserem Wohnzimmer dürfen dann auch wieder ein paar Accessoires einziehen, die über den Sommer im Keller eingelagert waren und jetzt wieder richtig schön in Szene gesetzt wurden. Rustikales Holz und warmer Filz lassen gleich Gemütlichkeit aufkommen. Ich mag die Haptik sehr. Das glatte Holz in Verbindung mit dem wolligen Filz ist einfach eine unschlagbare Kombination. Eine warme Decke, in die man sich einkuscheln kann, liegt immer bereit. Dann zünde ich den Kamin an, koche mir einen Tee und klappere ein wenig mit den Stricknadeln. Im Herbst macht es gleich nochmal so viel Spaß…

    Einen wunderschönes, gemütliches Wochenende wünsche ich Euch!

  • DIY | Vase aus Birkenstämmchen selbermachen

    Ein Birkenstämmchen und ein Schnapsglas sind manchmal schon ausreichend um mich auf ganz besonders gute Ideen zu bringen. Für die herbstliche Dekoration des Esszimmers sollte es wieder mal etwas Besonderes sein. Und so kamen mir die Reststücke des Birkenstämmchen sehr gelegen – was passt besser zum Herbst als schönes Holz? Im Schrank habe ich noch kleine Gläschen gesucht und bin sogleich fündig geworden. Die Bohrmaschine mit einem entsprechenden Forstnerbohrer wartete im Keller und wäre er nicht so stumpf gewesen, hätte ich es sicher auch ohne männliche Hilfe geschafft…

    Eigentlich ist das nämlich auch ganz einfach, wenn nicht diverse Widrigkeiten dazu geführt hätten, dass ich an den blöden Dingern fast gescheitert wäre. Aber ich bekam tatkräftige Unterstützung und dann ging es tatsächlich irgendwann wie Butter durch das Holz.  Wichtig ist eigentlich nur, dass man schön gerade bohrt. Meine Schnapsgläser sind ca. 10 cm hoch, wir haben sie zur Hälfte im Holz versenkt.

    So ist genug Platz für das eine oder andere Gewächs und noch ein wenig Wasser. Meine Gläser lassen sich ganz leicht herausnehmen um sie zu befüllen. Ich habe mir ein wenig Schachtelhalm aus dem Garten geholt, der wächst und wuchert ja wie wild und sieht in solchen schmalen Vasen richtig toll aus. Auf einem Teller mit diversen Nüssen dekoriert ist so eine hübsche Herbstdeko entstanden.

    Natürlich lassen sich auch Kerzen in den Stämmchen versenken, man sollte allerdings die Kerzen niemals alleine brennen lassen, wenn sie bis unten abbrennen, ist es nur natürlich, dass Eurer Kerzenständer Feuer fängt. Besser also auf das Anzünden verzichten oder einen Glaseinsatz verwenden. Gleiches gilt übrigens auch für Teelichter. Was habt Ihr denn gerade so auf dem Tisch stehen? Ist bei Euch auch schon der Herbst eingezogen? Ich freue mich auf Eure Ideen!

  • Garten | Pflanzenportrait Sterndolde

    Ich habe kürzlich zwei Dinge für mich neu entdeckt: meine Liebe zu schönen und außergewöhnlichen Pflanzen und das Makroobjektiv des Hausherrn, dass mir von Zeit zu Zeit großzügig überlassen wird. Und so entstand ganz spontan eine neue Kategorie hier: das Pflanzenportrait. Für alle ohne Garten gibt es hübsche Bildchen, für die anderen auch gleich noch eine Ode an eine besondere Staude, die eigentlich in keinem Garten fehlen darf. Die Sterndolde (Astrantia) bezaubert mit Ihren hübschen, kleinen Blüten und wertet jedes Beet auf. Für halbschattige, feuchte Standorte eignet sich die Staude ganz hervorragend. In unserem Vorgarten habe ich nun einige Exemplare gepflanzt und bin begeistert. Die Blüten zeigen sich ab Mai in einem violett schimmernden weiß und blühen den gesamten Sommer hindurch.


    Standort: Sonne bis Halbschatten, feuchter, nährstoffreicher Boden
    Wuchshöhe: 50 – 70 cm
    Blüte: weiß von Mai bis September


    Die hochaufragenden Blütenstengel sollte man nach der ersten Blüte zurückschneiden und kann dann im selben Jahr gleich nochmal mit einer zweiten Blüte im September rechnen. Sie werden bis zu 70 cm hoch und machen sich damit wundervoll hinter Purpurglöckchen (Heuchera) mit Ihrem schön gefärbten Laub, Lenzrosen (Helleborus) und Funkien (Hosta). Meine Sorte Astrantia mayor „Star of Billion“ bildet dichte Blütenhorste mit etwas kleineren Blüten, andere Sorten können mit bis zu 9 cm großen Blüten punkten.

    Sind die Blüten stark dem Wind ausgesetzt, empfiehlt es sich, diese mit Bambusstäbchen zu fixieren, damit nichts abbrechen kann. Ansonsten ist die Sterndolde recht anspruchslos und pflegeleicht und neigt nicht zu Krankheiten. Vermehrt werden die Sterndolden über Teilung im Frühjahr oder nach der Blüte im Herbst.

    Mich verzaubern die feinen Blüten immer wieder aufs Neue. Und sicher werden es nicht die letzten Sterndolden sein, die ich gepflanzt habe!

  • DIY | Spültücher mit Weizenmuster inkl. Anleitung

    Waschlappen und Topflappen habe ich schon genügend, einen gestrickten Spüllappen benötige ich aber noch für meine Sammlung! Und da dort draußen vor einigen Tagen der goldgelbe Weizen geerntet wurde und ich nun leider auf ein Stoppelfeld schauen muss anstatt auf die hübschen Ähren, habe ich mir den Weizen als Muster auf mein Spültuch geholt. Reine Baumwolle, gerne auch mit ein wenig Leinenbeimischung, ist ideal für Spültücher geeignet. Sie lassen sich wunderbar waschen und sind einfach angenehm in der Handhabung. Das Muster ist nicht schwierig zu stricken, wenn man den Bogen mal raus hat. Daher gibt es jetzt eine Schritt für Schritt Anleitung für das schöne Weizenmuster.

    Zunächst einmal müsst Ihr natürlich Maschen aufnehmen. Bei mir sind es 41 Maschen mit einer 4er Nadel. Am Rand sind es jeweils 8 rechte Maschen, dann zwei linke sowie nachfolgend das Weizenmuster mit drei Maschen, dann folgen wieder zwei linke und zwei rechte Maschen im Wechsel. Zunächst werden also die 41 Maschen angeschlagen, damit das Muster von Anfang an schön wird, nun die rechten Maschen in der ersten Reihe als linke abstricken und umgekehrt. Warum? Damit wir in der 4. Reihe schon mit den Ähren loslegen können. Vertraut mir…

    In den ersten drei Reihen strickt Ihr also nach diesem Schema unten ab, erst in der 4. Reihe geht es dann los. Acht rechte Maschen und 2 linke Maschen stricken wie sie erscheinen. Nun liegen drei rechte Maschen vor Euch. Ihr orientiert Euch an der mittleren und zählt 3 Reihen nach unten, stecht von vorne in die Mitte der Maschen ein und holt von hinten den Faden durch. Das ist ein bisschen frickelig, nach ein paar Reihen dann aber kein Problem mehr. Der Faden wird schön lang gezogen und liegt auf der rechten Nadel. Nun werden die drei Maschen abgestrickt. Anschließend wird die Nadel wieder vorne durch dieselbe Masche wie eben gestochen und von hinten der Faden durchgezogen. Nun geht es weiter im Muster.

    In der Rückreihe stricken wir wieder bis zu unserer Ähre (Bild Nummer 5). Nun liegen die fünf Maschen der zukünftigen Ähre vor Euch. Der Faden wird vor die Nadel geholt und erst danach (!) der erste lange Faden von der linken auf die rechte Masche abgehoben, danach die drei mittleren Maschen links abgestrickt. Nun wird auch der zweite lange Faden wieder von der linken auf die rechte Nadel abgehoben. Dann legen wir den Faden wieder hinter die Nadel und stricken wie gewohnt weiter. In der nächsten Reihe wird es nun spannend, hier habe ich lange gebraucht, bis ich es hinbekommen habe. Vielleicht ist es auch nicht ganz so wie eigentlich gedacht, das schließe ich nicht aus. Optisch gefällt mir meine Variation aber ausgesprochen gut und es geht viel einfacher als in den Anleitungen, die ich bisher gefunden habe. Es liegen nun nach den 8 schlichten rechten und zwei linken Maschen wieder fünf Maschen vor Euch. Außen die beiden langen und innen drei rechte Maschen. Die erste lange Masche und die erste rechte Masche werden zusammen abgestrickt, ihr stecht dabei von rechts in die beiden Maschen ein. Nun die mittlere Masche stricken. Die restlichen beiden Maschen werden gestrickt, indem ihr von links in beide Maschen einstecht und den Faden dann durch beide durchzieht.

    Die 4. Reihe strickt Ihr dann einfach nur noch die Maschen so wie sie erscheinen. Ab der 5. Reihe wiederholt sich dann das Muster und es entsteht nach und nach diese Optik von Weizenähren. Nachdem die richtige Höhe erreicht ist wird abgekettelt und dann die Ränder noch schnell gebügelt, damit sie sich nicht so einrollen.

    Mir gefällt das Muster nicht nur sehr gut, es passt auch so herrlich zur Jahreszeit. Ein paar Halme hat der Bauer am Rand freundlicherweise für mich stehen lassen, die habe ich mir kurzerhand ins Haus geholt und die Küche damit dekoriert. Wirkt durchaus ein wenig herbstlich. Ist es denn wirklich schon so weit? Oder können wir uns vielleicht auf Spätsommer einigen?

    Bis bald

  • Dekoration | Herbst im Wohnzimmer

    Die Temperaturen da draußen gehen immer weiter runter, es regnet ständig und ausdauernd. Fühlt sich irgendwie nach November an, oder? Zeit, es drinnen richtig gemütlich zu machen und für ein wenig neue Deko. Dabei muss ich nicht einmal ins Geschäft gehen, sondern finde im Fundus noch ausreichend Material, um dem Raum einen neuen Look zu geben. An die Weihnachtskisten traue ich mich noch nicht heran, das erscheint mir noch ein wenig früh. War es im Sommer eher schlicht gehalten, dürfen jetzt wieder Felle und Strickkissen, Kerzen und Wintergeäst einziehen. Ein bisschen derbes Holz dazu und schon wird es gemütlich. Dass die neuen karierten Kissen zum Ethnostyle passen, hätte ich gar nicht gedacht. Mein wilder Mustermix setzt sich also inzwischen auch im Wohnzimmer durch.

    wohnzimmer

    Nach der wahren Bilderflut im letzten Beitrag mache ich es heute kurz und belasse es bei dieser schnellen Herbstimpression. Und mache mir schon mal Gedanken, wo der Weihnachtsbaum dieses Jahr stehen soll und was es bis dahin noch alles zu erledigen gibt. Unfassbar, dass sich das Jahr schon wieder dem Ende zuneigt, oder?

    Herbstgrüße zu Euch,

    Eure Tanja