• DIY | Strickkissen mit Lederlabel

    Solange es draußen noch ungemütlich ist, kann ich die Stricknadeln nicht aus der Hand legen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn nach und nach ein neues Stück entsteht und man zuschauen kann, wie Reihe um Reihe die Vorstellung, die man sich vorher gemacht hat, Realität wird. Manchmal erlebt man auch Überraschungen, die meistens eher ärgerlich sind, manchmal aber auch zu echter Freude führen. Diesmal ist wieder ein hübsches Kissen entstanden. Die Vorderseite sollte komplett mit Zöpfen gearbeitet sein, die Rückseite nur diesen einen dekorativen Zopf haben. Soweit mein Plan. Als ich beide Teile dann zusammenfügen wollte, stellte sich leider heraus, dass die Seite mit den vielen Zöpfen viel schmaler war als gedacht, hatte ich doch die gleiche Maschenanzahl aufgenommen wie beim Rückenteil. Sah ziemlich komisch und unförmig aus und musste dann leider wieder aufgeribbelt werden. Darin bin ich durchaus schon routiniert… Und weil mir der einzelne Zopf schon gut gefiel, habe ich kurzerhand umdisponiert und beide Seiten so gearbeitet. Das Kissen ziert jetzt unsere Couch unten im Wohnzimmer und macht dort eine richtig gute Figur. Das ist nicht zuletzt auch dem schönen Lederlabel zu verdanken. Und erstaunlicherweise lächelt jeder, der nah genug herankommt, um es zu betrachten.

    Kissenhülle mit Lederlabel

    Anleitung für das Strickkissen

    Ich habe 90 Maschen auf eine 4er Nadel aufgenommen. Die ersten 10 Reihen werden einfach glatt rechts gestrickt. Dann geht es schon los mit dem einzelnen Zopf. Nach 20 rechten Maschen folgen 2 linke Maschen. Danach 6 Maschen auf die Zopfnadel schieben, die nächsten 6 Maschen stricken. Nun die Maschen von der Zopfnadel wieder auf die Arbeitsnadel schieben und diese stricken. Nach 2 linken Maschen stricken wir den Rest der Reihe einfach weiter rechts. Nach weiteren 10 Reihen dann den zweiten Zopf stricken. Für das Kissen mit der Größe 50 x 50 cm habe ich 9 Zöpfe gestrickt, die letzten 10 Reihen dann wieder schlicht glatt rechts. Das Garn (Yak von Lana Grossa) ist wirklich gut zu stricken und schön weich.

    Anleitung Kissenhülle mit Zopfmuster

    Zeitaufwand: 8 Stunden  |  Materialaufwand: 30€

    Das Rückenteil wird dann genauso gestrickt, allerdings arbeiten wir den Zopf diesmal auf der anderen Seite, so dass es nachher ein umlaufender Zopf um das Kissen herum ist. Dazu zunächst 54 Maschen rechts, zwei links, danach 12 rechte Maschen für den Zopf und wieder 2 Maschen links stricken. Die restlichen 20 Maschen rechts stricken. Die beiden Kissenteile müssen dann noch verbunden werden. Ich häkle diese einfach zusammen, lasse noch eine Lücke von ca. 20 cm und schiebe dann das Innenkissen ein. Anschließend werden die restlichen Maschen gehäkelt.

    kissen mit lederlabel selber stricken

    Das Lederlabel

    Die mit Abstand am häufigsten gestellte Fragen hier auf dem Blog ist definitiv, woher denn meine schönen Lederlabel stammen. Und so ist dann auch gleich wieder einen neue Idee entstanden. Meine kleinen Label sind schon ein Hingucker, aber besonders schön finde ich auch sehr große, plakative Aufnäher, die man aktuell ja wirklich auf vielen Produkten sieht. Und so habe ich mir neue, große Lederlabel bei Dortex bestellt. Einen Text hatte ich schnell erstellt und nun hat mein Kissen auch gleich eine Botschaft. Man kann auch einzelne Etiketten dort bestellen, so dass man jedes Stück einzeln und individuell verschönern kann. Und waschbar sind die Dinger auch noch. Jetzt muss ich aber nach all der Schwärmerei auch noch anfügen, dass es sich hier nicht um eine Werkekooperation handelt! Ich finde einfach, dass so ein Strickstück nochmal wirklich aufgewertet wird durch ein Logo und den Materialmix. Mein Versuch, selbst ein geprägtes Lederlabel zu erstellen, war auch schon gut gelungen, nur leider hat das alles ziemlich lange gedauert und war doch vergleichsweise recht mühsam.

    Viele liebe Grüße zu Euch und einen schönen Sonntag

  • DIY | Anleitung Sternchenmuster und gestricktes Küchentuch

    Wenn es darum geht, ein neues Muster auszuprobieren, bin ich ja immer gleich Feuer und Flamme. Und da ich schon lange mal reine Baumwolle ganz clean zu einem Küchenhandtuch verstricken wollte, habe ich mich mal ein bisschen umgeschaut, was es noch so an hübschen Mustern im Netz gibt. Inspiration hole ich mir gerne auf Pinterest. Aber wenn es dann um eine Anleitung geht, lande ich auch sehr schnell auf You Tube. Bei „stricken und haekeln“ habe ich das Sternchenmuster gefunden und auch sofort verstanden. Und so entstand ein tolles Strickstück, dass ich Euch heute vorstellen darf. Ein paar Bilder der Entstehung habe ich natürlich auch noch gemacht und hier ist nun die Anleitung Sternchenmuster für das praktische Küchentuch.

    Strickanleitung für das Handtuch

    Zunächst einmal habe ich 96 Maschen auf einer 3er Rundstricknadel aufgenommen und die ersten 10 Reihen glatt rechts gestrickt. So entsteht schon mal der schöne Rand. In der 11. Reihe werden dann die ersten und die letzten 9 Maschen rechts gestrickt, dazwischen habe ich linke Maschen gesetzt. Die Rückreihe dann stricken wie die Maschen erscheinen. In der 13. Reihe geht es dann los mit dem Muster. Die ersten 9 Maschen wieder rechts, danach 2 linke Maschen stricken. So entsteht eine Umrandung des Musters. Das Sternchenmuster besteht aus insgesamt 4 Reihen, die immer wiederholt werden. In der ersten Hinreihe werden immer alle Maschen rechts gestrickt. In der Rückreihe die ersten 11 Maschen stricken, wie sie erscheinen. Nun beginnt das Muster: 1 Masche links stricken, dann 3 Maschen auf die Nadel nehmen und links stricken, aber noch auf der linken Nadel lassen.

    Handtuch stricken

    Dann wird ein Umschlag angeschlagen und nochmals von rechts in alle 3 Maschen eingestochen und links abgestrickt. Es sind dann wieder 3 Maschen auf der Nadel. Nun wieder 1 Masche links und das Muster wiederholen. Wenn noch 12 Maschen auf der Nadel sind wieder 1 Masche links, danach den Rand wieder stricken, wie er erscheint. Die nächste Reihe wird wieder rechts gestrickt. In der Rückreihe nun die Sternchen versetzt stricken.

    Anleitung Sternchenmuster

    Das ist ganz einfach, indem man nach den 11 Randmaschen (9+2) 3 linke Maschen strickt und erst dann in die nächsten 3 Maschen einsticht und diese zusammen links strickt, Umschlag, nochmal einstechen und links stricken. Jetzt habt Ihr ja schon Übung. Vor dem Rand bleiben am Ende dann auch wieder 3 Maschen übrig, die ebenfalls wieder links abgestrickt werden.

    Sternchenmuster stricken

    Zeitaufwand: ca. 5 Stunden  |  Materialaufwand ca. 9 €

    Zum Abschluss der Arbeit wieder 2 Reihen mit linken Maschen, danach 10 Reihen komplett rechts stricken. Nun werden die Maschen noch stramm abgekettelt. Insgesamt ist mein Handtuch 45 x 65 cm groß geworden, das kann man individuell anpassen, wenn es noch ein wenig größer werden soll. Durch das Muster hat das Handtuch einen festen und voluminösen Griff, die Baumwolle sorgt dafür, dass viel Feuchtigkeit aufgenommen werden kann.

    Tipps für das richtige Finish

    Damit die Baumwolle sich schön in Form legt, habe ich mein Handtuch dann erst einmal in der Maschine gewaschen und danach liegend trocknen lassen. Ein schönes Lederlabel gibt dem Strickstück das gewisse Etwas. Ich habe mir nur 30 Stück bestellt und bin erstaunt, dass immer noch so viele übrig sind. Auch die Maschinenwäsche überstehen die Lederetiketten problemlos, das hat mich sehr gefreut, schießlich muss ich mein Handtuch ja zukünftig doch öfter mal waschen, wenn es hier ständig in Benutzung ist!

    Sieht doch richtig hübsch aus, oder? Was sagt Ihr zur Anleitung Sternchenmuster?

     

  • DIY | Strickkissen im rustikalen Alpenchic

    In unserer neuen Alpenlounge darf natürlich auch Strick nicht fehlen. Und damit es auch perfekt in den neu gestalteten Raum passt, habe ich zum einen ein schönes, natürliches Garn ausgesucht, als auch ein recht derbes Muster. Daraus wird nun ein schön rustikales Strickkissen zum Kuscheln. Ein paar kleine Zöpfe werden abgelöst von einem sehr einfachen aber wirkungsvollen Muster. Dazu strickt man in der Hinreihe zwei Maschen rechts und die dritte Masche links, in der Rückreihe dann wieder die ersten beiden Maschen rechts, die letzte links. Das hört sich genauso einfach an, wie es ist. Übrigens ein Tipp meiner lieben Mutter, die mich immer wieder mit wertvollen Tipps und der einen oder anderen schönen Anregung unterstützt.

    Strickkissen im rustikalen Alpenlook

    Anleitung Strickkissen

    Ich habe 115 Maschen mit der 4er Nadel aufgenommen. Dann geht es los mit 6 rechten Maschen. Nun folgt schon das Muster: 5 x 2 rechts, 1 links, danach 6 Maschen (für die Zöpfe) rechts und eine Masche links. Das habe ich dann 4 Mal wiederholt. Bitte nicht die einzelne linke Masche nach dem Zopf vergessen, die sorgt dafür, dass es auch wirklich schön aussieht nachher. Zum Schluss bleiben noch 6 Maschen übrig, die wir wieder rechts stricken.

    Maschen aufnehmen für Strickkissen

    Das Garn (Katina von Junghans Wolle) ist übrigens mit einer Lauflänge von 270 m sehr ergiebig, ich habe nur 3 Knäuel gebraucht und es ist noch einiges übrig geblieben. Die luftige Kettkonstruktion ist beim Stricken recht angenehm und sehr elastisch, dadurch ist das fertige Strickbild am Ende sehr schön gleichmäßig. Damit ein perfektes Anfängergarn und für mein Strickkissen wirklich ideal geeignet.

    So wird das Muster gestrickt

    Wie schon erwähnt, ist das Muster denkbar einfach. Es werden immer 2 Maschen rechts, dann eine Masche links gestrickt. Die Maschen erscheinen zwar als 1 x rechts und 2 x links, die mittlere der 3 Maschen wird aber dennoch rechts gearbeitet (siehe Bild 2). In der Rückreihe dann genauso arbeiten, dass immer die mittlere der drei Maschen anders gestrickt wird, als sie auf der Nadel liegt.

    Nach der vierten Reihe geht es dann los mit den Zöpfen. Die ersten drei Maschen habe ich auf die Zopfnadel geschoben, die nächsten 3 Maschen wurden gestrickt und dann die Maschen von der Zopfnadel wieder aufgenommen und gestrickt. Dann folgt eine einzelne linke Masche bevor es mit dem Muster wieder weitergeht. Den Zopf habe ich dann in jeder 4. Reihe wiederholt. Insgesamt habe ich 120 Reihen gestrickt um dann eine Kissenhülle mit 50 x 50 cm Größe zu erreichen.

    Strickkissen mit Zopf stricken

    Nachdem das Vorderteil fertig gestrickt war, habe ich die Maschen stramm abgekettelt. Jetzt brauchte ich natürlich auch noch das Rückenteil, das ich genauso gestrickt habe. Dann habe ich die beiden Teile links auf links aufeinander gelegt und mit der Häkelnadel die Maschen einzeln zusammen gehäkelt. Bevor das letzte Stück geschlossen wird, das Kissen noch einschieben und die letzten Maschen zusammen häkeln.

    rustikales Strickmuster für eine Kissenhülle

    Zum Schluss habe ich meinem Strickkissen dann noch ein Label verpasst, dass eindeutig kennzeichnet, dass es aus meiner Hand stammt. Bei diesem Kissen war es gar nicht so einfach, die richtige Stelle zu finden… Ein schöner Moment, wenn so ein Stück, an dem man ein paar Tage oder gar Wochen gesessen hat, dann endlich fertig ist.

    noch mehr Anleitungen für Strickkissen

    Es ist ja nun auch nicht das erste Kissen, dass ich fertig gestellt habe, über die Jahre sind da doch einige zusammen gekommen! Das erste war ein schlichtes Kissen im Rechtsstrick. Danach wurde es etwas komplizierter und ich habe mich an einem Kissen mit Zopfmuster versucht und danach auch gleich noch eines mit Reißverschluß nachgeschoben. Meinen ersten Versuch mit besonders dickem Garn habe ich Euch damals hier gezeigt. Und dann gab es ja noch den einzelnen Zopf bei dem kleinen Kissen und auch bei einem sehr großen Kissen. Und ganz sicher wird es auch nicht das letzte Strickkissen gewesen sein!

    selbst gestricktes Kissen im Chalet-Style Kissen im rustikalen Alpenstyle

    Hier oben ist es jetzt richtig kuschlig geworden! Ich mache es mir hier oft mit einem Buch oder dem Strickzeug gemütlich. Lasse den Blick ab und an aus dem Fenster schweifen und erfreue mich an dem tollen Ausblick.

    Lasst es Euch gut gehen und einen schönen Abend!

  • DIY | Rippenmuster für eine Vase

    Das neuste Strickprojekt stellt sich vor! Einfach und wirkungsvoll habe ich mal wieder ein unschuldiges Glasväschen umstrickt und diesmal nicht an Maschen gespart. Mit dünnem Sockengarn und einem Nadelspiel mit einer Stärke von 2,75 mm ging es im Rippenmuster los. Eigentlich hatte ich ein verwegenes Muster geplant, das gefiel mir dann aber überhaupt nicht. Und so wurden wieder ein paar Maschen aufgeribbelt und es blieb bei der Rippe. Da das Strickkonstrukt dann länger wurde als eigentlich geplant, entstand ganz zufällig noch ein hübscher Rollkragen, der sich hervorragend in Szene setzen lässt.

    Anleitung für den Vasenüberzug

    Die Glasvase hat einen Umfang von 32 cm. Nach der Maschenprobe ergab sich mit dem Rippenmuster eine Maschenanzahl von 4 x 24 Maschen, die ich dann gleichmäßig auf ein Nadelspiel der Stärke 2,5 verteilt habe. Dann ging es immer 2 rechts, 2 links in Runden voran. Zum Schluß wurde stramm abgekettelt und noch ein Lederetikett aufgenäht.

    Eine schlichte Glasvase sähe natürlich auch sehr hübsch aus, aber da hier einfach alles umstrickt wird, das sich nicht wehren kann, kann ich doch die frischen Blüten nicht frieren lassen. Und was wäre jetzt im Januar schöner als ein wenig frisches Grün? Ich mag ja Blüten, denen ich beim wachsen zusehen kann, besonders gern. Und die Tulpen sind ein erster wunderbarer Frühlingsbote. Sie werden Ihre Hälse noch ein wenig recken und dann die Blüten langsam öffnen. Nachdem es dort draußen noch so kalt und ungemütlich ist, erfreue ich mich dann umso mehr daran. Und das schlichte Rippenmuster kommt so hervorragend zur Geltung.

    Im Januar finde ich immer viel Zeit für schöne Projekte, es ist endlich ein wenig Zeit und Ruhe da um so richtig in Wolle zu schwelgen. Und selbstverständlich gibt es noch viele weitere Strickideen, die ich noch umsetzen möchte. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

     

  • DIY | Anleitung Mütze stricken

    So langsam aber sicher traue ich mich wirklich nicht mehr ohne aus dem Haus: eine Mütze schützt die Ohren bei den frostigen und ungemütlichen Temperaturen dort draußen wirklich optimal. Nachdem ich Euch ja am Wochenende schon meinen selbst gestrickten Schal vorgestellt habe, der dann auch bald unter dem Weihnachtsbaum liegen wird, kommt hier noch die Anleitung für die passende Mütze! Die ist schnell selbst gestrickt, ob für Dich selbst oder als Last-Minute-Geschenk. Ich werde meine nicht mehr aus der Hand geben, so viel ist sicher! Meine Haare passen alle wunderbar unter die Maschen und ich finde sie optisch wirklich besonders hübsch gelungen. Also, dann legen wir mal los mit der Anleitung Mütze stricken.

    selbst gestrickte Mütze auf www.mxliving.de

    Benötigt werden lediglich 200 g von dem kuschlig weichen alpaca blend chunky von Rico Design, hier in Farbe 003 und je ein Nadelspiel in Größe 5 sowie in Größe 6. Ihr nehmt den Faden doppelt, so wird die Mütze schön dick und ist auch für sehr frostige Temperaturen geeignet. Dann werden 80 Maschen auf die 5er Nadeln aufgenommen und gleichmäßig auf das Nadelspiel verteilt, also jeweils 20 Maschen pro Nadel. Die ersten 11 Reihen stricken wir in Rippen, also immer 2 rechts, dann 2 links. Danach wechseln wir auf die 6er Nadeln und es geht für weitere 14 Reihen einfach glatt rechts voran.

    mx| living Anleitung Mütze stricken

    Maschen abnehmen geht auch schön!

    Nun machen wir uns langsam daran, dass die Mütze auch eine schöne Form bekommt. Dazu müssen wir Maschen abnehmen. Und das kann auch wirklich toll aussehen! Zunächst beginnen wir die neue Reihe mit einer rechten Masche, danach werden die nächsten beiden Maschen links zusammen gestrickt, indem Ihr von vorne in beide Maschen einstecht und die Masche links zusammen strickt. Die nächsten 16 Maschen ganz normal rechts abstricken.

    Wenn Ihr die letzten 3 Maschen auf der Nadel habt, stecht Ihr wieder von vorne in die beiden nächsten Maschen ein und strickt sie links ab. Die letzte Masche wird wie gewohnt rechts gestrickt. Dann habt Ihr wieder eine freie Nadel, mit der Ihr nun wiederum die erste Masche rechts strickt, die nächsten beiden werden wieder von vorne links zusammen gestrickt. Nun sollte Ihr zwischen den beiden linken Maschen noch 2 rechte Maschen sehen. Das wird an allen 4 Übergängen von Nadel zu Nadel so gemacht.

    Wenn nun eine komplette Runde gestrickt ist, haben wir auf jeder Nadel nur noch 18 Maschen. Nun stricken wir eine Reihe ganz normal ab ohne Abnahmen. Das ist wichtig, damit Eure Spitze nicht zu rund wird. Nun wiederholen wir das Ganze und vergessen auch nicht, zwischendurch immer wieder eine Reihe normal glatt rechts zu stricken. Zum Schluss haben wir nur noch jeweils 4 Maschen auf einer Nadel. Wir stricken nochmal alle Maschen rechts ab, dann nehmen wir die mittleren beiden Maschen und stricken diese zusammen links ab. Es sind dann nur noch insgesamt 12 Maschen übrig.

    Anleitung Mütze stricken

    Wir schneiden nun den Faden ab, lassen aber noch zirka 30 cm übrig und ziehen ihn mit einer dicken Nähnadel durch alle 12 Maschen und wenden die Arbeit. Den Faden holen wir uns auf die Innenseite und vernähen diesen schön fest, damit nichts verrutschen kann. Jetzt noch alle anderen abstehenden Fäden vernähen.

    Nie mehr kalte Ohren!

    Als krönenden Abschluss habe ich dann aber doch auch noch einen hübschen Fellbommel oben drauf gesetzt, damit die Mütze noch das gewisse Etwas bekommt. Fest steht, dass die Mütze nicht nur gut aussieht, sondern auch noch Ihren Zweck erfüllt und meine Ohren zuverlässig vor Kälte schützt. Ich hoffe meine Anleitung Mütze stricken war hilfreich?

    mx | living gestrickte Mütze mit Anleitung

    Ich bin jetzt jedenfalls super gewappnet gegen die Kälte da draußen! Und Ihr so?

  • DIY | selbst gestrickter Schal als Weihnachtsgeschenk

    So langsam aber sicher sollte man dann doch beginnen, sich Gedanken über die passenden Präsente für die Lieben zu machen. Das ist manchmal gar nicht so einfach, schließlich soll es ja persönlich sein, dann auch noch gerne praktisch und von Herzen soll es kommen. Uff. Etwas selbst gemachtes ist da immer eine gute Idee. Und einen Schal kann bei diesen Temperauren wirklich jeder gebrauchen. Für Herren ist eine eher dunkle Farbe nicht verkehrt, für Damen darf man ein wenig tiefer in die Farbkiste greifen. Bei mir ist es mal wieder ein schöner Steinton geworden, das passt zu allem. Der Schal ist in ein paar Stunden gemacht und ein wirklich schönes Geschenk für Menschen, die sonst schon alles haben. Das Muster ist wirklich einfach und daher auch für Strickanfänger wunderbar geeignet. Alles was Ihr braucht sind Stricknadeln in Nadelstärke 4 und 5 Knäuel (250g) alpaca blend chunky Wolle von Rico.

    Ich habe 42 Maschen aufgenommen und dann zunächst 10 Reihen in Rippen gestrickt. Dazu werden in der Hinreihe jeweils 2 Maschen rechts und dann wieder links immer im Wechsel gestrickt. In der Rückreihe dann die erste Masche einfach abheben als Randmasche und die vorher rechten Maschen links stricken und umgekehrt. Nach diesen 10 Reihen geht es ganz einfach weiter. Jeweils die erste Masche der Reihen wird immer nur abgehoben. Wir stricken nun kraus rechts, das heißt, alle Maschen der Hin- und Rückreihen werden immer nur rechts abgestrickt. Dazu stecht Ihr von vorne in die Maschen ein, der Faden liegt hinter der Arbeit und wird dann nach vorne durchgezogen. Das Muster verzeiht auch kleine Unregelmäßigkeiten, so dass ihr nachher ein tolles Maschenbild erreicht. Damit ist es auch für Strickneulinge hervorragend geeignet.

    Nun stricken wir so lange, bis wir eine Höhe von 175 cm erreicht haben, dann folgen wieder 10 Maschen im Rippenmuster. Nun müssen wir nur noch die Maschen schön straff abketten und schon ist unser Weihnachtsgeschenk fertig. Das hört sich jetzt einfacher an, als zunächst angenommen. Leider hatte ich bisher immer das Problem, das ich beim abketten die Maschen viel zu locker gestrickt habe und so dann eine Seite des Schals immer irgendwie verhunzt war. Mit einer dünnen Häkelnadel und ganz viel Fadenspannung ging es dann aber ganz gut.

    Für das Foto (realitech studios) musste ich den Schal dann doch mal Probetragen. Schließlich wollte ich Euch die Anleitung noch vor Weihnachten zukommen lassen und da würde ich der Beschenkten ja glatt die Überraschung versauen! Das Garn ist übrigens sehr kuschelig und kratzt kein bisschen.

    Hoffe, ihr habt die meisten Geschenke schon zusammen? Ansonsten konnte ich Euch vielleicht inspirieren und Ihr flitzt morgen noch schnell in den nächsten Wollladen? Was habt Ihr denn noch so an Tipps für schnelle Weihnachtsgeschenke auf Lager?

     

  • DIY | Wolle & Filz – Anleitung Windlicht stricken

    Meine liebsten Projekte gehen sehr schnell und sehen nach richtig was aus. Und ein eben solches stelle ich Euch heute vor! Im Herbst mag ich kuschlige Wärme und eine gemütliche Atmosphäre, dazu gehört natürlich untrennbar Kerzenlicht. Einfach nur eine Kerze auf den Tisch zu stellen ist aber dann doch zu langweilig. Und so wurde aus zwei schlichten Glaszylindern mit ein wenig Wolle und Filz ein hübsches Dekoelement. Wie man ein solches Windlicht stricken kann, zeige ich Euch heute.

    Den Umfang der Glaszylinder habe ich gemessen und nach einer Maschenprobe dann für den dickeren Zylinder (Umfang 52 cm) 48 Maschen aufgenommen, für den dünneren (43 cm) wurden 40 Maschen angesetzt. Diese wurden dann auf eine Nadelspiel verteilt und einfach rechte Maschen gestrickt. Nach 8 Reihen mit der 5er Nadel und der alpaca blend chunky in Farbe 003 von Rico habe ich die Nadelstärke auf 10 gewechselt. In die so entstandenen sehr großen Maschen wird dann später ein Filzband mit 1 cm Breite (von HEY-SIGN) gefädelt. Die Farben von Wolle und Filz sind perfekt aufeinander abgestimmt und so entsteht eine ganz besondere Optik. Danach noch weitere 6 Reihen mit der 5er Nadel stricken und die Arbeit abketteln.

    Nun geht es an das Einfädeln. Das Filzband auf die passende Länge kürzen und dann durch jede zweite Masche führen, die Enden mit ein paar Stichen und farblich passendem Nähgarn vernähen. Nun werden die Strickteile über die Zylinder gezogen und es kommt noch jeweils eine Kerze hinein. Jetzt erstrahlen die Glaszylinder in einem ganz neuen Licht. Eine schöne, simple und effektvolle Art, ein ganz besonderes Windlicht zu stricken.

    Und wo es da draußen gerade so richtig ungemütlich ist, kuscheln wir uns jetzt ein und machen es uns gemütlich. Wünsche Euch einen wundervollen Sonntag!

  • DIY | Weihnachtssocke mit Norwegermuster

    Ich habe noch nie Socken gestrickt. Und auch noch nie ein Muster. Aber manchmal muss man sich den Herausforderungen stellen, und wird dann sogar positiv überrascht vom Ergebnis. Der Herbst ist eingeläutet und so langsam sieht man schon die ersten Weihnachtsartikel im Handel. Wenn man im Dezember gut ausgerüstet sein will, kann man durchaus schon loslegen, vor allem mit den etwas größeren Projekten. Meine Weihnachtssocke ging dann am Ende doch schneller als gedacht und wird bald unseren Kamin zieren. Damit das Projekt erste Socke nicht allzu kompliziert wird, habe ich eine „große Größe“ gewählt, die auch nicht gleich perfekt passen muss. Aber natürlich ist es auch hier nicht mit einer einzigen Socke getan, schließlich wollen wir ja alle unsere eigene haben, oder?

    Ich habe 80 Maschen aufgenommen und gleichmäßig auf ein Nadelspiel verteilt. Dann ging es für das Bündchen zunächst 20 Reihen 2RE/2LI nach oben. Nach weiteren 10 Reihen habe ich mit dem Muster begonnen. Zunächst in einem mittelgrau, später dann in hellgrau auf dunkelgrauem Grund. Das Muster habe ich euch in Excel aufbereitet. Man nimmt das Garn in der anderen Farbe einfach für die Masche auf und lässt das Garn dann auf der Innenseite mitlaufen, wenn man wieder die Basisfarbe strickt.

    Ich war tatsächlich erstaunt, wie gut das ging. Auf der Rückseite sieht man natürlich immer den Faden, der gerade nicht verstrickt wird. Für die Weihnachtssocke macht es aber nichts aus, schließlich schaut man ja nicht ständig herein. Kleine Elche und Bäume, aber auch große Sterne haben es auf meine Socke geschafft. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, man muss nur ein wenig auf den Rapport achten.

    Und die Fadenspannung entsprechend anpassen, wenn man größere Strecken überbrücken muss. Sonst zieht sich das Gestrick nachher unschön zusammen. Nachdem dann das Muster in 48 Reihen fertig gestrickt war, folgen weitere 6 Reihen glatt rechts in dem dunkelgrauen Basisgarn. Und nun geht es an die Ferse. Zunächst einmal sollten wir den Beginn der Arbeit, also da wo der Faden unten noch absteht, noch eine Nadel vor uns haben, so dass dieser Faden in der Mitte der Ferse landet. Nun werden in unserem Fall 40 Maschen gestrickt, also die Maschen von 2 Nadeln. Wenn Ihr diese alle auf eine Nadel bekommt, lasst ihr die 4. Nadel also dann weg. Ich habe mir zur Vereinfachung einfach eine längere Stricknadel genommen, meine Socke ist dann doch etwas größer. Nun geht es nicht mehr in Runden, sondern diese 40 Maschen werden nun bei gewendeter Arbeit links zurück gestrickt. Wichtig ist, die Maschen am Rand schön fest zu ziehen, damit es keine Löcher gibt. In der dritten Reihe wird dann zunächst die Randmasche abgehoben, dann 2 Maschen links gestrickt. Wenn noch 3 Maschen auf der Nadel sind, die nächsten beiden ebenfalls links anstricken, die letzte wieder rechts. Dadurch entsteht ein hübsche Kante, die auch gleich noch das Zählen der Reihen erleichtert. Die Rückreihe dann wieder komplett links stricken. Das wird nun 7 Mal wiederholt. Bei unserer Weihnachtssocke geht es ja nicht um Bequemlichkeit, sondern die Optik, so dass ich die Ferse etwas kürzer konzipiert habe.

    Nun wird es spannend. Es sind also 40 Maschen auf der Nadel, die wir nun in 3 Teile aufteilen. Der Mittelteil, also die Ferse, ist mit 18 Maschen etwas breiter als die beiden äußeren Teile mit jeweils 11 Maschen. Ich habe die beiden äußeren Maschen des Mittelteils mit einem Faden markiert, damit es leichter wird. Wir stricken nun die erste Reihe bis zur zweiten Markierung um dann die letzte Masche des Mittelteils mit der ersten Masche des Außenteils zusammen zu stricken. Es bleiben damit noch 10 Maschen auf der rechten Nadel. Die Arbeit wird nun gewendet (ohne die 10 Maschen zu stricken!) und die erste Masche auf die rechte Nadel abgehoben. Gut festziehen, damit keine Lücken entstehen. Nun stricken wir linke Maschen in der Rückreihe bis zur Markierung. Hier werden wieder die letzte Masche des Mittelteils mit der ersten Masche des Außenteils zusammen gestrickt und die Arbeit gewendet. Und zwar so lange, bis keine Maschen der beiden Außenteile mehr übrig sind.

    Die Ferse ist nun fast fertig. Ich habe die verbliebenen 18 Maschen wieder auf 2 Nadeln aufgeteilt und zunächst 9 Maschen auf die erste und 9 weitere Maschen auf die zweite Nadel gestrickt. Um den Kreis zu schließen, müssen nun wieder Maschen an der Kante aufgenommen werden. Insgesamt habe ich 11 Maschen aufgenommen. Stecht im Zweifel lieber eine Masche tiefer ein, damit es nicht zu locker wird. Jetzt sind wieder alle Nadeln im Spiel. Wenn der Vorderteil der Socke gestrickt ist, kommt Ihr wieder zur Maschenaufnahme und nehmt weitere 11 Maschen auf. Zusammen mit den 9 verbliebenen Maschen auf der Fersennadel ergeben sich dann insgesamt wieder 80 Maschen in dieser Runde. Sieht schon sehr nach einer Socke aus, oder?

    Nun wird der Schaft einfach in Runden weitergestrickt mit den 80 Maschen. Bei unserer Weihnachtssocke sollte dieser nicht so lang werden, schließlich muss nicht wirklich ein Fuß hineinpassen. Schlußendlich geht es nun an die Spitze. Das sieht zwar kompliziert aus, ist aber ganz einfach. Ihr legt die Nadeln so zusammen, dass die Spitze gegenüber der Ferse entsteht und strickt nun bis noch 3 Maschen auf der Nadel übrig sind. Nun werden die nächsten beiden Maschen links zusammen gestrickt. Die letzte Masche wird rechts gestrickt. Nun wenden wir uns der nächsten Nadel zu und stricken eine Masche rechts, danach werden wieder 2 Maschen links zusammen gestrickt.

    Am Ende sind dann nur noch 2 x 9 Maschen auf den Nadeln, die einfach nach innen zusammen abgekettelt werden. Ich habe die Maschen auf eine Sicherheitsnadel geschoben, die Socke gewendet und alle Maschen wieder auf zwei Nadeln verteilt. Danach dann mit der Häkelnadel (das fällt mir leichter) jeweils eine Masche von jeder Nadel zusammen abgekettelt. Den Faden noch vernähen und dann ist die Socke soweit fertig. Um die Intarsien schön sichtbar zu machen habe ich noch vorsichtig die Socke gebügelt.

    Und so sieht das gute Stück dann aus, wenn es fertig ist. Die nötige Standfestigkeit erhält mein Exemplar durch eine Styroporplatte in 1 cm Stärke, die ich nach den Konturen der Socke zugeschnitten habe. Jetzt muss ich nur noch warten, ob die Socke denn auch bald gefüllt wird…

     

  • Tipps zum gleichmäßigeren Stricken

    Manchmal ist es wie verhext! Da versuche ich ein schönes Teil zu stricken und dann wird es einfach nicht so schön gleichmäßig wie ich es gerne hätte. Oft werde ich von Euch in den Kommentaren gelobt, dass mein Strickbild so schön aussieht, aber glaubt mir, das ist nicht immer so! Es ist auch schon so manches Teil wieder aufgeriffelt worden, weil ich einfach nicht zufrieden war. Mit der Zeit wurde es aber tatsächlich besser und ein paar Tipps haben mir auch sehr geholfen!

    Scheut Euch nicht, um Hilfe zu fragen, sicher habt Ihr eine Verwandte oder Freundin, die leidenschaftlich gern strickt und Euch sicher ein paar Tipps gibt. Auch auf YouTube oder diversen Blogs findet Ihr viele hilfreiche Anleitungen. Ich habe mir wertvolle Informationen aus allen möglichen Quellen geholt und dann einfach losgelegt. Die besten Tipps habe ich Euch jetzt mal zusammen gestellt:

    • als Anfänger macht es Sinn, möglichst dickes, flauschiges Garn zu verwenden, das macht das Strickbild automatisch viel sauberer. Ich habe sehr gerne die Rico super chunky mit Nadelstärke 10 verstrickt, am Anfang eignet sich auch Cotton Tube light (Nadelstärke 5) von Stoff & Stil ganz hervorragend für diverse Projekte. Die Mille II von Lana Grossa (Nadelstärke 7) habe ich auch schon oft verstrickt und war immer sehr zufrieden.
    • Im Zweifel nehmt eine Nadelstärke kleiner als auf der Wolle angegeben, je fester man strickt, desto ordentlicher sieht es aus.
    • wenn Ihr beim glatt rechts stricken die rechten Maschen in der Hinreihe immer lockerer/fester strickt als die Linken in der Rückreihe, nehmt doch einfach für die Rückreihe eine Nadelstärke größer/kleiner.
    • bei dunklem Garn ist das Strickbild meist viel schlechter zu erkennen als bei hellen Garnen. Am Anfang also lieber auf einen dunkleren Farbton setzen. Schaut Euch gerne mal diese Kissenhülle an!
    • sucht Euch am Anfang eher einfache Projekte wie einen Schal oder eine Kissenhülle aus. Der Pullover muss eben noch ein bisschen warten (habe ich mich bis heute nicht herangetraut!)
    • Ein neues Knäuel muss angebrochen werden? Beginnt am Anfang einer neuen Reihe mit dem neuen Faden, den Rest schneidet ihr ab. So verschwindet der Faden dann später in einer Naht.
    • nachdem Euer Strickstück fertig ist, steckt es erstmal in die Waschmaschine (wenn die Wolle waschbar ist!), danach haben sich die Maschen dann ganz von selber in Form gezogen und es sieht viel gleichmäßiger aus.
    • bloß nicht aufgeben! Es wird von Mal zu besser, versprochen!

    Und es sei auch noch gesagt: zu perfekt und gleichmäßig darf es doch gar nicht aussehen! Sonst könnte man ja annehmen, Eure Arbeit sei maschinell gefertigt… Stricken ist ein wundervolles Hobby, weil man mit den eigenen Händen etwas erschaffen kann. Man zusehen kann wie etwas langsam wächst, ein Muster entsteht, die eigene Kreativität greifbar wird. In jedem einzelnen Teil steckt so viel Liebe und Sorgfalt, Zeit und manchmal auch ein bisschen Frust. Wenn man ein wenig routinierter wird, packt einen plötzlich die Neugier und man möchte unbedingt etwas Neues ausprobieren. Und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt!

    Das auf den Bildern sollte eigentlich eine Mütze werden, leider muss ich noch einen Riesen suchen, der einen Kopfumfang von 80 cm hat… Eine Maschenprobe macht tatsächlich bei solchen Projekten Sinn, bevor man loslegt! Viel Freude beim Ausprobieren!

    Und wenn Ihr noch mehr Tipps habt, immer her damit in den Kommentaren!

  • DIY | Riesenkissen mit Zopfmuster – eine Anleitung

    Warum nicht einfach mal größer denken? Heute habe ich für Euch ein neues Zopfmuster mitgebracht, dass sehr dekorativ ist und besonders auf großen Flächen wunderschön aussieht. Es wird eine Kissenhülle im Format 60 x 60 cm. Das Garn dazu ist super chunky von Rico Design in Farbe 25, richtig kuschlig weich und mit einer 10er Nadel schnell verstrickt. Insgesamt habe ich 400 g verstrickt für das große Kissen. Das Zopfmuster wurde mittig platziert, so dass es richtig schön ins Auge fällt.

    Insgesamt habe ich also 55 Maschen aufgenommen und dann gleich in der ersten Reihe mit dem Muster losgelegt. Nach 15 rechten Maschen folgen 6 linke, dann wieder 6 rechte für den Zopf, die 28. Masche ist eine einzelne linke, dann folgen 6 rechte, 6 linke und wieder 15 rechte Maschen. Die nächsten 4 Reihen werden dann entsprechend diesem Muster abgestrickt. Nun beginnen wir mit dem ersten Zopf. Und das ist noch einfacher, als es aussieht. Wir stricken die 15 rechten Maschen und 6 linken Maschen in der Hinreihe, dann heben wir die ersten 3 rechten Maschen mit der Zopfnadel ab und legen sie hinter die Arbeit. Die nächsten 3 rechten Maschen stricken und dann die 3 Maschen auf der Zopfnadel wieder auf die Nadel holen und stricken. Nun kommt die mittige linke Masche. Für den zweiten Teil des Zopfes wieder die ersten Maschen von der Nadel auf die Zopfnadel holen und vor die Arbeit legen.

    Nun wieder 3 Maschen stricken, die 3 von der Zopfnadel zurückholen und abstricken. Weiter geht es dann so wie die Maschen erscheinen. Alle 8 Reihen wiederholen wir diese Procedere nun. So entsteht nach und nach das hübsche Muster und das Kissen wächst sichtlich schnell in die Höhe.

    Hier habe ich Euch das Muster nochmal in meiner Excel-Tabelle aufbereitet, damit Ihr nicht so viel lesen müsst. Ich hoffe, das ist hilfreich. Nachdem das Kissenteil eine Höhe von 57 cm erreicht hatte und auch das Zopfmuster ca. in der Mitte unterbrochen wird, habe ich dann das Vorderteil abgekettelt und mich an das Rückenteil gemacht. Das wird einfach nur rechts gestrickt, zugegebenermaßen ein wenig langweilig, aber durch die großen Maschen war das wirklich schnell erledigt. So ein dickes Garn hat ja durchaus auch Vorteile!

    Die beiden Teile werden dann aufeinander gelegt und mit der Häkelnadel verbunden. Dazu durch die Maschen der beiden Strickteile stechen und den Faden durchziehen. Eine Seite offen lassen, denn da muss nun noch das Innenkissen hinein. Die letzten Maschen dann schließen – ich verzichte meist auf das aufwendige Einarbeiten eines Reißverschlusses und trenne lieber zum Waschen ein paar Maschen wieder auf. Und schon ist mein Riesenkissen fertig. Nun wird die Kaminecke richtig kuschlig. Wir haben uns auch endlich Polster für die Kaminbank gegönnt und der Platz ist nur richtig gemütlich geworden. Ich kuschle mich jetzt in mein Kissen, schnappe mir ein gutes Buch und lasse es mir gut gehen!

    Und Ihr so?