• DIY | Anleitung Mütze stricken

    So langsam aber sicher traue ich mich wirklich nicht mehr ohne aus dem Haus: eine Mütze schützt die Ohren bei den frostigen und ungemütlichen Temperaturen dort draußen wirklich optimal. Nachdem ich Euch ja am Wochenende schon meinen selbst gestrickten Schal vorgestellt habe, der dann auch bald unter dem Weihnachtsbaum liegen wird, kommt hier noch die Anleitung für die passende Mütze! Die ist schnell selbst gestrickt, ob für Dich selbst oder als Last-Minute-Geschenk. Ich werde meine nicht mehr aus der Hand geben, so viel ist sicher! Meine Haare passen alle wunderbar unter die Maschen und ich finde sie optisch wirklich besonders hübsch gelungen. Also, dann legen wir mal los mit der Anleitung Mütze stricken.

    selbst gestrickte Mütze auf www.mxliving.de

    Benötigt werden lediglich 200 g von dem kuschlig weichen alpaca blend chunky von Rico Design, hier in Farbe 003 und je ein Nadelspiel in Größe 5 sowie in Größe 6. Ihr nehmt den Faden doppelt, so wird die Mütze schön dick und ist auch für sehr frostige Temperaturen geeignet. Dann werden 80 Maschen auf die 5er Nadeln aufgenommen und gleichmäßig auf das Nadelspiel verteilt, also jeweils 20 Maschen pro Nadel. Die ersten 11 Reihen stricken wir in Rippen, also immer 2 rechts, dann 2 links. Danach wechseln wir auf die 6er Nadeln und es geht für weitere 14 Reihen einfach glatt rechts voran.

    mx| living Anleitung Mütze stricken

    Maschen abnehmen geht auch schön!

    Nun machen wir uns langsam daran, dass die Mütze auch eine schöne Form bekommt. Dazu müssen wir Maschen abnehmen. Und das kann auch wirklich toll aussehen! Zunächst beginnen wir die neue Reihe mit einer rechten Masche, danach werden die nächsten beiden Maschen links zusammen gestrickt, indem Ihr von vorne in beide Maschen einstecht und die Masche links zusammen strickt. Die nächsten 16 Maschen ganz normal rechts abstricken.

    Wenn Ihr die letzten 3 Maschen auf der Nadel habt, stecht Ihr wieder von vorne in die beiden nächsten Maschen ein und strickt sie links ab. Die letzte Masche wird wie gewohnt rechts gestrickt. Dann habt Ihr wieder eine freie Nadel, mit der Ihr nun wiederum die erste Masche rechts strickt, die nächsten beiden werden wieder von vorne links zusammen gestrickt. Nun sollte Ihr zwischen den beiden linken Maschen noch 2 rechte Maschen sehen. Das wird an allen 4 Übergängen von Nadel zu Nadel so gemacht.

    Wenn nun eine komplette Runde gestrickt ist, haben wir auf jeder Nadel nur noch 18 Maschen. Nun stricken wir eine Reihe ganz normal ab ohne Abnahmen. Das ist wichtig, damit Eure Spitze nicht zu rund wird. Nun wiederholen wir das Ganze und vergessen auch nicht, zwischendurch immer wieder eine Reihe normal glatt rechts zu stricken. Zum Schluss haben wir nur noch jeweils 4 Maschen auf einer Nadel. Wir stricken nochmal alle Maschen rechts ab, dann nehmen wir die mittleren beiden Maschen und stricken diese zusammen links ab. Es sind dann nur noch insgesamt 12 Maschen übrig.

    Anleitung Mütze stricken

    Wir schneiden nun den Faden ab, lassen aber noch zirka 30 cm übrig und ziehen ihn mit einer dicken Nähnadel durch alle 12 Maschen und wenden die Arbeit. Den Faden holen wir uns auf die Innenseite und vernähen diesen schön fest, damit nichts verrutschen kann. Jetzt noch alle anderen abstehenden Fäden vernähen.

    Nie mehr kalte Ohren!

    Als krönenden Abschluss habe ich dann aber doch auch noch einen hübschen Fellbommel oben drauf gesetzt, damit die Mütze noch das gewisse Etwas bekommt. Fest steht, dass die Mütze nicht nur gut aussieht, sondern auch noch Ihren Zweck erfüllt und meine Ohren zuverlässig vor Kälte schützt. Ich hoffe meine Anleitung Mütze stricken war hilfreich?

    mx | living gestrickte Mütze mit Anleitung

    Ich bin jetzt jedenfalls super gewappnet gegen die Kälte da draußen! Und Ihr so?

  • DIY | selbst gestrickter Schal als Weihnachtsgeschenk

    So langsam aber sicher sollte man dann doch beginnen, sich Gedanken über die passenden Präsente für die Lieben zu machen. Das ist manchmal gar nicht so einfach, schließlich soll es ja persönlich sein, dann auch noch gerne praktisch und von Herzen soll es kommen. Uff. Etwas selbst gemachtes ist da immer eine gute Idee. Und einen Schal kann bei diesen Temperauren wirklich jeder gebrauchen. Für Herren ist eine eher dunkle Farbe nicht verkehrt, für Damen darf man ein wenig tiefer in die Farbkiste greifen. Bei mir ist es mal wieder ein schöner Steinton geworden, das passt zu allem. Der Schal ist in ein paar Stunden gemacht und ein wirklich schönes Geschenk für Menschen, die sonst schon alles haben. Das Muster ist wirklich einfach und daher auch für Strickanfänger wunderbar geeignet. Alles was Ihr braucht sind Stricknadeln in Nadelstärke 4 und 5 Knäuel (250g) alpaca blend chunky Wolle von Rico.

    Ich habe 42 Maschen aufgenommen und dann zunächst 10 Reihen in Rippen gestrickt. Dazu werden in der Hinreihe jeweils 2 Maschen rechts und dann wieder links immer im Wechsel gestrickt. In der Rückreihe dann die erste Masche einfach abheben als Randmasche und die vorher rechten Maschen links stricken und umgekehrt. Nach diesen 10 Reihen geht es ganz einfach weiter. Jeweils die erste Masche der Reihen wird immer nur abgehoben. Wir stricken nun kraus rechts, das heißt, alle Maschen der Hin- und Rückreihen werden immer nur rechts abgestrickt. Dazu stecht Ihr von vorne in die Maschen ein, der Faden liegt hinter der Arbeit und wird dann nach vorne durchgezogen. Das Muster verzeiht auch kleine Unregelmäßigkeiten, so dass ihr nachher ein tolles Maschenbild erreicht. Damit ist es auch für Strickneulinge hervorragend geeignet.

    Nun stricken wir so lange, bis wir eine Höhe von 175 cm erreicht haben, dann folgen wieder 10 Maschen im Rippenmuster. Nun müssen wir nur noch die Maschen schön straff abketten und schon ist unser Weihnachtsgeschenk fertig. Das hört sich jetzt einfacher an, als zunächst angenommen. Leider hatte ich bisher immer das Problem, das ich beim abketten die Maschen viel zu locker gestrickt habe und so dann eine Seite des Schals immer irgendwie verhunzt war. Mit einer dünnen Häkelnadel und ganz viel Fadenspannung ging es dann aber ganz gut.

    Für das Foto (realitech studios) musste ich den Schal dann doch mal Probetragen. Schließlich wollte ich Euch die Anleitung noch vor Weihnachten zukommen lassen und da würde ich der Beschenkten ja glatt die Überraschung versauen! Das Garn ist übrigens sehr kuschelig und kratzt kein bisschen.

    Hoffe, ihr habt die meisten Geschenke schon zusammen? Ansonsten konnte ich Euch vielleicht inspirieren und Ihr flitzt morgen noch schnell in den nächsten Wollladen? Was habt Ihr denn noch so an Tipps für schnelle Weihnachtsgeschenke auf Lager?

     

  • DIY | Wolle & Filz – Anleitung Windlicht stricken

    Meine liebsten Projekte gehen sehr schnell und sehen nach richtig was aus. Und ein eben solches stelle ich Euch heute vor! Im Herbst mag ich kuschlige Wärme und eine gemütliche Atmosphäre, dazu gehört natürlich untrennbar Kerzenlicht. Einfach nur eine Kerze auf den Tisch zu stellen ist aber dann doch zu langweilig. Und so wurde aus zwei schlichten Glaszylindern mit ein wenig Wolle und Filz ein hübsches Dekoelement. Wie man ein solches Windlicht stricken kann, zeige ich Euch heute.

    Den Umfang der Glaszylinder habe ich gemessen und nach einer Maschenprobe dann für den dickeren Zylinder (Umfang 52 cm) 48 Maschen aufgenommen, für den dünneren (43 cm) wurden 40 Maschen angesetzt. Diese wurden dann auf eine Nadelspiel verteilt und einfach rechte Maschen gestrickt. Nach 8 Reihen mit der 5er Nadel und der alpaca blend chunky in Farbe 003 von Rico habe ich die Nadelstärke auf 10 gewechselt. In die so entstandenen sehr großen Maschen wird dann später ein Filzband mit 1 cm Breite (von HEY-SIGN) gefädelt. Die Farben von Wolle und Filz sind perfekt aufeinander abgestimmt und so entsteht eine ganz besondere Optik. Danach noch weitere 6 Reihen mit der 5er Nadel stricken und die Arbeit abketteln.

    Nun geht es an das Einfädeln. Das Filzband auf die passende Länge kürzen und dann durch jede zweite Masche führen, die Enden mit ein paar Stichen und farblich passendem Nähgarn vernähen. Nun werden die Strickteile über die Zylinder gezogen und es kommt noch jeweils eine Kerze hinein. Jetzt erstrahlen die Glaszylinder in einem ganz neuen Licht. Eine schöne, simple und effektvolle Art, ein ganz besonderes Windlicht zu stricken.

    Und wo es da draußen gerade so richtig ungemütlich ist, kuscheln wir uns jetzt ein und machen es uns gemütlich. Wünsche Euch einen wundervollen Sonntag!

  • DIY | Weihnachtssocke mit Norwegermuster

    Ich habe noch nie Socken gestrickt. Und auch noch nie ein Muster. Aber manchmal muss man sich den Herausforderungen stellen, und wird dann sogar positiv überrascht vom Ergebnis. Der Herbst ist eingeläutet und so langsam sieht man schon die ersten Weihnachtsartikel im Handel. Wenn man im Dezember gut ausgerüstet sein will, kann man durchaus schon loslegen, vor allem mit den etwas größeren Projekten. Meine Weihnachtssocke ging dann am Ende doch schneller als gedacht und wird bald unseren Kamin zieren. Damit das Projekt erste Socke nicht allzu kompliziert wird, habe ich eine “große Größe” gewählt, die auch nicht gleich perfekt passen muss. Aber natürlich ist es auch hier nicht mit einer einzigen Socke getan, schließlich wollen wir ja alle unsere eigene haben, oder?

    Ich habe 80 Maschen aufgenommen und gleichmäßig auf ein Nadelspiel verteilt. Dann ging es für das Bündchen zunächst 20 Reihen 2RE/2LI nach oben. Nach weiteren 10 Reihen habe ich mit dem Muster begonnen. Zunächst in einem mittelgrau, später dann in hellgrau auf dunkelgrauem Grund. Das Muster habe ich euch in Excel aufbereitet. Man nimmt das Garn in der anderen Farbe einfach für die Masche auf und lässt das Garn dann auf der Innenseite mitlaufen, wenn man wieder die Basisfarbe strickt.

    Ich war tatsächlich erstaunt, wie gut das ging. Auf der Rückseite sieht man natürlich immer den Faden, der gerade nicht verstrickt wird. Für die Weihnachtssocke macht es aber nichts aus, schließlich schaut man ja nicht ständig herein. Kleine Elche und Bäume, aber auch große Sterne haben es auf meine Socke geschafft. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, man muss nur ein wenig auf den Rapport achten.

    Und die Fadenspannung entsprechend anpassen, wenn man größere Strecken überbrücken muss. Sonst zieht sich das Gestrick nachher unschön zusammen. Nachdem dann das Muster in 48 Reihen fertig gestrickt war, folgen weitere 6 Reihen glatt rechts in dem dunkelgrauen Basisgarn. Und nun geht es an die Ferse. Zunächst einmal sollten wir den Beginn der Arbeit, also da wo der Faden unten noch absteht, noch eine Nadel vor uns haben, so dass dieser Faden in der Mitte der Ferse landet. Nun werden in unserem Fall 40 Maschen gestrickt, also die Maschen von 2 Nadeln. Wenn Ihr diese alle auf eine Nadel bekommt, lasst ihr die 4. Nadel also dann weg. Ich habe mir zur Vereinfachung einfach eine längere Stricknadel genommen, meine Socke ist dann doch etwas größer. Nun geht es nicht mehr in Runden, sondern diese 40 Maschen werden nun bei gewendeter Arbeit links zurück gestrickt. Wichtig ist, die Maschen am Rand schön fest zu ziehen, damit es keine Löcher gibt. In der dritten Reihe wird dann zunächst die Randmasche abgehoben, dann 2 Maschen links gestrickt. Wenn noch 3 Maschen auf der Nadel sind, die nächsten beiden ebenfalls links anstricken, die letzte wieder rechts. Dadurch entsteht ein hübsche Kante, die auch gleich noch das Zählen der Reihen erleichtert. Die Rückreihe dann wieder komplett links stricken. Das wird nun 7 Mal wiederholt. Bei unserer Weihnachtssocke geht es ja nicht um Bequemlichkeit, sondern die Optik, so dass ich die Ferse etwas kürzer konzipiert habe.

    Nun wird es spannend. Es sind also 40 Maschen auf der Nadel, die wir nun in 3 Teile aufteilen. Der Mittelteil, also die Ferse, ist mit 18 Maschen etwas breiter als die beiden äußeren Teile mit jeweils 11 Maschen. Ich habe die beiden äußeren Maschen des Mittelteils mit einem Faden markiert, damit es leichter wird. Wir stricken nun die erste Reihe bis zur zweiten Markierung um dann die letzte Masche des Mittelteils mit der ersten Masche des Außenteils zusammen zu stricken. Es bleiben damit noch 10 Maschen auf der rechten Nadel. Die Arbeit wird nun gewendet (ohne die 10 Maschen zu stricken!) und die erste Masche auf die rechte Nadel abgehoben. Gut festziehen, damit keine Lücken entstehen. Nun stricken wir linke Maschen in der Rückreihe bis zur Markierung. Hier werden wieder die letzte Masche des Mittelteils mit der ersten Masche des Außenteils zusammen gestrickt und die Arbeit gewendet. Und zwar so lange, bis keine Maschen der beiden Außenteile mehr übrig sind.

    Die Ferse ist nun fast fertig. Ich habe die verbliebenen 18 Maschen wieder auf 2 Nadeln aufgeteilt und zunächst 9 Maschen auf die erste und 9 weitere Maschen auf die zweite Nadel gestrickt. Um den Kreis zu schließen, müssen nun wieder Maschen an der Kante aufgenommen werden. Insgesamt habe ich 11 Maschen aufgenommen. Stecht im Zweifel lieber eine Masche tiefer ein, damit es nicht zu locker wird. Jetzt sind wieder alle Nadeln im Spiel. Wenn der Vorderteil der Socke gestrickt ist, kommt Ihr wieder zur Maschenaufnahme und nehmt weitere 11 Maschen auf. Zusammen mit den 9 verbliebenen Maschen auf der Fersennadel ergeben sich dann insgesamt wieder 80 Maschen in dieser Runde. Sieht schon sehr nach einer Socke aus, oder?

    Nun wird der Schaft einfach in Runden weitergestrickt mit den 80 Maschen. Bei unserer Weihnachtssocke sollte dieser nicht so lang werden, schließlich muss nicht wirklich ein Fuß hineinpassen. Schlußendlich geht es nun an die Spitze. Das sieht zwar kompliziert aus, ist aber ganz einfach. Ihr legt die Nadeln so zusammen, dass die Spitze gegenüber der Ferse entsteht und strickt nun bis noch 3 Maschen auf der Nadel übrig sind. Nun werden die nächsten beiden Maschen links zusammen gestrickt. Die letzte Masche wird rechts gestrickt. Nun wenden wir uns der nächsten Nadel zu und stricken eine Masche rechts, danach werden wieder 2 Maschen links zusammen gestrickt.

    Am Ende sind dann nur noch 2 x 9 Maschen auf den Nadeln, die einfach nach innen zusammen abgekettelt werden. Ich habe die Maschen auf eine Sicherheitsnadel geschoben, die Socke gewendet und alle Maschen wieder auf zwei Nadeln verteilt. Danach dann mit der Häkelnadel (das fällt mir leichter) jeweils eine Masche von jeder Nadel zusammen abgekettelt. Den Faden noch vernähen und dann ist die Socke soweit fertig. Um die Intarsien schön sichtbar zu machen habe ich noch vorsichtig die Socke gebügelt.

    Und so sieht das gute Stück dann aus, wenn es fertig ist. Die nötige Standfestigkeit erhält mein Exemplar durch eine Styroporplatte in 1 cm Stärke, die ich nach den Konturen der Socke zugeschnitten habe. Jetzt muss ich nur noch warten, ob die Socke denn auch bald gefüllt wird…

     

  • Tipps zum gleichmäßigeren Stricken

    Manchmal ist es wie verhext! Da versuche ich ein schönes Teil zu stricken und dann wird es einfach nicht so schön gleichmäßig wie ich es gerne hätte. Oft werde ich von Euch in den Kommentaren gelobt, dass mein Strickbild so schön aussieht, aber glaubt mir, das ist nicht immer so! Es ist auch schon so manches Teil wieder aufgeriffelt worden, weil ich einfach nicht zufrieden war. Mit der Zeit wurde es aber tatsächlich besser und ein paar Tipps haben mir auch sehr geholfen!

    Scheut Euch nicht, um Hilfe zu fragen, sicher habt Ihr eine Verwandte oder Freundin, die leidenschaftlich gern strickt und Euch sicher ein paar Tipps gibt. Auch auf YouTube oder diversen Blogs findet Ihr viele hilfreiche Anleitungen. Ich habe mir wertvolle Informationen aus allen möglichen Quellen geholt und dann einfach losgelegt. Die besten Tipps habe ich Euch jetzt mal zusammen gestellt:

    • als Anfänger macht es Sinn, möglichst dickes, flauschiges Garn zu verwenden, das macht das Strickbild automatisch viel sauberer. Ich habe sehr gerne die Rico super chunky mit Nadelstärke 10 verstrickt, am Anfang eignet sich auch Cotton Tube light (Nadelstärke 5) von Stoff & Stil ganz hervorragend für diverse Projekte. Die Mille II von Lana Grossa (Nadelstärke 7) habe ich auch schon oft verstrickt und war immer sehr zufrieden.
    • Im Zweifel nehmt eine Nadelstärke kleiner als auf der Wolle angegeben, je fester man strickt, desto ordentlicher sieht es aus.
    • wenn Ihr beim glatt rechts stricken die rechten Maschen in der Hinreihe immer lockerer/fester strickt als die Linken in der Rückreihe, nehmt doch einfach für die Rückreihe eine Nadelstärke größer/kleiner.
    • bei dunklem Garn ist das Strickbild meist viel schlechter zu erkennen als bei hellen Garnen. Am Anfang also lieber auf einen dunkleren Farbton setzen. Schaut Euch gerne mal diese Kissenhülle an!
    • sucht Euch am Anfang eher einfache Projekte wie einen Schal oder eine Kissenhülle aus. Der Pullover muss eben noch ein bisschen warten (habe ich mich bis heute nicht herangetraut!)
    • Ein neues Knäuel muss angebrochen werden? Beginnt am Anfang einer neuen Reihe mit dem neuen Faden, den Rest schneidet ihr ab. So verschwindet der Faden dann später in einer Naht.
    • nachdem Euer Strickstück fertig ist, steckt es erstmal in die Waschmaschine (wenn die Wolle waschbar ist!), danach haben sich die Maschen dann ganz von selber in Form gezogen und es sieht viel gleichmäßiger aus.
    • bloß nicht aufgeben! Es wird von Mal zu besser, versprochen!

    Und es sei auch noch gesagt: zu perfekt und gleichmäßig darf es doch gar nicht aussehen! Sonst könnte man ja annehmen, Eure Arbeit sei maschinell gefertigt… Stricken ist ein wundervolles Hobby, weil man mit den eigenen Händen etwas erschaffen kann. Man zusehen kann wie etwas langsam wächst, ein Muster entsteht, die eigene Kreativität greifbar wird. In jedem einzelnen Teil steckt so viel Liebe und Sorgfalt, Zeit und manchmal auch ein bisschen Frust. Wenn man ein wenig routinierter wird, packt einen plötzlich die Neugier und man möchte unbedingt etwas Neues ausprobieren. Und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt!

    Das auf den Bildern sollte eigentlich eine Mütze werden, leider muss ich noch einen Riesen suchen, der einen Kopfumfang von 80 cm hat… Eine Maschenprobe macht tatsächlich bei solchen Projekten Sinn, bevor man loslegt! Viel Freude beim Ausprobieren!

    Und wenn Ihr noch mehr Tipps habt, immer her damit in den Kommentaren!

  • DIY | Riesenkissen mit Zopfmuster – eine Anleitung

    Warum nicht einfach mal größer denken? Heute habe ich für Euch ein neues Zopfmuster mitgebracht, dass sehr dekorativ ist und besonders auf großen Flächen wunderschön aussieht. Es wird eine Kissenhülle im Format 60 x 60 cm. Das Garn dazu ist super chunky von Rico Design in Farbe 25, richtig kuschlig weich und mit einer 10er Nadel schnell verstrickt. Insgesamt habe ich 400 g verstrickt für das große Kissen. Das Zopfmuster wurde mittig platziert, so dass es richtig schön ins Auge fällt.

    Insgesamt habe ich also 55 Maschen aufgenommen und dann gleich in der ersten Reihe mit dem Muster losgelegt. Nach 15 rechten Maschen folgen 6 linke, dann wieder 6 rechte für den Zopf, die 28. Masche ist eine einzelne linke, dann folgen 6 rechte, 6 linke und wieder 15 rechte Maschen. Die nächsten 4 Reihen werden dann entsprechend diesem Muster abgestrickt. Nun beginnen wir mit dem ersten Zopf. Und das ist noch einfacher, als es aussieht. Wir stricken die 15 rechten Maschen und 6 linken Maschen in der Hinreihe, dann heben wir die ersten 3 rechten Maschen mit der Zopfnadel ab und legen sie hinter die Arbeit. Die nächsten 3 rechten Maschen stricken und dann die 3 Maschen auf der Zopfnadel wieder auf die Nadel holen und stricken. Nun kommt die mittige linke Masche. Für den zweiten Teil des Zopfes wieder die ersten Maschen von der Nadel auf die Zopfnadel holen und vor die Arbeit legen.

    Nun wieder 3 Maschen stricken, die 3 von der Zopfnadel zurückholen und abstricken. Weiter geht es dann so wie die Maschen erscheinen. Alle 8 Reihen wiederholen wir diese Procedere nun. So entsteht nach und nach das hübsche Muster und das Kissen wächst sichtlich schnell in die Höhe.

    Hier habe ich Euch das Muster nochmal in meiner Excel-Tabelle aufbereitet, damit Ihr nicht so viel lesen müsst. Ich hoffe, das ist hilfreich. Nachdem das Kissenteil eine Höhe von 57 cm erreicht hatte und auch das Zopfmuster ca. in der Mitte unterbrochen wird, habe ich dann das Vorderteil abgekettelt und mich an das Rückenteil gemacht. Das wird einfach nur rechts gestrickt, zugegebenermaßen ein wenig langweilig, aber durch die großen Maschen war das wirklich schnell erledigt. So ein dickes Garn hat ja durchaus auch Vorteile!

    Die beiden Teile werden dann aufeinander gelegt und mit der Häkelnadel verbunden. Dazu durch die Maschen der beiden Strickteile stechen und den Faden durchziehen. Eine Seite offen lassen, denn da muss nun noch das Innenkissen hinein. Die letzten Maschen dann schließen – ich verzichte meist auf das aufwendige Einarbeiten eines Reißverschlusses und trenne lieber zum Waschen ein paar Maschen wieder auf. Und schon ist mein Riesenkissen fertig. Nun wird die Kaminecke richtig kuschlig. Wir haben uns auch endlich Polster für die Kaminbank gegönnt und der Platz ist nur richtig gemütlich geworden. Ich kuschle mich jetzt in mein Kissen, schnappe mir ein gutes Buch und lasse es mir gut gehen!

    Und Ihr so?