Einrichten | die 10 besten Tipps für schöne Beleuchtung

Nachdem mein Beitrag mit den Tipps zum schöneren Zuhause so gut bei Euch angekommen ist, und vor allem die Lichtsteuerung einige Kommentare und Fragen aufgeworfen hat, steige ich heute mal ein bisschen tiefer ein in dieses Thema. Vielen lieben Dank für Eure Ermutigungen und lieben Worte!

Ein Zuhause schön zu gestalten ist eigentlich ganz einfach, wenn man uneingeschränkte Geldmittel zur Verfügung hat und nicht gerade in einer raumbegrenzten Mietwohnung lebt. Als Normalmensch stellen sich aber schon so einige Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Ob das nun zahlreiche Dachschrägen sind, wie bei mir oder viel zu kleine Räume. Besondere Winkel oder Möbel, die nicht so recht zusammen passen wollen. Ich habe hier noch mal ein paar Punkte zum Thema Beleuchtung zusammengefasst, die ich hier umgesetzt habe und die abends für eine entspannte Stimmung sorgen.

Indirekte Beleuchtung

Nichts ist wichtiger in einem Raum als die indirekte Beleuchtung. Denn sie schafft Behaglichkeit und sorgt für den Wohlfühlfaktor. Gerade im Wohn- und Schlafzimmer brauchen wir ja eher gedämpftes Licht. Ich habe sowohl die Couch, als auch das Bett unterleuchtet. Und zwar mit schlichten Leuchtschläuchen, die es bevorzugt in der Weihnachtszeit zu kaufen gibt. Diese habe ich einfach hinter die Couch gelegt, bzw. am Rand des Bettkopfteils mit Schlauchschellen fixiert. Macht in Minuten ein gemütliches Licht.

Lichtinseln im Raum schaffen und so unliebsame Ecken „kaschieren“

In den Bereichen des Raumes, die nicht gar so hübsch sind sollte man auch keine Festbeleuchtung installieren. Eher mit Stehleuchten oder einer schönen Tischlampe die Stellen betonen, die besonders schön sind. So schafft man Inseln im Raum, die den Blick lenken. Ich habe ein einfaches Regal mit drei Unterbauleuchten (in meinem Fall von IKEA) ausgestattet und in die obersten Fächer jeweils eine Leuchte installiert. In den oberen Regalfächern werden nun meine schönsten Ausstellungsstücke perfekt in Szene gesetzt. Die unteren Fächer fallen dadurch gar nicht mehr so auf.

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Licht und Schatten

Warum nicht mal eine Wand ohne Bild? Dafür aber mit einer schönen Wandleuchte? Es gibt ja heutzutage unfassbar schöne Modelle, die gleich ein Muster an die Wand zaubern. Blöd nur, wenn genau an der Stelle, die man sich dafür vorgestellt hat, leider kein Kabel aus der Wand kommt… Aber bei den schönen Textilkabeln, die es heutzutage so gibt, lässt sich auch dieses Problem gekonnt lösen. Warum nicht mit Schatten spielen? Ein Mobile, eine Skulptur oder eine filigrane Form, die von einem Klemmspot von vorne angestrahlt wird, wirft schöne Schatten an die Wand und macht den Raum gleich spannend!

Schöne Lampen müssen nicht teuer sein

Ich bin ein großer Fan von Designerlampen! Leider haben die schönen Stücke auch Ihren Preis… Warum also nicht selber bauen? Ich habe schon wunderschöne Beispiele aus umgedrehten Obstkörben gesehen, die auch noch tolle Schatten an Wand und Decke werfen. Oder wie wäre es damit: eine alte Lampe mit einem schönen Stoff oder Kuhfell beziehen? Hier mal als Beispiel meine selbstgebaute Hängeleuchte mit Kohlefadenglühbirne und dem trendigen Textilkabel in schwarz/weiß.

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Das richtige Leuchtmittel

Ja, was ist denn nun aus der guten alten Glühbirne geworden? Gibt es die noch? Schon, aber effizienter sind Energiesparleuchten. Der Nachteil ist, dass diese einen Moment brauchen, bis sie Ihre volle Helligkeit erreicht haben. Zudem ist in den Energiesparlampen Quecksilber enthalten, Vorsicht also, wenn so eine Birne mal zerbricht! Wen das stört, kann auf Halogen setzen. Oder die energieeffizienteste Variante wählen: LED! Die Leuchtmittel sind zwar teuer in der Anschaffung, dafür entfällt das lästige Wechseln fast gänzlich. Aber das ist doch immer so kühles Licht? Mitnichten, aber man sollte unbedingt darauf achten, dass das Leuchtmittel warmweiss ist. Ich habe in einigen Bereichen in meiner Wohnung selbstklebende LED- Leuchtstreifen installieren lassen. Sieht toll aus, sollte aber von jemandem gemacht werden, der elektrotechnische Kenntnisse vorweisen kann. Also im Zweifel einen Fachmann fragen.

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Verschiedene Lichtszenarien schaffen

Ich hatte ja schon im meinem Beitrag zum Thema Einrichten angedeutet, dass ich das Licht bei mir zuhause über Fernbedienung schalte. Diese steuert verschiedene Funksteckdosen in der Wohnung, in die die Kabel der verschiedenen Lampen einfach eingesteckt werden. Man kann nun mehrere Funksteckdosen auf den gleichen Kanal legen und so im Raum verschiedene Lichtszenarien schalten. Bei meinem Set gibt es vier verschiedene Kanäle auf der Fernbedienung, so dass auch vier verschiedene Szenarien ganz einfach festgelegt werden können. Das ist in der Bedienungsanleitung toll erklärt, so dass sogar ich das problemfrei gemeistert habe. Und jetzt liegt auf Kanal A die Unterleuchtung für Couch und Küchenzeile, auch Kanal B liegen die Galeriesockel mit den Einbauspots und die Lampe hinter dem Fernsehschrank. Kanal C steuert mehrere Tischleuchten und meine Regalbeleuchtung und auf Kanal D liegt meine selbstgebaute Hängeleuchte im Wohnbereich und das gedimmte Arbeitslicht meiner alten Nähmaschine. Von schummrig bis überall Akzente gesetzt ist also für jedes Szenario gesorgt. Jetzt muss ich allerdings dazu sagen, dass ich einen offenen Wohnbereich habe der Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Arbeitszimmer und Leseecke umfasst. Daher gibt es auch entsprechend viele Lampen. Die normale Deckenbeleuchtung schalte ich übrigens nach wie vor über ganz normale Schalter an der Wand…

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Großzügigkeit

Bei der Anzahl der Lampen gilt ausnahmsweise mal: Bitte nicht sparen! Man muss ja nicht gleich alle anschalten. Aber wenn man dann doch mal abends Karten spielen will, ist es schon sinnvoll, den Tisch ausreichend ausleuchten zu können. Und auch eine gewisse Flexibilität schadet hier überhaupt nicht!

Bequemlichkeit

Mein liebster Mann hat mir vor gar nicht allzu langer Zeit einen riesengroßen Wunsch erfüllt: Einen Bewegungsmelder in der Ankleide. Jetzt muss man dazu sagen, dass diese nur mit einem Vorhang vom Schlafzimmer abgetrennt ist und ich morgens im Winter, wenn ich früh raus musste und ihn nicht stören wollte, ja schlecht das Deckenlicht einschalten konnte. Nun schiebe ich den Vorhang zur Seite, schlüpfe hinein und sobald ich 2 Meter vom Bewegungsmelder entfernt bin, schaltet sich das Licht automatisch ein und geht nach exakt 3 Minuten wieder aus. Die Steigerung war dann noch eine Schrankinnenbeleuchtung die sich aktiviert, sobald man die Tür öffnet. Es ist ein Traum!!!

Ein schöner Empfang

Ich komme jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit nach Hause. Im Winter ist es dann schon dunkel. Ein grandioses Weihnachtsgeschenk von meiner besseren Hälfte sorgt heute dafür, dass ich mich gleich willkommen fühle: LED- Kerzen mit Timerfunktion. Sie gehen jeden Tag um die gleiche Zeit von alleine an und flackern dann für fünf Stunden hübsch vor sich hin. Im Flur eine absolute Wucht!

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Licht im Schlafzimmer

Über das unterleuchtete Bett und den Bewegungsmelder im Ankleidebereich habe ich ja schon berichtet. Jetzt reden wir mal über Romantik. Neben den beiden Schreibtischleuchten, die als Leselichter fungieren, braucht es auch noch ein bisschen was für’s Herz. Dazu wird auch noch eine kleine Kugelleuchte angeschaltet, die die Ecke gegenüber dem Bett mit ein paar Watt erhellt. Im Schlafzimmer bitte bloß nicht zu hell werden. Auch dieser Raum wird über Funksteckdosen geschaltet, hier aber mit Dimmer. Dieser ist schon in der Funksteckdose integriert und wird über die Fernbedienung geregelt. Und weil ich echt faul bin, gibt es in diesem Raum insgesamt sogar 3 Fernbedienungen, die alle gleich geschaltet sind: Eine am Eingang, damit man das Licht gleich einschalten kann und dann jeweils eine auf jedem Nachttisch. Oder mögt Ihr es, nochmal aufzustehen, um das Licht auszuschalten?

So, das waren mal ein paar Gedanken zum Thema Licht. Wenn es Fragen gibt, lasst es mich wissen! Ansonsten wünsche ich Euch einen wunderschönen, sonnigen Tag!

18 Kommentare zu “Einrichten | die 10 besten Tipps für schöne Beleuchtung

  • Antworten 10 Tipps für kleine Räume | 29. September 2014 um 18:31 Uhr

    […] ganz fabelhaften Artikel mit tollen Tipps hat übrigens Tanja auf ihrem Blog mx living hier […]

  • Antworten Yna 22. Juli 2014 um 9:41 Uhr

    Ganz fantastisch dein Beitrag. Die LED Kerzen haben es mir angetan. Natürlich geht nichts über „echte“ Kerzen, aber die gehen 1. nicht von alleine an :) und 2. sind sie ja um einiges gefährlicher. Mit Timerfunktion ist natürlich der Hit. Wo bekommt man denn sowas? Oder hast du da selber rumgebastelt… LG Yna

    • Antworten mxliving 22. Juli 2014 um 9:47 Uhr

      Liebe Yna,
      nein, nicht selber gebastelt, wüsste gar nicht, wie das geht… ;-) Gib einfach mal LED Kerze Timer bei google ein, dann wirst Du ganz schnell fündig… Da ich sie geschenkt bekommen habe, weiß ich leider nicht, aus welchem Shop sie stammen… Viel Spaß! Liebe Grüße, Tanja

  • Antworten SOUSOU DIYSIGN 21. Juli 2014 um 20:24 Uhr

    Toller Beitrag! Ich speicher den gleich ab, denn ab Herbst wird die meine kleine Wohnung wahrscheinlich neu gestaltet und da wird Licht ein großes Thema werden!
    Danke dir für die Mühe!!! :-)

    • Antworten mxliving 21. Juli 2014 um 20:40 Uhr

      Liebe Souhela,
      da bleibt noch ganz viel Zeit zum planen bis zum nächsten Herbst!!! Ganz viel Spaß dabei und lieben Dank für Deinen Kommentar! Einen tollen Abend wünsche ich Dir!
      Liebe Grüße, Tanja

  • Antworten Anna 21. Juli 2014 um 20:14 Uhr

    Liebe Tanja,
    Vielen Dank für diesen Post! Ich habe mir schon lange vorgenommen, mal ein bisschen was zu machen an meinen Beleuchtungskonzept. Jetzt habe ich eine praktische Anleitung!!! Viele liebe Grüsse, Anna

  • Antworten merlanne 21. Juli 2014 um 19:34 Uhr

    Liebe Tanja,
    danke für diesen informativen und interessanten Post. Ich tue mir ja schon ewig schwer mit einer guten Beleuchtung im Haus und es gibt noch viel zu tun. Deshalb nehme ich mal Deine Tipps als Anstoß um mal wieder im ganzen Haus die Beleuchtung zu optimieren.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

    • Antworten mxliving 21. Juli 2014 um 19:57 Uhr

      Liebe Claudine,
      es gibt IMMER noch viel zu tun… Aber wenn mein Beitrag ein klein wenig zur Motivation beiträgt, macht mich das sehr froh! Lieben Dank, viel Freude beim Ausprobieren und einen tollen Abend!
      Liebe Grüße sende ich Dir, Tanja

  • Antworten Ulrike 21. Juli 2014 um 18:55 Uhr

    Das sind ja mal tolle Ideen! Jetzt muss ich gleich mal Pläne schmieden, was es bei uns noch zu optimieren gäbe!!! Vielen Dank an Dich für die vielen Tipps! Liebe Grüße, Uli

  • Antworten Becci 21. Juli 2014 um 18:48 Uhr

    Hallo Tanja,

    mein Kompliment zu diesem tollen, informativen Post, der mir gleich mehrere Denkanstöße gegeben hat. Ich habe noch nie über unterleuchtete Möbel nachgedacht, aber das klingt sehr interessant. Denn ich ärgere mich vor allem im Wohnzimmer immer ein bisschen, weil es entweder superhell (fast schon zu grell) ist oder zu dunkel, vor allem beim Lesen.

    Danke für die Inspiration!
    Liebe Grüße
    Becci

    • Antworten mxliving 21. Juli 2014 um 18:53 Uhr

      Liebe Becci,
      mit dem allergrößten Vergnügen, vielen Dank für Deinen netten Kommentar! Freue mich, wenn Dich der Beitrag inspiriert hat!
      Sei lieb gegrüßt, Tanja

  • Antworten Die Rabenfrau 21. Juli 2014 um 14:51 Uhr

    Deine unterleuchteten Möbel finde ich interessant. Kannst du vielleicht mal ein Bild posten? So eine Fernbedienung besitzen wir auch, ich bin allerdings noch nie auf die Idee gekommen, mehrere Lampen gleichzuschalten. Werde ich unbedingt ausprobieren. Danke für diese ganzen Tipps!
    Grüßle
    Ursel

    • Antworten mxliving 21. Juli 2014 um 18:51 Uhr

      Liebe Ursel,
      hier mal ein Bild von meinem hinterleuchteten Bett. Ich habe einen Leuchtschlauch einfach hinten am Kopfteil befestigt. Vielleicht wäre das ja auch was für Dich? Sende Dir liebe Grüße, Tanja

  • Antworten Meike 21. Juli 2014 um 13:52 Uhr

    Liebe Tanja,
    na der Beitrag kommt mir grade recht! Bin grade bei der Umgestaltung meines Wohnzimmers, und so einen Lichtschlauch habe ich auch noch irgendwo von Weihnachten rumliegen… Lieben Dank für die Idee! Grüßle, Meike

  • Antworten Mecki von fein & raum 21. Juli 2014 um 13:22 Uhr

    Liebe Tanja,
    besonders hat es mir Deine selbstgebaute Leuchte angetan, wunderschön (wir haben uns ja neulich auch im Leuchtenbau versucht :-)).
    Ich bin bislang leider mit LED, auch wenn ich auf warmweiß geachtet habe, nicht so recht glücklich geworden, irgendwie finde ich die Lichtfarbe dennoch trübe (war glaube ich eine Osram-Birne, hast Du einen andern Tip?) und Halogen ist zwar in der Lichtfarbe sehr schön, aber verbraucht leider auch wieder viel Strom….
    Uuuuih, 3 Minuten um sich morgens am Kleiderschrank zu entscheiden kann aber ganz schön sportlich sein ;-))
    LG, Mecki

    • Antworten mxliving 21. Juli 2014 um 18:41 Uhr

      Liebe Mecki,
      ein bisschen trüber ist das LED-Licht, das stimmt. Für indirekte Beleuchtung ist das nicht so schlimm, aber bei der Beleuchtung von Esstisch oder Küche dürfte es dann schon etwas heller sein… Über meinem Esstisch hängt ein Strahler mit Philips Leuchtmittel, das mir von der Farbe gut gefällt. Vielleicht hilft Dir das?
      In meinem Kleiderschrank hängen nicht so viele unterschiedliche Farben, das macht die Entscheidung einfacher ;-) Wünsche Dir einen tollen Abend!
      Liebe Grüße, Tanja

  • Antworten Astrid // MONAQO 21. Juli 2014 um 12:56 Uhr

    Liebe Tanja, ein toller Post, der wunderbar informativ und persönlich ein Thema ‚beleuchtet‘, dass oft zu kurz kommt und viel wichtiger sein kann, als das schönste Möbelstück! Bei uns leuchtet es nach ähnlichen Prinzipien, auch ich bin ein Fernbedienungs-Freak und ohne Dimmer kann ich mir eigentlich keine Leuchte vorstellen.

    • Antworten mxliving 21. Juli 2014 um 18:43 Uhr

      Liebe Astrid,
      vielen Dank für Deine lieben Worte! Und Du hast recht, das richtige Licht kann tatsächlich dem Raum mehr Charakter geben als die Möbel! Werde dann in Zukunft an Dich denken, wenn ich die Fernbedienung in der Hand halte und mich freuen, dass ich nicht die Einzige bin…
      Liebste Grüße, Tanja

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