• DIY | Stricken im Quadrat – gestrickter Bezug für den Vintage-Hocker

    Meinen schönen alten Hocker mag ich ganz besonders gern. Die Zeit ist ganz und gar nicht spurlos an ihm vorbei gegangen und er sieht schon ein wenig aus, als hätte er so einiges durchgemacht. Ich habe ihn vor vielen Jahren von einem Trödelhändler erstanden und schon sehr oft in die Fotokulisse eingebaut. Und jeden Morgen dient er mir beim Schuheanziehen als praktische Sitzgelegenheit. Da ist es allerdings nicht so optimal, dass die Oberfläche recht rauh ist und ich gerne mal mit dem Pulli daran hängen bleibe. Also musste ein Sitzbezug her. Und ich habe ja schon so lange nichts mehr gestrickt…

    Ein neues Muster sollte es sein, damit es nicht zu langweilig wird. Und so kamen diese hübschen Quadrate dabei heraus, die genau auf die Sitzfläche des Hockers von 35 x 35 cm angepasst sind. Um herauszufinden, wie groß ein Bezug sein muss, empfiehlt sich eine Maschenprobe, dann kann man die Anzahl der Maschen und Quadrate leicht seinen eigenen Bedürfnissen anpassen. Ich bin ja leider meist zu faul und muss dann mittendrin alles wieder aufriffeln, weil es leider doch nicht passt. Diesmal hatte ich zugegebenermaßen Glück!

    Ich habe mit der 4er Stricknadel und entsprechenden Garn 9 x 7 Maschen – also 63 – aufgenommen und die ersten 9 Reihen jeweils 7 Maschen rechts, dann 7 Maschen links gestrickt. Am Anfang und am Ende der Reihe waren es jeweils rechte Maschen. In der 10ten Reihe habe ich dann komplett rechts gestrickt und wiederum 9 Reihen in die Höhe. Dieses Muster wiederholt sich dann entsprechend, bis ein großes Quadrat entstanden ist. Hier sind es 9 x 9 Quadrate, also genau 81 Reihen. Nun musste nur noch alles abgekettelt werden. Den Faden dann aber nicht abschneiden, den brauchen wir noch für den Rand.

    Eigentlich also ganz einfach, aber doch durchaus sehr wirkungsvoll. Mir gefallen die vielen kleinen Quadrate sehr gut und es ergibt sich eine klare aber doch interessante Optik. Zum Schluss habe ich dann noch den Rand gleich an das Quadrat angehäkelt. An den Ecken und den beiden Längsseiten mit 81 Maschen müssen dann immer mal wieder Maschen abgenommen werden damit es nicht labberig wird. Nach 8 Reihen war der Rand hoch genug. Ich habe dann abschließend noch einen Faden mit der Nadel durchgezogen. Damit kann ich nun unter der Sitzfläche nochmal alles zusammenziehen und mit einer Schleife fixieren. So rutscht der Bezug nicht mehr und kann schön stramm gespannt werden.

    Für die Bilder habe ich den Hocker hoch ins Badezimmer verfrachtet, vor unserer Handtuchleiter sieht er richtig gut aus. Unser leider sehr dunkler Flur ist nichts für schöne Fotos… Aber ich werde ihn gleich dann an Ort und Stelle bringen, damit ich zukünftig morgens beim Anziehen der Schuhe schön weich und gemütlich sitze!

    Wünsche Euch einen schönen Abend!

  • DIY | Anleitung Fischgrätmuster stricken und warum man nie genug Topflappen haben kann!

    Stricken ist doch immer wieder eine wunderbar entspannende Freizeitbeschäftigung. Und wenn man mal den Bogen raus hat und die rechten und linken Maschen wie von Zauberhand flink auf die Nadel fließen, dann darf es auch mal etwas anderes sein als immer nur die üblichen Muster. Ich habe bei Pinterest dieses wundervolle Fischgrätmuster entdeckt und musste unbedingt herausfinden, wie das funktioniert. Und schon nach nur 3 Anläufen hatte ich dann doch auch tatsächlich geschnallt, wie es geht. Das Fischgrätmuster an sich ist dabei eigentlich sogar recht simpel, nur die Randmaschen haben mich in den Wahnsinn getrieben und so wurde das ein oder auch andere Mal alles wieder aufgeriffelt.

    Nun habe ich Euch aber eine Anleitung erstellen können, mit der es sicher funktioniert. Zunächst einmal sollten Nadeln verwendet werden, die mindestens 2 Nadelstärken größer sind als das Garn sonst benötigen würde. Das Fischgrätmuster wird sowieso schon sehr kompakt, daher sollte man hier immer schön locker stricken. Ich habe 50 Maschen mit Garnstärke 4 und Nadelstärke 6 angeschlagen und dann für meine Bilder erstmal ein paar Reihen gestrickt, damit es schöner zu sehen ist. Die erste Masche in der Hinreihe wird ganz einfach rechts abgestrickt (Bild1 ). Nun stecht Ihr in die nächsten beiden von hinten Maschen ein, zieht den Faden durch als wenn ihr zwei rechte Maschen zusammen abstricken wolltet (Bild 2+3). Die neue Masche auf die rechte Nadel ziehen und dann die erste Masche auf der linken Nadel von der Nadel schubsen (Bild 4). Die zweite bleibt als Schlaufe auf der Nadel. Nun wieder in zwei Maschen einstechen und das Procedere wiederholen. Wenn nur noch zwei Maschen auf der Nadel sind, diese beiden einfach rechts abstricken und die Arbeit wenden.

    In der Rückreihe (Bild 5) wird wie gewohnt links gestrickt. Zunächst also die erste Masche ganz normal links abstricken (Bild 6), dann wieder in zwei Maschen von vorne einstechen (Bild 7), den Faden zu einer neuen Masche durchziehen auf die rechte Nadel (Bild 8) und die erste der beiden Schlaufen auf der linken Nadel wieder runterschubsen (Bild 9). So entstehen die quer liegenden Maschen. Ihr macht alles richtig, wenn es am Ende wieder 50 Maschen sind. Nach der ersten Hin- und Rückreihe ist das Muster dann auch schon schön zu erkennen.

    Mein größtes Problem waren tatsächlich die Randmaschen, Hier habe ich ein paarmal rumprobieren müssen, bevor es gut aussah. Dabei ist es wirklich ganz einfach. Wenn nur noch 2 Maschen auf der linken Nadel sind, wird einfach nur noch normal abgestrickt. Bei der Rückreihe (Bild 11) soll die Masche dann dann auch links abgestrickt werden, was aber ja einfach nur den Faden zurückholt und mir damit zunächst komisch vorkam. Aber nach ein paar Reihen hatte ich mich dann doch daran gewöhnt und das Ergebnis sieht nicht schlecht aus. Besonders überrascht war ich, dass das Maschenbild sehr schön gleichmäßig wurde, obwohl ich mir gar nicht so viel Mühe geben musste.

    Und jetzt wollt Ihr natürlich wissen, was aus dem komischen Stückchen wurde, dass ich da gestrickt habe, oder? Durch das kompakte Gewebe, dass durch das Fischgrätmuster entsteht ist es ideal z.B. für Topflappen. Da auch die Rückseite sehr hübsch anzusehen ist, braucht man keine Gegenseite stricken und auch flauschige Wolle wird steif genug. Wie auf den Bildern oben zu sehen ist, habe ich mit der sehr kleinen Häkelnadel abgekettelt und auch in der zweiten Häkelreihe einige Maschen „fallenlassen“, so dass alles schön symmetrisch wird. Ein Topflappen braucht ja auch einen Henkel zum aufhängen und der lässt sich ganz einfach oben anhäkeln. Dazu nach der dritten Häkelreihe 10 Maschen normal häkeln, dann einige Luftmaschen anschlagen. Nach der gleichen Anzahl Maschen wieder in den Topflappen einstechen und die Reihe zu Ende häkeln. Noch weitere 2 Häkelreihen und der Topflappen ist fertig.

    Nun müssen nur noch die Fäden vernäht werden und zum krönenden Abschluß bekommt der Topflappen dann selbstverständlich auch noch ein Lederlabel verpasst, so wie es sich gehört. Und vielleicht bekommt der neue Topflappen ja bald auch noch ein Brüderchen, schließlich hat man zwei Hände?

    Und Topflappen kann man ja schließlich nie genug haben, oder? Genau dann, wenn man sie braucht, ist oft keiner griffbereit. Da macht es schon Sinn, gleich an mehreren Orten in der Küche schöne Exemplare zu bunkern, die allzeit bereit stehen, wenn man mal das heiße Blech aus dem Ofen holen muss…

  • DIY | Dekorieren mit Ästen und mal wieder was Gestricktes

    So langsam aber sicher müsste es Euch zum Hals raushängen und Ihr schon das eine oder andere mal gedacht haben, dass es nun langsam reicht mit den ganzen Strickanleitungen, oder? Gerade im Januar und Februar habe ich immer besonderen Spaß am Stricken und kann die Nadeln kaum aus der Hand legen. Und so bitte ich um Nachsicht, dass schon wieder etwas Gestricktes gibt. Meine Vasenhüllen sind so ein schöner Rahmen für allerlei Geäst, dass es nun gleich eine kleine Bilderflut gibt. Und damit die Strickoptik auch richtig schön zur Geltung kommt, dürfen nur ein paar schlichte Äste in die Vase. Ich dekoriere gerade wahnsinnig gerne mit Zweigen aus dem Garten oder auch dem Gartencenter. Das gibt eine herrlich natürliche Optik.

    Ich habe wieder mal das Nadelspiel rausgekramt, besser gesagt gleich zwei. Für den unteren Teil der Vasenhülle habe ich 3,5er Nadeln genommen, die Rippen oben am Hals dann nur noch mit dem 2,75er Nadelspiel. Inzwischen habe ich mich tatsächlich an das Nadelspiel gewöhnt und piekse mir nicht mehr ständig in die Finger. Für die große Vase mit einem Durchmesser von ca. 13 cm habe ich 64 Maschen aufgenommen, für die kleinere mit einem Durchmesser von 10 cm waren es dann nur 56 Maschen und damit ein Zopf weniger. Unten gibt es erstmal ein paar Reihen im Rippenmuster, die dann übergehen in einfache Zöpfe. Das Muster habe ich Euch nochmal in meine berüchtigte Exceltabelle eingetickert um es ein wenig zu verdeutlichen: 

    Zwischendurch habe ich immer wieder die Hülle über die Vase gezogen und ausprobiert, ob schon die nötige Höhe erreicht ist. Oben habe ich dann einen Rollkragen in Rippen gestrickt und zwar die doppelte Höhe, damit sich auch ein schöner Kragen ergibt. Ganz zum Schluss dann alle Maschen abketteln. Auf den Bildern ist der Rollkragen nach innen geschlagen, das hat mir einfach am Ende besser gefallen.

    Ein bisschen Gefummel ist es schon, das Garn dann auf die kleineren Nadeln zu schieben und so stramm wie möglich zu stricken. Leider ist es aber bei dem Muster nur schwer umzusetzen, einfach ein paar Maschen abzunehmen wo sich die Vase oben am Hals verjüngt. Glaubt mir, ich habe es ausprobiert, sah alles irgendwie schaurig aus. Und so habe ich mit dem Nadelwechsel erreicht was ich mir gewünscht habe ohne optische Abstriche machen zu müssen.

    Im Badezimmer ist jetzt also auch der Stricklook eingezogen. Und endlich kann ich auch hier mit ein wenig frühlingshaften Grün aufwarten – zumindest wenn die ersten Blüten aufgehen werden. Ein paar winzige grüne Triebe sind schon zu erkennen…

    Wünsche Euch einen wundervollen Tag!

  • DIY | kuschelige Decke mit dicken Maschen selber stricken

    Überall sieht man inzwischen diese wundervollen Decken aus ganz dicker Wolle. Dafür ließe sich mein Herz tatsächlich erwärmen, aber ehrlich gesagt traue ich mich an das Handstricken mit dem extrem dicken und teuren Garn nicht so recht ran. Wenn ich schon eine Decke stricke, dann soll sie auch ausreichend groß sein und ich mag mich richtig reinkuscheln können. Und gleich das doppelte der empfohlenen Menge Chunky Wool zu bestellen konnte ich mit meinem Gewissen einfach nicht vereinbaren… Aber ich habe mir eine schöne Zwischenlösung ausgedacht, die nun nicht nur extrem kuschelig ist, sondern auch noch ein bisschen größer wurde als ursprünglich gedacht.

    Das dicke Garn – eigentlich für Nadelstärke 10 gedacht – habe ich schon mal für ein Kissen verarbeitet und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Warum also nicht gleich passend dazu eine Decke fabrizieren? Da ich nur eine Rundstricknadel besitze, die auch entsprechend lang ist, habe ich halt die 20er Nadel genommen und einfach mal mit 120 Maschen losgelegt. Dass ich damit dann innerhalb kürzester Zeit auf eine stattliche Breite von 230cm gekommen bin, versteht sich eigentlich von selbst, oder? Ich war dennoch ein wenig erstaunt.

    Und dann habe ich – zugegebenermaßen aus Faulheit – spontan entschieden, dass die Breite einfach die Länge wird. Das hat aber nun den Vorteil, dass die Decke zwar unkonventionell quer, aber dafür als Tagesdecke sehr viel schöner anzusehen ist. Und ehrlich gesagt schadet auch die extreme Breite dem Look gar nicht.

    Ich habe fünf einfache Zöpfe eingestrickt, damit die Decke nicht zu langweilig wird. Auch das macht sich auf dem Bett sehr gut, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Das sanfte Hellgrau der Decke harmonierte nur leider so gar nicht mit der bisherigen Optik im Gästezimmer. Und so habe ich kurzerhand mal wieder den ganzen Raum umgestaltet, ein paar Kleinmöbel und Accessoires ausgetauscht und mehr schwarze Kontraste gesetzt. Der Raum wirkt nun viel luftiger und klarer. Die neuen Apothekerflaschen und der uralte Hocher bringen das nötige Vintageflair in das Gästezimmer.

    Meine neue Decke hat das stattliche Maß von 150 x 230 cm erreicht und ist damit sicher als groß zu bezeichnen. Insgesamt habe ich dann doch auch 26 Knäuel Wolle verstrickt. Dafür ist die Decke jetzt eine echte Augenweide, zudem noch waschbar, pillt und fusselt nicht und darf auch tatsächlich benutzt werden. Und schön warm ist sie natürlich auch, das habe ich schon während des allabendlichen Produktionsprozesses in den letzten 10 Tagen angenehm zu spüren bekommen. Für ein so großes Projekt ging es dann doch erstaunlich schnell, die großen Maschen machen es möglich!

    Schwer ist sie allerdings geworden, dass muss ich zugeben… Es kostet schon ein wenig Anstrengung, das riesige Teil vom Bett zu wuchten. Da das Gästebett aber nicht sehr oft frequentiert wird, halte ich das für ein vertretbares Übel. Ich bin ganz verliebt in die neue Optik des Raumes und würde am Liebsten gleich mal Probeschlafen!

    Wünsche Euch eine gute Nacht!

  • DIY | Anleitung Korb flechten für eine hübsche Osterdeko

    Im Februar schon an Ostern denken? Wenn man jetzt in den Dekoabteilungen schaut ist überall schon der Frühling eingezogen und die Hoppelhasen hüpfen einem fast in den Einkaufswagen. Sanfte Pastelle und jede Menge Frühblüher werden dargeboten und ehrlich gesagt bekommt man da schon Lust auf ein wenig frische Deko. Ich greife jetzt einfach die Gelegenheit beim Schopf und präsentiere Euch schon mal meine Osterdeko für den Sonntagsbrunch. Bis dahin habe ich zwar noch jede Menge Zeit, aber wenn ich noch ein paar mehr von meinen Körbchen flechten will, muss ich mich dann doch schon ein wenig ranhalten.

    Mit Juteschnur kann man ganz wunderbare Sachen anstellen. Da ich nur recht dünnes Garn vorrätig habe, werden es heute klitzekleine Körbchen, mit einem dickeren, steifen Garn kann man sich sicher auch an größere Projekte wagen. Das Prinzip ist eigentlich einfach. Man benötigt für das Minikörbchen 12 gleich lange Stränge, die dann geteilt und übereinander gelegt werden. Mit dem Schurende wird dann in der Mitte alles verknotet. Und dann geht es ans Flechtwerk. Die Schur wird abwechselnd über und unter den Faden geschoben und alles gut festgezogen.
    Nachtrag vom 07.02.2017: Eine entscheidende Information habe ich tatsächlich unterschlagen: in der zweiten Reihe muss dann der Arbeitsfaden, der in der Vorrunde unten lag, über dem Strang liegen. Das bekommt man natürlich nur hin, wenn man einen ungerade Anzahl an Strängen hat. Bei mir gab es zwei sehr dünne Fäden, die ich dann kurzerhand zusammengefasst habe. Eine sehr aufmerksame Leserin hatte zudem die gute Idee, einfach das Ende der verknoteten Schnur als zusätzlichen Strang zu nehmen, indem man ihn ein wenig länger lässt. Danke schön, liebe Birgit!

    Die ersten Reihen sind noch ein wenig aufwändig und man braucht etwas Geduld, bis alles so sitzt, wie man es gerne hätte. Danach geht es dann immer schneller voran.Ist dann der Bodendurchmesser erreicht, benötigt man ein Glas oder eine Schüssel um die Form richtig gleichmäßig hinzubekommen. Man legt das Geflecht darum und zieht den Arbeitsfaden immer genau so stramm, dass alles unter Spannung sitzt. So erzielt man nach einigen Reihen dann die schöne Rundung und kann den Rand weiter flechten, bis die richtige Höhe erreicht ist. Am Ende bleiben dann natürlich die einzelnen Fäden stehen, die nach und nach um die oberen beiden Reihen gewickelt werden müssen. Die abstehenden Restfäden werden dabei einfach mit umwickelt und entsprechend gekürzt. So verschwinden sie nach und nach im Rand. Ganz zum Schluss wird dann noch der letzte Faden stramm vernäht, damit nichts aufriffelt.

    Nun kann man die Körbchen nach Herzenslust füllen und entweder kleine Geschenke darin verstecken oder auch einfach nur eine hübsche Tischdekoration daraus zaubern. Ein wenig Moos als weiches Bett für ein paar Wachteleier, Federn dazu und schon sieht es richtig hübsch aus. Auch als Eierbecher lassen sich die Körbchen verwenden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    Die ersten Beiden sind fertig, nun mache ich mich mal an die weitere Produktion und versuche derweil schon mal herauszufinden, wie viele Gäste denn nun eigentlich zum ostersonntäglichen Brunch überhaupt zu erwarten sind. Noch bleibt ja genug Zeit!

    Viele liebe Grüße in den kalten Februartag,

  • DIY | Kissenhüllen mit Zopfmuster selber stricken*

    *dieser Beitrag enthält Werbung für Connox

    Das Schlafzimmer bedurfte noch einer Verschönerung und ein wenig persönlichem Flair. Mit Textilien kann man ganz wunderbar das Erscheinungsbild eines Raumes beeinflussen, und so habe ich mal wieder Garn bestellt und neue Kissenhüllen für das große Bett gestrickt. Winterlich und gemütlich im Zopfmuster, diesmal aber Vorder- und Rückenteil in unterschiedlichen Richtungen gestrickt, so wirkt es ein wenig moderner. Zudem ist es damit ein Wendekissen und ich kann nach Lust und Laune entscheiden, welche Optik mir gerade besser gefällt. Das Schlafzimmer ist einer der letzten Räume, die tatsächlich noch ein wenig trist und eher zweckmäßig eingerichtet sind. Kein Wunder, viel mehr Platz als für das Bett bleibt auch gar nicht. Aber ein wenig Dekoration schadet bekanntlich nie!

    Ich habe wieder das Merinogarn benutzt, dass schon für die Wärmflasche ein Mäntelchen ergeben hat. Nun habe ich 76 Maschen aufgenommen und dann ging es ans Stricken. Für die beiden Kissenhüllen hat das nun doch ein paar Tage in Anspruch genommen, ist ja doch eine ganz schöne Fläche, die es zu stricken gab. Und ich musste auch wieder Garn nachbestellen, wie sollte es anders sein… Aus irgendeinem Grund bin ich bei der Erstbestellung immer ein wenig knauserig und muss dann leider nochmal auf das neue Garn warten. Inzwischen sollte ich doch wohl ein wenig schlauer sein?!

    Aber irgendwie habe ich noch nicht so ganz den Bogen raus, was genau ich brauche. Nun sind natürlich noch vier weitere Knäuel übrig, für die ich noch eine Verwendung suche. Und sicher fällt mir demnächst etwas dazu ein… Für Tipps wäre ich allerdings auch sehr dankbar!

    Das erste Muster ist recht schlicht gehalten, in der Mitte gibt es einen dicken Zopf, dann folgen zu beiden Seiten Rippen, die nochmal von schmalen Zöpfen unterbrochen werden. Unten im Bild seht Ihr das Ergebnis. Nachdem dann die zweite Garnlieferung eingetroffen war, konnte ich mich auch endlich an die Gegenstücke machen. Hier habe ich mich für ein klassisches Zopfmuster entschieden, die doppelte Menge Maschen aufgenommen und dann natürlich auch eine schöne lange Rundstricknadel zur Hilfe genommen. Bei 80 cm Kantenlänge kam ich mit den normalen, kurzen Nadeln doch nicht mehr zurecht. Zum Schluss wurden dann die beiden Teile einfach zusammengehäkelt, das Innenkissen eingeschoben und die letzten Maschen dann mit dem Kissen zusammen geschlossen. Und erstaunlicherweise, obwohl ja das Gestrick für Vorder- und Rückenteil in unterschiedliche Richtungen geht, hat sich da nichts verzogen.

    Ich habe insgesamt doch über zwei Wochen gebraucht, um die Kissenhüllen fertig zu stellen, so dass genügend Zeit blieb, mir noch Gedanken um die übrige Schlafzimmergestaltung zu machen. Schon immer gewünscht habe ich mit die tollen Kissenhüllen mit unseren Initialen von Design Letters über Connox. Und nun haben wir die Prachtstücke auch in unserem Zuhause! Das schlichte aber prägnante Design macht sich großartig zu den doch eher rustikalen Strickhüllen und verleiht dem Raum nun eine wirklich ansprechende Optik und das gewisse Etwas.

    Jetzt ist es richtig gemütlich geworden in unserem Schlafzimmer. Wenn ich mich nun noch jeden Tag aufraffen könnte, auch wirklich die Betten zu machen… Im Alltag geht das oft unter und so erfreue ich mich umso mehr, wenn ich abends in ein hübsch adrettes und ordentliches Schlafzimmer komme, sorgfältig die Kissen beiseite räume und mich dann in die frisch aufgeschüttelten Decken kuscheln kann.

    Gute Nacht Ihr Lieben!