• DIY | gehäkelter Teppich aus Textilgarn

    Im Moment habe ich gleich mehrere Wollprojekte in Arbeit und werde irgendwie nicht so richtig fertig mit dem einen oder anderen Stück. Manchmal verliere ich mittendrin im wahrsten Sinne des Wortes den Faden und das Projekt kommt zum Erliegen. Neues Garn ist aber immer eine besondere Inspiration und als das Paket mit dem Ribbon XL von Hooked bei mir angekommen ist, musste ich sofort loslegen. Nachdem ich beim letzten Textilgarn große Probleme mit der unterschiedlichen Garnstärke hatte bin ich nun umgeschwenkt auf dieses Bändchengarn für Nadelstärke 10 -12. Und an nur drei Abenden ist dann der schöne gehäkelte Teppich entstanden, den ich Euch heute zeige. Dickes Garn hat ja immer den großen Vorteil, dass es schnell voran geht und man in kurzer Zeit auch große Teile fertig bekommt.

    gehäkelter Teppich mit Ecken und Kanten

    Ich habe 20 Maschen aufgenommen und die Rückreihe ganz normal gehäkelt, dann aber die Arbeit nicht gewendet sondern im Kreis weiter gehäkelt. Dazu die letzte Masche der ersten Reihe und die erste Masche der zweiten Reihe doppelt häkeln. In die letzte Masche der zweiten Reihe und die erste Masche der dritten Reihe ebenfalls doppelt einstechen. Um später einen rechteckigen Teppich zu erhalten müssen an den nächsten Ecken dann jeweils 3 Maschen in die Eckmaschen eingebracht werden. In jeder folgenden Reihe dann jeweils in die mittlere dieser drei Maschen wiederum 3 Maschen häkeln. Nach ein paar Reihen ergibt sich dann genau dort eine Lochreihe und der Teppich wird rechteckig.

    Ich habe beim Häkeln wieder nur in den hinteren Boden der Maschen eingestochen, so dass eine schöne Optik entsteht. Die Größe des Teppichs lässt sich nun ganz bequem anpassen. Nachdem 2 Knäuel verstrickt waren, hatte mein Teppich schon eine Größe von 45 x 70 cm. Nach dem dritten Knäuel war er 56 x 82 cm groß.

    schöne Optik und weiche Haptik

    Der Teppich sieht nicht nur hübsch aus sondern fühlt sich auch ganz weich und leicht unter den Füßen an. Ich habe nicht sehr fest gehäkelt, so dass der Teppich zwar schön fluffig, aber durch die Größe doch schwer genug ist. Ein gehäkelter Teppich ist auch immer ein ganz besonderer und individueller Hingucker, der zu jedem Stil passt.

    Und so habe ich auch endlich mal wieder etwas fertig gestellt. Ich habe ja gleich mehrere Ideen, die sich schon in diversen Stadien der Fertigstellung befinden und leider nicht fertig werden wollen. Und welche Projekte schlummern bei Euch noch so im Schrank, die dringend fertig gestellt werden wollen?

  • DIY | Topflappen stricken

    Die letzten Topflappen kamen so gut bei Euch an, dass ich mich beim Eintreffen der letzten Wolllieferung spontan entschieden habe, gleich nochmal welche zu stricken. Diesmal aus schönen, dickem Bändchengarn. Das sieht nicht nur gut aus, ist schön dick und fluffig, sondern geht auch noch extrem schnell. Die Topflappen sind in 2 – 3 Stunden fix und fertig. Das macht sie auch zu einem perfekten Geschenk oder Mitbringsel für alle Köche.

    Topflappen stricken – auch für Anfänger

    Schwer ist das nicht, es wird ausschließlich kraus rechts gestrickt. Und ist damit auch ein perfektes Projekt für Anfänger. Zunächst einmal werden 25 Maschen auf eine 10er Nadel aufgenommen. Ich habe das Garn Ribbon XL von Hooked verwendet. Dann stricken wir diese Maschen in der ersten Reihe rechts ab. Nun wird die Arbeit gewendet und die erste Masche einfach nur abgehoben und fest gezogen. So entstehen nachher hübsche Randmaschen. Die nächsten 24 Maschen wieder rechts stricken. Und das wiederholen wir nun solange, bis wir eine Höhe von 23 cm erreicht haben, die genau der Breite entspricht.

    Bei dem Bändchengarn muss man nur darauf achten, dass man den Faden nicht verdreht. Das Garn sollte immer glatt über der Nadel liegen. Zum Schluss ketteln wir mit einer 5er Häkelnadel stramm ab. Den Faden aber noch nicht abschneiden, sondern nochmal 14 Luftmaschen häkeln. Die so entstandene Schlaufe wird unser Aufhänger. Den Restfaden durch die letzte gestrickte Masche ziehen und fest vernähen.

    Ganz zum Schluss habe ich noch mein Lederlabel angenäht. So drücke ich meinen Arbeiten einen ganz besonderen Stempel auf, der auch noch optisch richtig was hermacht.

    Schöne Accessoires für die Küche

    Auch beim Kochen umgebe ich mich gerne mit schönen Dingen. Meine neuen Topflappen passen da natürlich perfekt ins Konzept. Wenn ich sie auch meist nur brauche um das heiße Blech aus dem Ofen zu ziehen, liegen sie immer auf der Arbeitsfläche bereit.

    Was habt Ihr denn grade so auf den Nadeln? Oder gehört Ihr tatsächlich zu den wenigen Lesern, die ich noch nicht davon überzeugen konnte mit dem Stricken anzufangen?

  • GARTEN | die neue Feuerstelle und Lichtkonzept im Garten

    dieser Beitrag enthält Werbung für das Gartenbeleuchtungssystem Plug & Shine von PAULMANN. Ein größeres Projekt im Garten ist nun abgeschlossen und ich bin ein wenig stolz und glücklich, dass wir wieder einen Punkt auf der langen Liste abgeschlossen haben: die Feuerstelle ist fertig! Wir haben ja schon bei der Gartenneuanlage einen abgesenkten Bereich mit Mauerscheiben schaffen lassen, der über ein paar Stufen erreichbar ist. Bisher wurden wir dann oft gefragt, ob das mal ein Pool werden soll, oder was wir da so vorhaben. Es war tatsächlich nur ein wenig Kies aufgeschüttet bisher, mittig stand verloren eine Feuerschale herum. Was fehlte war eine gemütliche Sitzbank und natürlich das perfekte Lichtkonzept im Garten. Nachdem wir nun endlich die zündende Idee hatten, wie wir den Bereich gestalten wollen, konnte es losgehen.

    Feuerstelle im Garten selber installieren

    Die neue Feuerstelle

    Die Bänke aus Teakholz haben wir durch Zufall entdeckt und uns dann aus dem Modulsystem die passenden Maße herausgesucht. Da wir die Bänke gerne in einer U-Form fest an der Wand installieren wollten, musste die Länge noch ein wenig angepasst werden. Nun galt es, die Bänke an die Wand zu bringen. Pro Bank wurden jeweils drei Metallwinkel mit Edelstahlschrauben in den Mauerscheiben verankert. Die Bänke haben wir dann ausgerichtet und noch entsprechend verschraubt. An den beiden Enden wurde aus optischen Gründen noch jeweils einen Fuß installiert. Es ergibt sich eine schwebende Optik, die perfekt unterleuchtet werden kann. Eine Außensteckdose hatten wir hier unten schon installiert als der Gartenbauer den abgesenkten Bereich fertig gestellt hatte. Fehlten nur noch die passenden Leuchten.

    Feuerstelle selber bauenabgesenkte Feuerstelle im Garten

    Die passenden Leuchten für den Außenbereich

    Mit dem Gartenbeleuchtungssystem Plug & Shine von Paulmann ergeben sich da unendlich viele Möglichkeiten. Die Installation ist einfach und schnell erledigt, die einzelnen Lampen werden direkt mit den absolut wasserdichten Kabeln der Serie verschraubt. Man muss lediglich vorher die Längen der Kabel bestimmen, die dann an das separat erhältliche Netzteil angeschlossen werden. Und natürlich die Zuleitungen noch ein wenig verstecken. Durch unseren Kiesbelag war das schnell erledigt. Durch Controller, die zwischengeschaltet werden, lassen sich die Leuchten dann auch dimmen, so dass für eine perfekte Lichtstimmung gesorgt ist. Lediglich die geringe Reichweite der Fernbedienung von 15 m ist ein kleines Manko. Da wir jedoch die Außensteckdose an das hausinterne Bussystem angeschlossen haben, gehen die Leuchten künftig jeden Abend ganz automatisch an.

    Feuerstelle bei Nacht

    Zur flächigen Unterleuchtung des kompletten Bereiches haben wir uns für zwei im 180°-Winkel strahlende Bodenleuchten aus der Plug & Shine Serie entschieden, die jeweils rechts und links unter den Bänken platziert wurden. Der komplette Boden wird so ausgeleuchtet. Wir haben die beiden Leuchten noch gedimmt, so dass es nur einen sanften Lichtschimmer gibt. Gemütlichen Abenden mit unseren Freunden rund ums Feuer steht jetzt nichts mehr im Wege. Und auch optisch macht die Fläche nun richtig was her.

    Auch ohne Feuer lässt es sich hier wunderbar entspannen und die Bänke bieten genug Platz für viele Gäste. Ein paar Beistelltische wären noch ganz praktisch, auf denen man dann Getränke abstellen kann. Darum kümmern wir uns später noch. Die quadratischen Poufs sorgen für ein schönes Flair und sind ideale Fußhocker. Unsere Bänke sind breit genug, um auch mal gemütlich mit einem Buch hier zu entspannen.

    Der illuminierte Säulengarten

    Für das perfekte Lichtkonzept im Garten macht es Sinn, mehrere Lichtinseln zu schaffen, die möglichst die äußeren Bereiche des Gartens beleuchten und so mehr Weite schaffen. Unterschiedliche Leuchten und verschiedene Höhen der Lichtquellen sorgen für stimmungsvolles Licht. Gerade schöne Bäume lassen sich mit einem einzelnen Spot wunderbar in Szene setzen. Nun wollten wir auch gerne unseren Säulengarten noch schön beleuchten. Leider haben wir in diesem Bereich des Gartens keinen Strom gelegt, so dass wir bisher vor einem kleinen Problem standen.

    Licht im Garten

    Durch das Plug & Shine System ergaben sich aber wieder ganz neue Möglichkeiten. Von der Feuerstelle aus konnten wir mit entsprechend langen Kabeln den Strom genau dorthin bringen, wo wir ihn brauchen. Damit nachher keine Kabel mehr sichtbar sind, mussten wir uns allerdings doch etwas einfallen lassen um die Kantensteine zu überwinden. Nachdem wir so viele Löcher in unsere Mauerscheiben gebohrt hatten, um die Bänke zu montieren, kam es auf eines mehr oder weniger auch nicht mehr an. Und so hat der Hausherr den Bohrhammer auch hier nochmal angesetzt und durch den Kantenstein gebohrt.

    Kabel im Garten unsichtbar verlegen

    Durch diese Bohrung haben wir dann ein Kabel unterhalb des Weges gelegt, das bis zu unserem Säulengarten führt und dort die kleinen Spots Plantini von Paulmann mit Strom versorgt. Die Kabel verschwinden dann unter dem Kies.

    Säulengarten

    Lichtkonzept im Garten umsetzen

    Die Installation war denkbar einfach. Die Kabelauslässe werden zunächst an die Stellen gelegt, an denen nachher die Lampen installiert werden. An jeder Plantini ist ein Anschlusskabel, das nur auf das Versorgungskabel aufgesteckt und dann verschraubt wird. Die Kabel sind sehr solide und dabei noch absolut flexibel.

    Paulmann Plug & Shine installierenGartenbeleuchtungssystem Plug & Shine

    Die kleinen Spots haben wir nun mit den integrierten Bodensteckern vor den Säulen im Boden fixiert. Den genauen Winkel kann man auch nachträglich noch einstellen und jederzeit anpassen. Die Kabel anschließend noch großzügig mit Kies abdecken. Und nun muss man freilich warten, bis es endlich dunkel wird! Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

    illuminierter SäulengartenGarten Säulen beleuchten mit Paulmann Plug & Shine

    Und wieder ist ein Projekt im Garten abgeschlossen. Pläne haben wir noch sehr viele und werden in den nächsten Jahren sicher noch die eine oder andere Idee umsetzen! Und ganz sicher wird auch Licht immer wieder eine große Rolle spielen.

    Was steht denn gerade so auf Eurer To-Do-Liste?

  • DIY | Kissenhülle im Ethnomuster aus Wollresten

    Meist kaufe ich zu wenig Garn für ein Projekt und werde dann kurz vor Schluss durch einen Mangel an Wolle ausgebremst. Oft bleibt aber auch eine größere Menge Garn übrig, die viel zu schade ist, um sie einfach wegzuschmeißen. Die Wollreste sammeln sich nun also schon seit Jahren bei mir und warten auf ihren Einsatz. Der aktuelle Trend zu Ethnomustern hat mich da aber auf eine Idee gebracht, wie ich ganz wunderbar alle Wollreste verarbeiten kann. Die Idee war schnell geboren, die Umsetzung hat dann doch etwas länger gedauert, da ich mir zunächst ein Muster ausdenken musste.

    Kissenhülle im Ethnomuster häkeln

    Das mache ich üblicherweise und in Ermangelung professioneller Software in Excel. Funktioniert aber auch ganz wunderbar. Mein Muster besteht aus 4 verschiedenen Farben. Die ersten Maschen sind noch ganz einfach. Ich habe für ein Kissen mit den Maßen 30 x 50 cm 190 Maschen mit der Häkelnadel aufgenommen und dann zur Runde geschlossen. Ich habe 5 Restknäuel á 50m für die Grundfarbe benötigt, vom dunklen beige und dem helleren grau war jeweils 1 Knäuel á 50m übrig. Vom schwarzen Garn hat ein kleiner Rest genügt.

    Da ich normale Luftmaschen optisch nicht so hübsch finde, habe ich mich wieder für diese Methode entschieden: Beim Häkeln stecht ihr nicht wie üblich in beide oben liegende Garnbögen ein, sondern nur in den hinteren Bogen. Da das aber nur beim Häkeln in Runden so schön funktioniert, wird das Kissen ebenfalls in Runden gehäkelt.

    So ging es dann Reihe um Reihe voran bis der erste Farbwechsel anstand. Da man die Rückseite bei der Kissenhülle am Ende nicht sieht, kann man einfach die neue Farbe ansetzen, den Faden mit der ersten Farbe dann auf der Rückseite mitführen. Man sollte aber immer darauf achten, dass der Faden nicht zu stramm oder zu locker ist. Alternativ kann man die Fäden auch abschneiden und dann nach jedem Farbwechsel verknoten.

    Das fertige Kissen

    Ich habe Baumwolle und Wolle verstrickt, verschiedene Garnstärken eingearbeitet sowie festeres und flusigeres Garn. Farblich musste ich mich natürlich mit dem begnügen, was als Rest zur Verfügung stand. Aber da sich meine Farbpalette ausschließlich auf Grau- Beige und Steintöne beschränkt, passt alles hervorragend zusammen. So ist eine spannende Optik und auch Haptik entstanden. Nachdem die nötige Höhe von 30 cm erreicht ist kann man die obere Öffnung gleich schließen indem man einfach den Strickschlauch glatt vor sich ausbreitet, darauf achtet, dass das Muster mittig platziert ist und dann Ober-und Unterteil zusammen häkelt. Nun noch das Innenkissen hineinschieben. Die untere Naht dann ebenfalls verschließen oder einen Reißverschluss einnähen.

    Das Kissen hat einen schönen Platz auf der Couch gefunden und versprüht hier nun ein wenig Ethnocharme. Die hübschen Kugeln in der Vase sind übrigens getrocknete Allium. Nachdem diese im Garten verblüht waren und die grünen Stengel langsam im Beet den Halt verloren hatten, habe ich mir ein paar abgeschnitten und ohne Wasser in die Vase gestellt. Getrocknet sehen sie wirklich außergewöhnlich aus.

    Noch mehr Ideen für Wollreste

    Ich habe schon viele schöne Dinge aus Wollresten gezaubert. Erst zu Ostern habe ich Euch meine kleinen Beaniemützen für Frühstückseier vorgestellt. Auch die hübschen Pompoms sind schnell aus ein paar Metern Wollrest gemacht. Einen Überzug für die Teetasse gab es schon oder auch eine Peace-Applikation für ein Kissen. Und was habt Ihr noch so für Ideen für Wollreste?

  • GARTEN | ein Rankgitter für die Clematis

    dieser Beitrag enthält Werbung für VIVANNO. Heute wollen wir hoch hinaus! Herrlich blühende Kletterpflanzen brauchen nicht unbedingt eine Wand, an der sie sich festhalten können, ein perfekt auf unsere Pflanzkübel abgestimmtes Rankgitter übernimmt diese Aufgabe. Und das bauen wir uns heute einfach selbst! Passend zu unseren wundervollen weißen Clematis haben wir also die strahlendweißen Pflanzkübel BLOCK mit matter Oberfläche ausgesucht, die ein echter Hingucker auf unserer Terrasse sind.

    Kübelbepflanzung

    Zunächst einmal bereiten wir die Pflanzkübel entsprechend vor. Dazu bohren wir an der Unterseite Löcher, durch die überschüssiges Gieß- und Regenwasser abfließen kann. Dann füllen die Kübel zunächst mit Blähton und anschließend mit Erde auf.

    Bevor unsere Clematis ihren Platz einnimmt, tauchen wir erst einmal den Ballen in einem Eimer Wasser unter, so dass er sich richtig schön vollsaugen kann. Das Pflänzchen wird dann mittig im Kübel platziert. Der Wurzelballen der Clematis sollte dabei 10 cm tiefer eingepflanzt werden. Der untere Bereich der Pflanze mag keine pralle Sonne, so dass man hier auch getrost noch kleinere Begleitpflänzchen einsetzen könnte, die ein wenig Schatten spenden.

    Rankgitter selber bauen

    Unser Rankgitter bauen wir nun aus 1 m² großen Stahlmatten aus dem Baumarkt. Die sind ursprünglich für den Gabionenbau gedacht, von uns aber kurzerhand umfunktioniert worden. Mit einem Bolzenschneider, der Eisensäge oder dem Trennschleifer schneiden wir die Matte nun dicht an den Längsstäben in passender Größe – hier 30 cm x 100 cm – für unseren Pflanzkübel zu. Mit dem Trennschleifer macht es natürlich viel mehr Lärm und die Funken sprühen nur so, dafür geht es aber auch wesentlich schneller. Und ich bin ein wenig über mich selbst hinausgewachsen! Ich habe noch nie mit einem Trennschleifer gearbeitet und hatte entsprechend Respekt vor dem Ding. Später wollte ich ihn dann gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es so viel Spaß gemacht hat!

    Schlussendlich hatten wir dann vier gleich lange und breite Gittermatten. An den Trennstellen entgraten wir das Metall noch mit einer Feile, damit sich niemand an den scharfen Kanten verletzten kann. Von einer Rolle rostfreiem Blumendraht schneiden wir dann 25 – 30 cm lange Stücke ab. Damit verbinden wir die einzelnen Gittermatten miteinander, indem wir den Draht kreuzförmig über die Verbindungsstellen führen. An jeder Seite reichen 4 – 5 Verbindungen, damit das Rankgitter stabil dasteht.

    Nun können wir vorsichtig unser Rankgitter über die Pflanze stülpen und in den Kübel einsetzen. Dann das Gitter nach unten drücken, so dass es fest in der Erde steht. Das Erdreich decken wir nachfolgend noch großzügig mit dekorativen Kies ab. Das sieht nicht nur schön aus, sondern sorgt auch dafür, dass Unkraut erstmal keine Chance hat. Einen zweiten, kleineren Kübel haben wir auch gleich bepflanzt und noch ein dekoratives Windlicht dazugestellt.

    Clematis – ein echter Hingucker im Garten

    Ein wenig Geduld braucht es dann schon noch, bis die Clematis im Hochsommer Ihre volle Größe erreicht hat und das Rankgitter ganz für sich beansprucht. Die herrlichen Blüten, die auch ein wahrer Insektenmagnet sind, erfreuen uns dann den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein. In den Abendstunden, wenn es langsam dunkel wird, zünden wir dann noch eine Kerze an und genießen unseren Garten und die getane Arbeit in vollen Zügen.

    Auch diesmal war wieder das Kamerateam dabei und hat unser Projekt in bewegten Bildern festgehalten. Also schaut mal rein und lasst Euch inspirieren auch mal den Trennschleifer in die Hand zu nehmen und ein eigenes Rankgitter zu bauen!

    Wünsche Euch eine tolle Woche!

  • DIY | Schneidebrett mit Lederdetail

    Bei jedem Gang in den Keller fiel mir das schöne Reststück Eichenholz ins Auge, dass von meinen Hasenbrettchen übrig geblieben ist. Nun wurde es Zeit, diesen Rest endlich zu verarbeiten. Und warum sollte man nicht auch ein Schneidebrett selber machen können? Seitdem ich stolze Besitzerin einer Stichsäge bin, stellen solche Projekte kein Problem mehr dar. Und mit ein wenig Geduld entsteht so ein wunderschönes Unikat für die Küche, dass sich ganz sicher nicht im Schrank verstecken muss.

    schneidebrett selber machen

    Schneidebrett selber machen

    Dazu habe ich zunächst einmal die Kanten mit der Stichsäge begradigt. Genaues anzeichnen und eine sehr ruhige Hand sind da von Vorteil. Den Rest kann man mit Schleifpapier noch ein wenig optimieren. Das nun rechteckige Brett wurde dann mit viel Geduld geschliffen. Zuerst mit 80er Schleifpapier, dann mit 180er. Besondere Aufmerksamkeit habe ich den Kanten gewidmet. Ganz zum Schluß dann noch mit einem sehr feinen Schleifschwamm das Holz endbehandeln. Eine sehr andächtige Tätigkeit…

    schneidebrett mit lederdetail

    Das Holz behandeln

    Für Schneidebretter, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, sollte man definitiv auf eine natürliche Behandlung achten. Chemie kommt da natürlich nicht in Frage. Daher habe ich mich für Leinöl entschieden. Das Öl trocknet schnell und hat nur einen ganz dezenten Geruch. Es sorgt dafür, dass die Oberfläche geschlossener ist und nichts ins Holz eindringen kann. Das Leinöl wird in dünnen Schichten mehrmals aufgetragen. Das Eichenholz nimmt anschließend einen satten, gelblichen Farbton an. Es macht sehr viel Freude, mit der Hand immer wieder über die glatte, weiche Oberfläche zu streichen.

    schneidebrett ölen

    Das besondere Detail: Leder!

    Für den besonderen Hingucker sorgt ein wenig Leder, dass auf die passende Größe zugeschnitten wird. Mein Lederband hatte zufällig die gleiche Höhe wie das Schneidebrett, so dass ich nur noch die Länge entsprechend kürzen musste. Das Lederband sollte einige Zentimeter länger sein als die Seite des Holzbretts so dass ein Henkel entsteht. Nun bohren wir Löcher jeweils mit einem Abstand von 5 cm zur Außenkante zunächst im Lederband vor. Genaues markieren lohnt sich.

    lederband zuschneidenbasteln mit leder

    Dann kümmern wir uns noch um das Holz. Ebenfalls mit einem Abstand von 5 cm zur Außenkante wird mit einem dünnen Holzbohrer mittig in die Stirnfläche unseres Holzbretts vorgebohrt. Da das Eichenholz sehr hart ist, ruhig schön tief und vor allem gerade bohren. So gehen die Schrauben dann später leichter ins Holz. Damit die Lederenden nachher nicht abstehen, habe ich diese noch mit ein wenig Sekundenkleber fixiert. Dabei darauf achten, dass nicht zuviel Kleber zwischen Holz und Leder landet und unschön hervorquillt. Und das war es auch schon.

    schneidebrett selber machenschneidebrett aus eiche mit lederband

    Schneidebretter reinige ich üblicherweise mit klarem Wasser, ggf. einem kleinen Tropfen Spülmittel und einem Schwamm. Ich hoffe nun, dass das Leder nach diversen Kontakten mit Wasser eine schöne Patina ansetzt. Mit der Zeit wird es sicher ordentlich Gebrauchsspuren und Wasserflecken abbekommen. Das Brett wird in einigen Wochen dann nachgeölt und auch dem Leder ein Pflege gegönnt. Ein solches Schmuckstück sollte man aber möglichst von Paprika & Co. fernhalten, die Flecken bekommt man nie wieder heraus…

    schneidebrett mit lederdetailschneidebrett selber machen

    Auch in der Küche macht das Schneidebrett ein gute Figur. Neben der Spüle habe ich alles griffbereit, was ich täglich so brauche. Da gehört ein Schneidebrett selbstverständlich auch dazu. Für Gemüse und andere Dinge, die Spuren hinterlassen, verwende ich das Brett aus Marmor oder auch ein Kunststoffbrett. Die lassen sich wunderbar reinigen. Für Brot und Käse habe ich lieber Holz unter dem Messer. Dazu gibt es jetzt noch ein schönes Gläschen Wein und wir lassen das Wochenende entspannt ausklingen.

    Wünsche Euch noch einen wundervollen Sonntag!