• Photoboard aus einem alten Sieb

    Mein neuer Schreibtisch ist da und ich kann endlich wieder richtig arbeiten! Das war wirklich eine langwierige Angelegenheit. Statt 10 Tagen Lieferzeit, wie im Shop angegeben, musste ich leider über 3 Wochen warten, bis die Lieferung an mich raus ging. Nur um dann völlig zerstört hier anzukommen. Neue Bestellung beim Hersteller und dann endlich, nach 2 Monaten, war das Teil dann wirklich hier und wurde sanft und zärtlich aufgebaut. Bisher musste ich leider mit meinem Laptop auskommen und hatte keinen anständigen Bildschirm, das ist ganz schön anstrengend, wenn man Bilder bearbeiten möchte… Aber warum jammern, jetzt hat alles seinen Platz.

    arbeitsplatz

    Beim Trödler meines Vertrauens habe ich dieses alte, große Sieb entdeckt und gleich eingepackt. Ein wunderbares kleines Regal ist daraus geworden, dass allerlei Schätze beherbergt und auch noch wunderbar als Photoboard dient. Postkarten lassen sich in die Maschen ganz einfach einstecken und haben dann auch gleich noch diesen hübschen 3-D Effekt. Macht sich ganz hervorragend über dem neuen Schreibtisch. Die schöne alte Scherenleuchte wurde auch gleich montiert und so ist der Arbeitsplatz auch noch hell erleuchtet.

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    Ein paar Schränkchen für Unterlagen und Bastelkram müssen natürlich auch irgendwo unterkommen und bieten eine wunderbare Dekorationsfläche. Im kombinierten Gäste- und Arbeitszimmer ist so zudem immer alles ordentlich verstaut. Das „Bäumchen“ habe ich höchstselbst „gepflanzt“ indem ich einen künstlichen Dekoast in einen trockenen Steckschwamm gerammt, das Ganze in einem Übertopf verstaut und dann mit Lavasteinen abgedeckt habe. Aus 2 Metern Entfernung sieht es auch wirklich echt aus… Kurz vor Weihnachten kommt dann noch eine Lichterkette dran. Für die Stimmung…

    arbeitszimmer

    Das Gästebett steht gegenüber und sieht recht einladend aus, oder? Natürliche Farben, viele schwarze Kontraste dazu und ein wenig Ethnolook passen gerade genau in mein Konzept. Jetzt noch das Bett und die Nachtkästchen in mattem weiß, dann wäre ich völlig zufrieden. Aber das denken wir uns jetzt einfach mal so. Ich habe mir auch noch neue Bilder geleistet, die das Haupt zieren. So kann es doch vorerst mal bleiben. Dort rechts neben dem Bett wird es irgendwann auch einmal einen Einbauschrank geben. Diese Ecke des Raumes kann ich Euch aber absolut nicht zumuten. Hier muss noch mit Trockenbau die komplette Elektroinstallation und der Wäscheabwurfschacht versteckt werden, aktuell hängen dort noch die Kabel und Rohre wüst in der Gegend herum. Eine der vielen hundert Ecken im Haus, die noch gemacht werden müssen. Aber selbstverständlich kam ich nicht umhin, die bunte Schar an Leitungen und Kabeln mit einer Gardine zumindest notdürftig zu verstecken.

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    Die wahrscheinlich größte und schönste Errungenschaft im neuen Haus sind Wände frei von Rauhfaser… Ich hatte ja schon mal erwähnt, wie sehr ich diese furchtbaren Tapeten verabscheue! Zum Fotografieren ist es wirklich ganz grauenhaft, wann man ständig ein hässliches Muster im Hintergrund hat, dass da so gar nicht hingehört. Jetzt macht Fotografieren wieder richtig Spaß!

    Wünsche Euch einen schönen Sonntag!

  • Dekoration | Industrial meets Scandidesign

    Man könnte meinen, ich wüsste manchmal nicht so richtig, was ich will. Besonders was die Stilrichtung unserer Einrichtung angeht, fehlt ein wenig das durchgängige Konzept. Ist mir aber wurscht, solange es hübsch aussieht. Da wird wild ein Scheinwerfer aus der ehemaligen DDR mit dem Filzsessel von IKEA, der mich schon seit Jahren begleitet und alten fränkischen Bierkästen kombiniert. Naja, zumindest habe ich kein Problem, was die Farbgestaltung angeht, da bewege ich mich im gewohnten Nichtfarbenspektrum… Heute also mal ein Blick in unseren geräumigen Flur im Obergeschoss, der bis vor kurzem eher Lagerfläche für alles war, dass keinen Platz gefunden hat.

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    Die drei kleinen Kommoden sollten eigentlich in der Ankleide verschwinden, ich brauchte nur noch eine zusätzlich, damit das Konzept aufgeht. Also ab zum Möbelschweden, eine neue Kommode gekauft und dann festgestellt, dass die Neue nun doch ein wenig weißer ist. Um nicht zu sagen strahlend neben den drei vergilbten Vorhandenen. Also nochmal los und weitere drei Stück erstanden, die passen nun auch zusammen. Nun ja, jetzt waren 3 Schubladenelemente übrig und landeten also erst mal im Flur. Und bieten nun Stauraum für allerlei Dekokrempel, also ist es am Ende doch auch eine ganz praktische Lösung.

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    Viele Fundstücke vom Trödel und einige Möbelherumschieberei haben aus unserer Sammelstelle für Übriggebliebenes dann aber doch noch was Besonderes gemacht. Der Hausherr hat ein Faible für Industrielampen und Werkzeuge, ich wiederum mag alte Vasen und Krempel mit viel Geschichte. Und so entsteht eine spannende Mischung aus alt und neu, aus Fundstücken, Lieblingsteilen und Reisemitbringseln.

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    Und dann bekam ich noch überraschend eine mail von Kerstin von Sanvie, dass ich tatsächlich diesen wunderhübschen Beistelltisch bei Ihr gewonnen habe. Schnappatmung, Begeisterung und wie kann man nur so viel Glück haben?! Das Teil passt hier oben hinein als wäre es dafür gemacht worden. Ich habe mich so gefreut, vielen Dank!

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    Am letzten Wochenende waren wir dann unterwegs zum Baumarkt, als ich plötzlich am Straßenrand etwas entdeckt habe und völlig aufgeregt anhalten und aussteigen musste. Wie von der Tarantel gestochen also raus aus dem Auto und ab in den Matsch. Denn dort war vergammeltes Unkraut am Wegesrand, dass ich doch unbedingt mein Eigen nennen wollte! Frau pflückt also vertrocknetes Gestrüpp, Mann steht daneben und schaut leicht kritisch. Und zeigt dann bedächtig in die andere Richtung und bemerkt: „Der da hinten ist noch viel länger!“, seufzt und latscht los um mir das Ding zu holen. Mit einem seeligen Lächeln im Gesicht habe ich dann meinen ‚Strauß‘ in den Kofferraum verfrachtet. Und mich unfassbar darüber gefreut, einen Pragmatiker an meiner Seite zu haben, der meine alternativen Dekorationsbeschaffungsmaßnahmen auch noch unterstützt. Zuhause dann gleich nochmal Freude, weil mein Konzept aufgegangen ist und das gammlige Unkraut auch noch richtig was hermacht. Ich stelle fest, dass ich bisweilen mit recht einfachen Mitteln glücklich zu machen bin…

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    Passt nebenbei bemerkt auch ganz hervorragend zur restlichen Deko und war völlig kostenlos… Eine wundervolle Inspiration ist auch das Buch, dass ich so schön dekorativ auf dem Tischchen platziert habe. Wenn Euch also altes und individuelles Interieur und spektakuläre Dekorationen mit altem Krempel begeistern, lohnt sich ein Blick hinein!

  • Mal wieder so richtig aufgeräumt!

    Manchmal brauche ich einen Anlass, um mal wieder so richtig Ordnung zu schaffen. Was würde sich da eher anbieten als ein ausgedehntes Fotoshooting? Da bleibt mir dann wohl notgedrungen nichts anderes übrig, als mal wieder so richtig ausgiebig zu putzen, räumen und umdekorieren. Ein vorgezogener, kleiner Frühjahrputz sozusagen. Manchmal muss man einfach ausmisten und die vielen tollen Dinge, die man so hat wieder ins rechte Licht rücken. So habe ich also meinen inneren Schweinehund überlistet und dabei sind dann so ganz nebenbei auch noch ein paar Bilder entstanden, die ich heute zeigen kann. Zunächst einmal die Garderobe, die durch das Bänkchen auch einen Platz zum Schuhe anziehen bietet und ungemein praktisch ist. Da man sie ständig im Blick hat, wenn man sich in der Wohnung aufhält, ist hier Ordnung durchaus wünschenswert. Klappt leider nicht immer!

    aufgeraeumt

    Irgendwie schaffe ich es immer wieder, alles zuzustellen und mit meinen ganzen Habseligkeiten zu ‚dekorieren‘. Da tut es mal wieder ganz gut, alles in den Ursprungszustand zu versetzen. Im Wohnzimmer sind meine Betonbuchstaben eingezogen und zieren nun die selbstgebauten Galeriesockel. Die alte Leiter habe ich nach Weihnachten einfach zusammen geklappt, so wirkt nun alles ein wenig luftiger.

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    Ich mag ja den Mix aus sehr modern und geradlinig und altem Flohmarktkrempel wahnsinnig. Hier und da noch ein wenig Industrialstyle und schon fühle ich mich wohl. Aber es muss auch offen und aufgeräumt wirken. Wenn alles so vollgestellt ist, dass die einzelnen Stücke gar nicht mehr zur Geltung kommen, dann ist in jedem Fall etwas schief gelaufen. Meine Strick- und Leseecke wird leider immer noch viel zu wenig frequentiert. Gestrickt wird meist auf der Couch, gelesen höchstens mal im Bett. Eigentlich also völlig überflüssig. Sieht aber gut aus und daher darf sie auch bleiben. Wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wohin ich sonst mit dem Sessel sollte!

  • DIY | Holz altern lassen

    Mein wunderschönes Webschiffchen, das ich vor gar nicht allzu langer Zeit vom Trödler meines Vertrauen erworben habe, ist ein wunderbares Stück. Da ich über die Feiertage so richtig viel Zeit hatte, wurde es nun endlich einer intensiven Reinigungsaktion unterzogen. Das bedeutet, alte Klamotten an, ab ins Bad und schrubben. Um den Holzton ein wenig aufzuhellen, nehme ich dazu für Holz gerne ein bisschen Klorix mit ins Wasser. Durch den Chloranteil wird das Holz gebleicht und bekommt einen wundervoll hellen Farbton. Dieses Mal hat das auch wieder ganz wunderbar funktioniert. Der Dreck ist weg, das schöne Stück ist nun endlich sauber. Nur der Farbton wollte noch nicht so Recht zu meiner Vorstellung passen. Ich wollte gern das Holz so richtig schön alt und von Wind und Wetter ausgebleicht aussehen lassen. Jetzt kann man natürlich das Schiffchen einfach nach draußen legen und ein paar Jahre warten. Funktioniert ganz wunderbar, dauert mir aber eindeutig viel zu lange. Geduld gehört tatsächlich nicht zu meinen Stärken…

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    Also ab in den Baumarkt und mal schauen, was es da so gibt. Zurückgekehrt bin ich mit einer großen Tüte voller Möglichkeiten. Nach langen und diversen Tests, was hier nun Abhilfe schaffen könnte, habe ich mich für hellgraue Beize entschieden. Die gibt es in jedem Baumarkt für ein paar Euro zum selber anmischen. Sie wird einfach mit heißem Wasser angerührt, muss dann erkalten und kann danach angewendet werden. Ich wollte das Holz nicht zu sehr vergrauen lassen, so habe ich den Wasseranteil einfach verdoppelt und das Schiffchen mit der sehr dünnen Beize gestrichen. Das Ergebnis ist einfach umwerfend! Gerade frisch gestrichen sieht das Holz noch sehr dunkel aus, ich war zunächst erschrocken, nach dem Trocknen aber erstrahlt das Schiffchen in neuem, vergrauten Glanz. Es sieht tatsächlich aus, als hätte es einige Jahre im Freien verbracht. Ein paar Rostspuren waren sowieso schon vorhanden, die diesen Eindruck noch verstärken.

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    Nun habe ich mir eine Plastikfolie geschnappt und das Schiffchen damit ausgekleidet, so dass es innen dicht ist, ein wenig Granulat eingefüllt und das kleine Ding frühlingsfrisch mit Glücksklee bepflanzt. Der braucht nur wenig Wasser, so ist die Gefahr auch geringer, dass etwas nass wird. Noch ein wenig Moss drumherum, damit man die Folie nicht sieht und schon ist der Glücksbringer fertig. Ein echter Hingucker, oder?

  • Jetzt gehts auf die große Reise – Schrankkoffer

    Ist das nicht ein wunderschönes Stück? Ich bin völlig beseelt von meinem Weihnachtsgeschenk und so hat es auch gleich einen Ehrenplatz bekommen. Der alte Schrankkoffer wurde über mehrere Generationen weitervererbt, nun stand ein Umzug an und er war in liebevolle Hände abzugeben. Und mein Vater hat sofort zugegriffen und ihn mir mühevoll restauriert. Vielen lieben Dank dafür, er ist einfach großartig! Nicht nur, dass er unglaublich viel Stauraum bietet, der riesengroße alte Koffer ist auch noch eine Augenweide. Alte Dinge mit viel Geschichte bringen mich irgendwie zum Träumen. Was mag dieser Koffer alles erlebt haben, wo mag er überall gewesen sein? Welche Menschen waren es, die Ihr Hab und Gut in ihm verstaut haben und welche Hoffnungen und Erwartungen hatten sie an die Reise?

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    Jetzt ist der alte Koffer bei mir zuhause angekommen – sein vorerst letztes Ziel. Zum Verreisen ist er tatsächlich viel zu schade. was da alles passieren kann! Aber die Blicke der Mitreisenden würde ich ja schon gerne mal sehen, wenn er am Flughafen über das Kofferband rollt. Würden die Angestellten dort mit besonderer Vorsicht ans Verladen gehen? Und wie viel Übergepäck würde das eigentlich kosten?

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    Und wie lange muss man eigentlich verreisen, um so viele Dinge mit auf den Weg zu nehmen? Ich würde wahrscheinlich ein paar Monate hinkommen und 8 Paar Schuhe mitnehmen können. Aber die Roben der vergangenen Zeiten nahmen ja auch wesentlich mehr Platz ein, als es heute üblich ist. Für ein paar Jeans und Pullover komme ich üblicherweise mit einer kleinen Reisetasche hin. Bei mir daheim wird sie jetzt jedenfalls mit ungenutztem Bettzeug im Schrumpfbeutel befüllt und bietet so herrlich viel Stauraum!

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    Fest steht, den gebe ich nicht mehr her! Innen ist er auch noch wunderbar erhalten, wenn man ihn öffnet, schlägt einem ganz leicht der Geruch der alten Zeiten entgegen. Ein kleines Lavendelsäckchen wird ihn in den nächsten Wochen vertreiben. Im Lieferumfang enthalten war auch gleich noch eine alte Zeitung von 1975. Andere Werte, andere Geschichten, andere Zeiten.

  • Auf leisen Kufen

    Es ist erst Herbst und bisher noch keine zugefrorenen Seen in Sicht! Dennoch muss ich Euch meine neuen Schlittschuhe zeigen! Neue Dekoration ist eingezogen, die tatsächlich nicht bis zum Winter warten kann, präsentiert zu werden. Beim Trödler habe ich diese alten Kufen erstanden, die sich einfach unfassbar gut an meiner Garderobe machen. Sind genau meine Größe und in der Theorie könnte ich sie mir im Winter unter die Füsse schnallen und den erstbesten zugefrorenen See ansteuern um ein paar grazile Pirouetten zu drehen. In der Praxis stellt das mit dem grazilen Balancieren auf gefrorenem Wasser eine schier unlösbare Aufgabe dar. Macht nix, die Dinger machen sich jetzt erstmal fantastisch in meiner Wohnung und die Herbstausrede ist perfekt um die Teile nicht ausprobieren zu müssen. Hier kombiniert mit ein paar Weizenähren vom Feld nebenan (Lieber Bauer, es waren exakt zwei Stück, mehr habe ich wirklich nicht mitgenommen – ich schwöre!).

    schlittschuhe

    Heutzutage zieht man sich ja eher komplette Schlittschuhe an, als dass man sich was unter die Schuhe schnallt. Solche Holzschlittschuhe sieht man auf dem Eis tatsächlich gar nicht mehr. Aber sie sehen einfach herrlich retro aus – das ist für mich Grund genug gewesen, in eigene Schlittschuhe zu investieren. Auch wenn ich das letzte Mal vor 20 Jahren auf dem Eis war. Es wird mich nun jederzeit daran erinnern, das doch noch mal auszuprobieren. Wenn auch sehr wahrscheinlich eher in einer Eissporthalle als auf einem See…