• DIY | Kissenhülle in Form eines Pfeils selber nähen

    Ich hatte ja bereits angekündigt, dass aus dem Jaquardstoffrest, der von meiner Wendedecke übrig geblieben ist, noch etwas ganz Besonderes entstanden ist. In den Stoff ist ja ein Muster aus Pfleilen in unterschiedlichen Grautönen eingewebt und ich wollte doch auch unbedingt noch die wunderschöne Rückseite irgendwo zur Geltung bringen. Und da sich mir bei der Decke die ungeahnten Möglichkeiten von Biesenband offenbart haben, war die Idee zu diesem Kissen in Pfeilform schnell geboren. Und so wurde das Reststück vermessen und in Pfeilform zugeschnitten. Ein Schnittmuster habe ich dazu leider nicht gehabt und daher ewig mit dem Maßband herumexperimentiert und die Form aufgemalt, damit es später auch wirklich wie ein Pfeil aussieht… Man benötigt jeweils ein Vorder- und ein Rückenteil. Zudem sollte noch ein ca. 15 cm hoher Streifen aus dem Stoff geschnitten werden, der dann die Form des Pfeils einmal umschließen kann.

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    Wie das mit dem Biesenband so funktioniert, hatte ich ja im Deckenbeitrag schon beschrieben, wichtig war mir hier nur, dass beide Stoffseiten sichtbar sind. Zunächst einmal habe ich also das Biesenband an die helle Vorderseite genäht, danach dann den langen Stoffstreifen dagegen gestürzt. Nun die Ecken schön ausgebügelt, damit ich es es später leichter habe nach dem Wenden. Die Rückseite ist ebenfalls dunkel, hier habe ich einfach die Teile ohne Biesenband zusammengenäht. Nicht, weil ich es so geplant hatte, sondern weil einfach nur noch ein winzig kleines Stück übrig war…

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    Stört nun am Ende aber gar nicht. Ein kleines Stück offen lassen, damit man das Kissen noch wenden kann. Dann alle Ecken einschneiden, so dass sich der Stoff hier nicht verzieht. Zum Schluss dann alles mit viel Watte füllen, bis es schön fest ist. Die offene Stellen noch von Hand vernähen. Natürlich kann man auch einen Reißverschluss einnähen, dann hat man es leichter beim Waschen. Diesmal war ich dazu einfach zu faul und werde es sicher bereuen, sobald die erste Wäsche ansteht. Das Kissen ist mit 65 cm Breite auch nicht gerade winzig, passt aber ganz hervorragend auf den grauen Filzsessel oben. Die Ecke ist jetzt ein echter Hingucker, nachdem ich auch noch ein paar Mohnkapseln und sonstiges Unkraut aus dem Garten gemopst habe.

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    Ein paar hübsche Nahaufnahmen von meinem Gestrüpp mag ich Euch auch nicht vorenthalten, schließlich ist das das hübscheste Unkraut, dass unser Garten aktuell zu bieten hat. Und dabei weiß ich noch nicht einmal, was das ist. Wenn jemand eine Idee hat, freue ich mich darauf in den Kommentaren!

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    Vielleicht mag jemand die Idee aufgreifen und es entstehen sogar noch ganz neue Formen? Herzen, Sterne oder gar Blüten? Lasst es mich wissen, wenn Ihr noch eine bessere Idee habt! So, und nun verabschiede ich mich in meinen sonnigen Urlaubstag und wünsche Euch einen tollen Montag!

    Pfeilschnelle Grüße,

    Eure Tanja

  • DIY | Fred Fuchs oder wie man Wolle zum Leben erweckt

    Darf ich vorstellen? Das ist Fred! Fred hat sich aus ein paar Metern Wolle, Bärenaugen und einer hübschen Stupsnase sowie einigen Stunden Zeit irgendwie ganz wunderbar entwickelt. Ich hatte schon lange vor, einen ganz besonderen Bären für ein ganz besonderes Kind zu häkeln. Als Geschenk zur Geburt finde ich etwas selbst gemachtes eben noch gleich viel persönlicher als etwas gekauftes. Aber so ein Bär ist ja doch irgendwie langweilig, also sollte es dann doch etwas besonderer sein. Der Fuchs gilt als schlau und ist dabei schnell, flink und geschickt. Und hübsch sind diese Waldbewohner allemal. Also ein Fuchs, na gut, dann also mal frohgemut mit der Häkelnadel ans Werk. Immerhin habe ich noch ein paar Wochen Zeit, bis der kleine neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt.

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    Der Körper sollte geringelt werden, ein wenig kindgerecht darf es dann auch bei mir sein, wenn ich schon auf bunte Farben verzichte! Und so habe ich zunächst den Körper aus unterschiedlichen Garnfarben zurechtgeringelt. Unten ein wenig bauchiger, oben dann langsam schmaler werdend habe ich jeweils zwei Reihen in natur und eine Reihe in dunkelgrau gehäkelt. Zwischendurch ist mir eingefallen, dass ich schon mal Ärmchen brauche, die ich gleich mit einhäkeln kann und so mussten zwei weitere Knäuel an den Start. Die Ärmchen gingen schnell, hier waren es nur 3 Ringel und 12 Maschen im Kreis. Schon mal ein bisschen Watte einfüllen und dran an den Bauch.

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    Nach der fünften Ringelreihe in dunkelgrau habe ich dann die Ärmchen schon mal mit verhäkelt und noch ein paar Reihen oben dran gesetzt. Noch ließe sich aus diesem Torso so ziemlich jedes Tierchen machen, aber ich habe mir ja unbedingt einen Fuchs eingebildet. Also mussten vorab schon mal die Öhrchen geformt werden. Ich habe zuwert das Innenohr in dunkelgrau gehäkelt, dann in gleicher Form noch eines in natur und dann beide Ohrenteile in einer weiteren Runde zusammen gehäkelt. Klappte gut und ich habe ein schön stabiles Öhrchen erhalten. Beim zweiten bin ich genauso vorgegangen und habe die beiden Ohren dann auch gleich wieder in den Kopf mit integriert.

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    Und nun bekommt der Fuchs auch gleich endlich ein wenig Persönlichkeit. Die Bärenaugen werden einfach und eingesteckt und dann von hinten mit dem Ring fixiert. Geht kinderleicht und wirkt gleich ganz anders. Um die langgezogene Fuchsschnauze hinzukriegen musste ich nun tatsächlich mehrfach ansetzen, bis ich zufrieden war. Zunächst mit der naturfarbenen Wolle ein langgezogenes Dreieck an den Kopf häkeln. Dann mit der Kontrastfarbe alles umhäkeln und in ein paar Runden schließen. Das klingt jetzt einfach, war es aber nicht. Ohne genaue Anleitung so ein Gesicht zu formen ist nicht so ganz einfach, hat aber am Ende dann doch gut funktioniert. Nun wird alles mit viel Watte ausgestopft und der Kopf mit ein paar Stichen am Körper festgenäht.

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    Sieht schon mal ganz hübsch aus, der kleine Kerl, noch fehlen aber sowohl die Beine als auch der Fuchsschwanz. Ohne den wird man das Tierchen nicht unbedingt als Fuchs enttarnen… Also wieder zur Häkelnadel greifen und den langen Schwanz fertigen und dann am Hinterteil anbringen. Für die Füße habe ich beim Einstechen ein wenig weiter ausgeholt, so dass die Tatzen durch das Garn angedeutet werden. Das letzte Beinchen hat dann auch schell seinen Weg an den kleinen Kerl gefunden. Ganz zum Schluß hat er noch ein paar Schnurhaare bekommen. Und da ist er nun: Fred Fuchs, der schlaue kleine Kerl. Über die Namensgebung wird es sicher noch die eine oder andere Überlegung geben. Aber irgendwie sieht er aus wie ein Fred, oder?

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    Ein paar Tage darf er noch hier bei uns verbringen, bevor er dann seinen Weg zu seinem neuen, kleinen Kumpel findet. Sicher werden die beiden gute Freunde, und wenn doch nicht, wird er im Kinderzimmer in jedem Fall eine gute Figur machen. Und zumindest die Eltern das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen. Er wird über das Kinderzimmer wachen und potentielle Gefahren abwenden.

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    Was sagt Ihr zu meiner freien Interpretation eines Kuschelfuchses? Kann man überhaupt erkennen, was das sein soll? Der Herr des Hauses hat da schon ein paar Minuten gebraucht, bis er nach einigem Herumdrucksen auf einen Hund kam, oder ein Zebra? Ein Tiger vielleicht, oder doch eine Ratte? Mit Garn in rotbraun wäre das sicher nicht passiert…

    Kreative Grüße, Eure Tanja

  • DIY | kuschlige Wendedecke aus Fleece und Jaquard

    Ja, Ihr dürft jetzt gerne einmal herzhaft loslachen und den Kopf ungläubig schütteln. Eine Fleecedecke im Juli? Kuschlig und warm? Als wenn es dort draußen nicht schon heiß genug wäre! Ich bin gerne bereit zuzugeben, dass es heute keinen saisonal einwandfrei abgestimmten Beitrag gibt. Aber ich dachte, dass ein so fantastisches Weihnachtsgeschenk schon beizeiten vorgestellt werden muss, damit Ihr auch noch die Chance habt es rechtzeitig vor den Feiertagen fertig zu bekommen. Sind ja schließlich auch nur noch ein paar Wochen und Planung ist ja alles. Also, wem jetzt schon zu warm ist sollte den Beitrag irgendwo speichern und im November nochmal reinschauen. Den besonders tapferen Schneiderlein zeige ich Euch jetzt mein neues Projekt.

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    Meine Wendedecke besteht aus wundervoll kuschligem dunkelgrauen Fleece und einem edlen Jaquardstoff mit Pfeilmotiv in unterschiedlichen Graustufen. Die Stoffbreite von 135 cm habe ich voll genutzt, die Decke ist zudem 200 cm lang. Um die beiden Stoffe schön zusammen zu bringen, habe ich Baumwollbiesenband in hellem Grau genommen. Das habe ich zum ersten Mal ausprobiert und war gleich positiv überrascht über das gleichmäßige Ergebnis. Zunächst habe ich das Biesenband auf den Jaquardstoff gebracht und die Ecken schön ausgeformt. Das ist ein bisschen fummelig, aber nach der dritten Ecke hat man den Bogen raus.

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    Die vier Ecken habe ich anschließend abgerundet und das Band eingeschnitten, damit es sich nachher schön in die Kurve legt. Dann habe ich den Fleece für die Rückseite auf den Boden gelegt und entsprechend zugeschnitten. Nun das Stoffteil mit der Innenseite nach oben auf den Fleece legen und alles schön glatt streichen. Es hilft ungemein, nicht zu sparsam mit den Nadeln umzugehen, der Fleece dehnt sich natürlich erheblich besser als der Webstoff. Mein Plan, einfach an der bereits sichtbaren Naht entlang den Fleece zu befestigen, hat ganz wunderbar funktioniert. Eine kleine, ca. 20 cm breite Öffnung sollte man noch lassen um die Decke zum Schluss zu wenden. Die wird dann einfach von Hand mit Nadel und Faden geschlossen.

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    Kalt wird mir also in nächster Zeit ganz sicher nicht mehr! Man kann sich herrlich in die Decke einkuscheln. Also man könnte, wenn man denn tatsächlich gerade kalte Füße hätte. Als kleines Detail habe ich noch einen kleinen, silbernen Anhänger angenäht, der der Decke noch das gewisse Etwas gibt. Alle Zutaten habe ich bei Stoff & Stil bestellt, falls Ihr die Decke nacharbeiten wollt. Ihr braucht jeweils 200 cm Fleece und Oberstoff, 6,5m Baumwollbiesenband und passendes Garn. Der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen, nach ungefähr 2 Stunden war das potentielle Weihnachtsgeschenk schon fertig.

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    Ich hatte ein wenig mehr von dem Jaquardstoff bestellt und habe nicht lange überlegen müssen, was aus dem Rest nun wird. Aber das erzähle ich Euch ein anderes Mal…

    Macht Euch einen schönen Abend! Eure Tanja

  • DIY | Windlicht aus Beton und Glas

    Mit Beton zu arbeiten hat mich ja schon viele Nerven gekostet. Vor allem die falschen Kunststoffformen und mangelnde Geduld in der Trocknungsphase haben bisweilen für ein bisschen Frust gesorgt. Diesmal klappt es aber auf Anhieb, ganz sicher! Bin ja jetzt schon ein alter Hase… Die Idee zum Projekt kam mit dem Vorratsglas für ein paar Euro aus dem Möbelhaus. Den Deckel hatte ich schon frühzeitig entsorgt und den Glaszylinder kurzerhand als Vase umhäkelt. Schöne Idee, aber noch nicht gut genug. Also soll das Glas nun einen schönen Fuß aus Beton bekommen um zukünftig als Windlicht im Garten für abendlich romantische Stimmung zu sorgen. Und mit dem massiven Fuß fällt dann auch garantiert nichts um.

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    So weit, so gut, leider fehlte noch eine passende Form für den Fuß. Silikon ist ja ideal für den Betonguss, da bleibt nichts kleben und es lässt sich dann auch wunderbar wiederverwenden. Aber eine solche Form gibt es nur für Kuchen und ist dann auch gleich ganz schön teuer. Manchmal kommt einem dann aber ja der Zufall zur Hilfe und man findet unverhofft genau das, was man gesucht hat. Und zwar im Baumarkt. Ein simples Plastikschälchen zum Anrühren von Putz. Na also! Den Beton nach Anleitung auf der Packung anrühren und dann die Form ca. zur Hälfte füllen. Eine Stunde antrocknen lassen, dann den Glaszylinder hineinstellen und mit weiterem Beton auffüllen. Es macht Sinn, auf einen möglichst geraden Untergrund zu achten und nochmal zu prüfen, ob denn auch das Glas wirklich exakt ausgerichtet ist.

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    Dann braucht es wieder ein wenig Geduld bis die Schale komplett ausgetrocknet ist. Nach 1 – 2 Tagen ist es soweit und die Form kann entfernt werden. Mich machen solche Wartezeiten ja immer ganz schön fertig. Wenn ich losgelegt habe, möchte ich gerne so schnell wie möglich auch das fertige Ergebnis sehen. Aber diesmal habe ich wirklich durchgehalten! Noch ein wenig schleifen, so dass die Oberfläche schön glatt und homogen wird. Eine passende Blockkerze findet sich sicher in jedem Haushalt. Und nun steht lauen Sommerabenden draußen im Kerzenschein nichts mehr im Wege.

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    Das Wetter würde heute sogar passen für einen gemütlichen Grillabend, ein wenig kalt ist es aber derweil schon noch. Und so darf mein Projekt erstmal hier drinnen stehen bleiben und einfach nur gut aussehen.

    Kreative Grüße, Eure Tanja

  • DIY | Herberge zum rostigen M

    Seit Monaten, nein Jahren waren wir schon auf der Suche nach einem schönen alten, möglichst großen Buchstaben für die Wanddekoration. Gerne mit einer alten Leuchtstoffröhre, rostig und mit einer einzigartigen Geschichte. Ein M sollte es sein, aus recht nahe liegenden Gründen. Dummerweise ist das nicht nur der beliebteste Buchstabe, sondern auch der Seltenste und so sind wir bisher nicht fündig geworden. Und dabei haben wir schon jeden Trödler abgegrast und das Netz wöchentlich durchforstet. Das Passende war nie dabei. Zu klein, so neu oder zu verschnörkelt. Grün oder Gelb kam auch nicht in Frage. Und so hatten wir langsam aber sicher die Hoffnung aufgegeben.

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    Aber unverhofft kommt ja oft und so dürfen wir inzwischen jeden Morgen mit diesem wundervollen Anblick erwachen. Dieses wunderschöne M ist mitnichten ein altes Schätzchen, sondern absolut brandneu. Ein guter Geist hatte ein ähnliches Stück für Freunde geschweißt und als wir andächtig staunend davor standen und vor lauter Begeisterung wie die Rumpelstilzchen drumherumgehüpft sind, hatte er ein Einsehen. Nur kurze Zeit später erhielten wir die Nachricht, dass er auch für uns einen Buchstaben geschweißt hat. Vielen, lieben Dank an den großzügigen wie auch sehr begabten Spender!!! Du hast uns so eine Freude gemacht! Und nun hoffen wir natürlich, dass Du dein Kunstwerk bald mal hier besichtigen kommst.

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    Und bald konnten wir unseren neuen Schatz dann in den Händen halten. Schön angerostet war er schon, nun musste er noch den nötigen Usedlook bekommen. Dazu haben wir noch mehrmals geschliffen, solange poliert, bis er grau wurde und immer wieder stellenweise nachgearbeitet. Um ihn noch ein wenig nachrosten zu lassen, braucht es auch nicht viel mehr als Wasser und Geduld. Besonders in den Ecken haben wir nochmal ordentlich Rost angesetzt.

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    Schließlich ist das gute Stück dann noch mit selbstklebenden Spiegelaufhängungen an der Wand fixiert worden. Und nun sind wir sowas von zufrieden! Das lustige Ding daneben ist übrigens eine alte Krabbenreuse. Die ist bei einem der zahlreichen Besuche beim Trödler in unsere Fänge gerate und rundet das Bild perfekt ab wie ich finde.

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    Kombiniert mit dem großen alten Schrankkoffer und kupferfarbenen Accessoires mit piratischem Totenkopfmotiv haben wir uns in unserem Schlafzimmer nun ein wenig Seefahrerstimmung erzeugt. Fehlt nur noch ein schönes großes Segel über dem Bett…

    Na denn man tau! Viele Grüße, Eure Tanja

  • DIY | Seedbombs

    Das wollte ich nun wirklich schon sehr lange ausprobieren. Und auch wenn ich jetzt von der Stadt aufs Land raus gezogen bin, ist die Idee, einfach überall eine geballte Ladung Blumen guerillamäßig in der Welt zu verteilen unangefochten großartig. Vor allem als Geschenkidee finde ich die Seedbombs sehr hübsch. Und die kann nun wirklich jeder gebrauchen. Besonders schön ist es natürlich, wenn man die Dinger dann auch noch selbst gemacht hat. Meine blaue Mischung besteht aus Phacelia, Glockenblumen, Vergissmeinicht, Jungfer im Grünen und Steinkraut. Braucht alles Sonne, wächst unterschiedlich hoch bis ca. 90 cm und ist vor allem: Blau. Und sehr bienenfreundlich! Am Besten „sät“ man diese Schätze im Mai. Nun ist also ein perfekter Zeitpunkt, um die Samenbomben herzustellen und dann in einigen Wochen wild in der Welt – oder für nicht ganz so Wilde – im Garten zu verteilen.

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    Um die Samen nun in einen runde und damit wurffreundliche Form zu bekommen, die sich in der Erde schnell auflöst und die Samen so freigibt, einfach Zeitungspapier im heißen Wasser auflösen. Dann immer wieder rühren, bis sich eine pappige Masse daraus ergibt. Ich habe mir tatsächlich eine Zeitung ausgesucht, die nicht so viele bunte Bilder hat, damit meine Kugeln nachher nicht auch noch blöde grüne oder rote Stellen aufweisen. Ja, ich weiß, ich bin da ein wenig speziell. Wenn man es gern bunt mag, kann man natürlich auch zusätzlich noch ein wenig Lebensmittelfarbe hineingeben.

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    Die Samen einrühren und kleine Kugeln formen. Dabei das überschüssige Wasser einfach herausdrücken. Je kleiner die fertigen Kugeln sind, desto besser können sich nachher auch die Samen daraus entwickeln. Hier gilt tatsächlich: weniger ist mehr! Die Kugelformerei ist ein wenig langwierig, aber man hat bald den Bogen raus. Und sie müssen ja auch nicht perfekt geformt sein. Wie sie da so liegen, könnte man glatt meinen, es handle sich um etwas zu Essen. Familienmitglieder mit direktem Zugriff also besser vorwarnen.

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    Wenn man die kleinen Schätze verschenken will, empfiehlt sich ein kleines Säckchen aus Baumwolle oder Leinen. Ich hatte zufällig noch einen Salzbeutel übrig und habe diesen dafür gleich zweckentfremdet. Mit einer Schablone und einem Stoffmalstift ist ganz schnell eine Beschriftung entstanden. Länger gedauert hat es, die Bleistiftmarkierungen wieder weg zu bekommen, die ich vorausschauenderweise vorab auf das Beutelchen gemalt hatte um auch gerade Buchstaben zu produzieren…

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    Nun haben die kleinen Kerle auch ein Zuhause und lassen sich ganz wunderbar überreichen. Ob zum Geburtstag, zur Einweihungsfeier oder einfach nur so: über dieses Geschenk freut sich jeder. Glaube ich. Also zumindest der Beschenkte. Was dann diejenigen davon halten, die das Endergebnis in Ihrem Vorgarten finden und sich ein wenig wundern, sei dahingestellt. Hier im Garten werden jedenfalls ein paar in die Botanik geworfen. Und dann sehen wir mal, was daraus wird. Ich werde berichten!

    Guerillagrüße, Eure Tanja

  • DIY | Experimente mit Krakelierlack

    Es macht doch immer wieder Spaß, etwas Neues auszuprobieren. Und mit Krakelier- oder Reißlack habe ich bisher noch nie gearbeitet. Die Theorie verspricht eine aufgeplatzte Oberfläche, die aussieht als handele es sich um ein uraltes Teil, dass schon mehrfach überlackiert wurde. Genau mein Ding also! Und wenn eine Verpackung schon so hübsch daher kommt, kann ich erst Recht nicht nein sagen! Man benötigt zwei Lackfarben, damit man nachher auch einen Farbunterschied sieht und eben den Krakelierlack, der zwischen den beiden Farben aufgetragen wird. Hört sich einfach an, ist es auch. Eigentlich.

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    Meine Opfer waren ein paar Teelichthalter aus Holz, die ich im Bastelgeschäft erstanden habe. Zunächst habe ich alles mit einem hellen Sandton angepinselt, dann alles schön trocknen lassen. Die zweite Schicht transparenten Krakelierlack darüber auftragen, kurz antrocknen lassen und im Anschluss dann die zweite Farbe drüber pinseln. In meinem Fall ein hübscher Grauton. Und wieder trocknen lassen. Nun reißt die Oberfläche auf und man kann den ersten Farbton wieder durchschimmern sehen. Dummerweise rutschte die Farbe leider der Schwerkraft folgend nach unten ab und so bildeten sich oben recht große Risse und kahle Stellen, weiter unten sammelte sich dann unschön die Farbe. Hmpf. Aber so schnell gebe ich dann doch nicht auf!

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    Also musste ein wenig Schleifpapier her und die oberste Schicht wurde nochmal angeschliffen. Zu gerne hätte ich jetzt noch eine dritte Farbe gehabt… Aber nun habe ich die Farbe überlistet und immer nur eine Seite liegend gestrichen. Dauert länger, aber das Ergebnis sieht schon gleich besser aus.

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    Eine ganz hübsche Optik, und tatsächlich sehen die Teelichthalter aus, als hätte ich sie irgendwo auf dem Trödelmarkt erstanden. Und so machen sie sich auch ganz hervorragend auf dem Wohnzimmertisch und werden uns die eine oder andere romantische Stunde bei einem Gläschen Wein und Kerzenschein bescheren. Wobei ich zugeben muss, dass die Farbdosen als Dekoration auch nicht so verkehrt aussahen. Vielleicht lasse ich lieber die auf dem Wohnzimmertisch stehen?

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    Beim zweiten Objekt habe ich mir dann aber direkt ein wenig mehr Zeit gelassen und jede Seite einzeln bearbeitet. Und schon ging es viel einfacher! Das kleine Schubladenkästchen wird zukünftig Geschenkbänder und -anhänger beherbergen. So habe ich alles gleich im Zugriff. Und so bin ich am Ende dann doch halbwegs versöhnt mit dem Krakelierlack. Die Experimente werden somit als abgeschlossen betrachtet!

    Und nun wünsche ich Euch ein schönes Wochenende! Viele Grüße, Eure Tanja

  • DIY | Körbchen aus Hasendraht

    Aufbewahrungskörbchen kann man ja nie genug haben, oder? Und da inzwischen gehäkelte Utensilos in ausreichender Menge vorhanden sind in diesem Haushalt habe ich mich nach etwas Abwechslung umgesehen. Und bin so auf kleine Drahtkörbchen gestoßen, die man ganz leicht selber machen kann. Dazu braucht es nur ein wenig Geduld und eine Zange. Und natürlich das passende Drahtgitter!

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    Die Idee ist schon ein paar Monate alt, leider hat kein Baumarkt in meiner Nähe den passenden Hasendraht vorrätig gehabt. Schließlich wollte ich nicht irgendeinen! Er sollte schon kleine, quadratische Maschen haben… Im Bastelbedarf bin ich nun doch noch fündig geworden! Und habe die Rolle gleich einkassiert. Sieht auch so schon ganz dekorativ aus, oder?

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    Den Hasendraht bekommt Ihr hier. Aus dem Draht entsteht jetzt ein hübsches Körbchen, dass künftig im Badezimmer zum Einsatz kommen wird. Dazu den Draht mit einem Seitenschneider zuschneiden und an allen 4 Ecken ein Quadrat ausschneiden, so dass die Seitenwände daraus entstehen können. Dabei ist darauf zu achten, dass an einer der beiden Seiten noch ein paar Millimeter zum umknicken stehen bleiben. Die Seitenteile nach oben biegen.

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    Dann kommt die Zange zum Einsatz und die Maschen werden nun nach innen umgebogen. Schließlich soll man nicht mit den Fingern an den scharfen Kanten hängen bleiben.

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    Und so sieht das Ergebnis nun aus. Als Aufbewahrung für Handtücher und Kleinkram gleich neben dem Waschbecken hat der Hasendraht eine sinnvolle neue Aufgabe bekommen. Ein bisschen shabby, trotdem modern und einfach cool.

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    Jetzt ist sogar noch ein bisschen Draht übrig, um ein paar passende kleinere Körbchen zu basteln. Schauen wir mal, wie viele es am Ende werden…

    Wünsche Euch einen tollen Tag! Eure Tanja

  • DIY | Serviettenringe mit Hasenohren

    Na, noch eine schnelle Idee für den Ostertisch gefällig? Es geht ja jetzt in einem Affenzahn auf die Feiertage zu und so langsam darf man sich Gedanken um die Tischdeko machen. Ein schönes Abendessen mit Freunden oder der Osterbrunch mit der Familie? Ich habe mir süße Hasenohren auf meiner Tafel gewünscht und mir dann kurzerhand selber ein paar Serviettenringe mit Hasenohren gehäkelt. Da ja meistens nicht nur 2 Personen geladen sind, braucht man natürlich dann auch eine entsprechende Anzahl an Öhrchen. Da kommt es doch sehr gelegen, dass die Dinger auch noch richtig schnell gemacht sind. 5 – 10 Minuten pro Stück sollte man einplanen und ganz sicher gehen die letzen paar dann auch sehr leicht von der Hand!

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    Ihr häkelt zunächst einmal 12 Maschen, das ist die Länge der Ohren. Dann stecht Ihr in die letzte Masche ein und zieht den Faden gleich durch beide Maschen auf der Nadel, genauso verfahrt Ihr dann auch bei der zweiten Masche, die dritte bis zehnte Masche wird ganz normal gehäkelt, die beiden letzten dann wie folgt: In die Masche einstechen und den Faden durchziehen. Durch die entstandene Masche gleich den Faden nochmal durchziehen und erst dann durch beide Maschen auf der Nadel. So entsteht einen höhere Masche und Euer Hasenohr wird unten etwas breiter. Zum Schluss den Faden ca. 5 cm lang abschneiden und durch die letzte Masche ziehen.

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    Das müsst Ihr dann noch einmal wiederholen, schließlich braucht der Hase zwei Ohren! Beim zweiten Ohr dann die letzte Masche auf der Nadel lassen. Das erste Ohr wird von der Rückseite verwendet, damit es auch schön symmetrisch aussieht. Die beiden Ohren werden dann an den Fadenenden zusammen geknotet. Im Anschluss daran eine Schlaufe häkeln, durch die nachher Eure Serviette passt, den Ring schließen und die Fäden versäubern. Und das war’s auch schon!

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    Die Ohren dann noch ein wenig in Form zupfen, damit die Spitze oben auch hübsch aussieht. Erstaunlicherweise entstehen die Schlappohren ganz von alleine. Wer ganz sicher gehen möchte, kann auch noch einen dünnen Draht durchschieben, so sind die Hasenohren dann auch noch formbar. Ein kleines Ästchen oder Blümchen schadet am Ende auch nicht.

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    Ich bin sehr angetan von meiner schnell gemachten Hasenparade und brauche jetzt auch relativ wenig drumherum. Zu viel Deko stört nur auf dem Tisch, wenn viele Leute da sind und ständig etwas herumgereicht wird. Und da sich der Tisch auch so schon fast durchbiegen wird unter der Masse an Speisen, ist weitere Dekoration fast nicht nötig. Und, was habt Ihr so geplant an Ostern?

    Viele liebe Grüße zu Euch, Eure Tanja

  • DIY | gehäkelte Eierbecher

    Ein kleines Osternest für das Frühstücksei ist aus einem Rest Zpagettigarn entstanden. Der lag da halt so in der Gegend rum und hatte nicht mehr wirklich einen Auftrag, nachdem es wirklich nur noch ein Restknäuel war und nicht mehr genug um noch ein Utensilo daraus zu machen. Aber für die zwei Eiernester hat es dann gerade noch gereicht. Die dürfen nun den sonntäglichen Frühstückstisch verschönern. Ich decke also den Tisch schön ein, mache die Kamera startklar und hole mir die letzten zwei Eier aus dem Kühlschrank. Drapiere alles nett während die Brötchen schon im Backofen knusprig werden. Die ersten Schüsse sind im Kasten, da kommt der Hausherr auch schon mit dem Brötchenkorb herbeigeeilt um ihn noch im Bild zu arrangieren. Als dann endlich alle Bilder gemacht sind, kann es auch tatsächlich losgehen mit dem gemütlichen Frühstück. Die Eier wandern auch noch schnell im Kochtopf um dort in genau 5 Minuten die perfekte Konsistenz zu erlangen. Herrlich!

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    Die kleinen Nester waren am Abend vorher wirklich schnell gemacht. Eine Anleitung dazu braucht es auch nicht wirklich. Man häkelt wie bei einem Utensilo einen flachen Boden bis er ca. 12 cm im Durchmesser hat. Dann zwei Reihen glatt nach oben. Danach dann nur noch jede zweite Masche häkeln, so dass sich der Kreis oben schließt. Sobald nur noch eine etwa Ø4cm große Öffnung oben offen ist wird die letzte Masche abgehäkelt und der Faden versäubert. Ist doch ganz hübsch geworden, oder?

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    Genüßlich kaue ich an meinem Brötchen, kippe einen Schluck Saft hinterher und lasse es mir so richtig gut gehen. Dann verharre ich plötzlich in der Bewegung, ein Geistesblitz durchfährt mich! Der Mann hat sein Ei geköpft und diese wunderschön gezackte Kante und das unzerstörte Eigelb in der Mitte lassen mich wie von der Tarantel gestochen aufspringen. Der Mann hat den Löffel schon im Anschlag als ich ihn unterbreche und nötige, das Ei wieder loszulassen. Schließlich muss ich auch das noch schnell fotografisch festhalten! Ein paar Bilder später darf er es sich dann aber doch noch einverleiben und ist sichtlich erleichtert.

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    Auch ich bin seelig, schließlich habe ich noch ein wunderbares Bild der neuen, selbst gehäkelten Eierbecher in vollem Einsatz dabei herausgeholt. Und sehr froh, dass er mir nicht an die Gurgel gesprungen ist angesichts der abrupten Unterbrechung seiner sonntäglichen Frühstückszeremonie…

    Ich wünsche Euch allen einen entspannten Sonntag! Eure Tanja