• DIY | praktische Häkelkörbe für die Küche

    „Och ne, hat die schon wieder gehäkelt?“ Jawoll, habe ich und auch gleich wieder Körbchen, als hätte es das noch nie gegeben… Zu meiner Verteidigung sei gesagt: Die haben jetzt Henkel dran, das ist sowas von neu! Also zumindest hier in diesem Haus. Hat man ansonsten auch schon überall gesehen. Ist mir aber heute wurscht, die Körbchen sind schön geworden und deshalb müsst ihr da jetzt mit mir durch. Schließlich habe ich mir auch recht viel Arbeit damit gemacht. Also so ca. 2 Stunden. Für alle Beide. Und Garn war dann immer noch übrig. Zumindest ein bisschen. Also werde ich wohl noch mehr Körbchen häkeln. Einfach weil es praktische Begleiter im Alltag sind.

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    Wie man so ein Körbchen häkelt, könnt Ihr dann einfach im Beitrag zum Utensilo vom letzten Jahr nachlesen, wie die Henkel entstehen ist auch logisch, oder? Ansonsten habe ich hier die einfache Step-by-Step Anleitung in Bildern für Euch zusammen gestellt. Ich habe mal wieder Zpagettigarn verwendet, da es das einzige Material ist, dass den Körben soviel Stabilität gibt, dass man nicht ständig daran herumzuppeln muss, damit sie auch hübsch in Form bleiben.

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    Für die beiden kleinen Körbchen habe ich eine Rolle Garn in Dunkelgrau verbraucht. Die Zweite habe ich mir dann einen Tag später geschnappt und gleich noch einen dritten Korb daraus gehäkelt. Überaus innovativ, oder nicht? Dafür sieht es nun schön einheitlich aus und ich habe Körbe für jeden Zweck. Der kleinste Korb hat nur einen Henkel und darf am Haken baumeln und allerlei Krimskrams beherbergen, der schnell zur Hand sein muss. Der Mittlere taugt ganz hervorragend als Brotkorb für das sonntägliche Frühstück.

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    Der dritte Korb ist ein wenig höher, da fliegen jetzt all die Küchenhandtücher rein, die sonst immer auf der Arbeitsfläche vor sich hin gammeln. Gleich viel ordentlicher, oder? Ein paar Meter Garn sind noch übrig, daraus mache ich jetzt vielleicht noch etwas Schönes. Wie wäre es mit einem praktischen Häkelkorb für das Bad? Ich halte Euch auf dem Laufenden…

  • DIY | gehäkelter Waschlappen

    Er macht sich ganz hervorragend in unserem neuen Badezimmer: mein selbst gehäkelter Waschlappen! Beim Stöbern auf Etsy habe ich einen Waschlappen aus Biobaumwolle gefunden, der in seiner Häkeloptik einfach wunderschön aussah. War auch gar nicht teuer! Aber die Versandkosten aus den USA fand ich dann doch ein wenig happig. Schon erstaunlich, dass uns die ganze Welt durch das Internet so wahnsinnig nah ist. In diesem Falle musste ich aber eben selbst ran. Garn war noch vorhanden von meiner Vase und so entstand in einer Stunde ein absolut hübsches Accessoire für unser neues Badezimmer. Hier sind nun auch die Möbel eingezogen und wir haben endlich einen Spiegel! Wenn man mal ein paar Wochen gegen eine weiße Wand statt in sein eigenes Gesicht geschaut hat beim morgendlichen Aufhübschmarathon, weiß man das noch viel mehr zu schätzen. Nun sehe ich Dank großem Spiegel und viel Licht tatsächlich, was ich da so veranstalte. Ob das die Laune zum Start in den Tag tatsächlich hebt, sei dahin gestellt…

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    Auch auf der gegenüberliegenden Seite sind nun noch die letzten Arbeiten abgeschlossen worden und die Badewanne kann uneingeschränkt genutzt werden. Die Nischen sind ausgesprochen dekorativ und sehr praktisch. Wo soll ich sonst den ganzen Dekokrempel unterbringen?

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    Zugegebenermaßen sieht es aktuell noch ein wenig kahl aus, aber das werden wir auch bald noch ändern, Ideen haben wir schon viele, jetzt fehlt leider noch ein wenig die Zeit, um auch alle umzusetzen. Aber kommt Zeit, kommt neues Projekt.

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    Widmen wir uns wieder dem Waschlappenprojekt: 22 Maschen aufnehmen, 2 Reihen häkeln, dann habe ich wieder mit Büschelmaschen gearbeitet. Wie das funktioniert, habe ich Euch vor kurzem hier schon gezeigt. Danach dann vier Reihen glatt häkeln, wieder eine Reihe Büschelmaschen. Das Ganze dann solange wiederholen, bis die Höhe eines handelsüblichen Waschlappens erreicht ist. Sobald die Vorderseite fertig ist, geht es dann an das Gegenstück für die Rückseite. Wieder 22 Maschen aufnehmen und diese Seite ohne die Büschelmaschen bis zur nötigen Höhe häkeln.

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    Die Rückseite habe ich ganz einfach und sehr fest gehäkelt und dann beide Teile übereinander gelegt und miteinander verhäkelt. Am Ende noch eine Schlaufe dran und schon ist der Waschlappen fertig. Fasst sich ganz wundervoll an und die etwas grobe Struktur auf der Rückseite hat noch eine leichte Peelingwirkung.

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    Optisch passt es natürlich ganz wundervoll ins neue Badezimmer und gibt dem Raum ein wenig Gemütlichkeit. So langsam aber sicher wird es nun in jedem Raum im Haus fertiger und die Baustellen weniger. Gibt aber immer noch genug zu tun und nach einem arbeitsreichen Tag beim Schleifen, Streichen und Schrauben werde ich Dank des neuen Waschlappens nun auch abends beim Duschen wieder so richtig sauber. Baustaub kann ja sehr hartnäckig sein!

  • DIY | gehäkelte Vase im Ethnolook

    Ein bisschen Ethno, vielleicht sogar schon Boho, auf jeden Fall aber ganz natürlich in Neutraltönen gehalten. Hä, wie bitte? Geht Boho auch ohne Bunt? Allerdings, wie die Fotografin und Stylistin Paulina Arcklin zeigt. Ich bin schon lange ein großer Fan Ihrer inspirierenden Bilder. Leider hat sich mir bisher jede Möglichkeit verweigert, dass auch mal auszuprobieren, da ein altes Stäbchenparkett in Eiche und die massiven Dachbalken in rotbraun einfach nicht den richtigen Rahmen geboten haben. Man könnte nun meinen, unsere grauen Fliesen hätten durchaus Konzept… Und ja, endlich ist es soweit, ich darf auch mal ganz tief in der Dekokiste wühlen!

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    Und da ich auch mal wieder so richtig Lust hatte, etwas Neues zu auszuprobieren, habe ich mir Garn und Häkelnadel geschnappt und ein altes Vorratsglas zu neuem Glanz verholfen. Damit das auch schön mit der Ethnodeko harmoniert, habe ich mir ein hübsches Muster ausgedacht, dass ganz wunderbar zum Thema passt: Büschelmaschen. Und damit ich nicht so viel schreiben muss, gibt es ein paar Bilder dazu, wie man die Maschen ganz leicht hinkriegt. Erstmal drei Reihen häkeln, für meine Vase habe ich 40 Maschen aufgenommen und zu einer Runde verbunden. Dann 3 Luftmaschen anschlagen, den Faden aufnehmen, in die erste Masche einstechen und den Faden hochziehen. Und zwar bis auf die Höhe der 3 Maschen. Das Ganze noch zweimal wiederholen.

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    Nun habt Ihr 6 Schlaufen auf der Nadel. Dann den Faden durch alle  Schlaufen hindurchziehen und nochmals mit einer Masche abhäkeln. Dann folgt eine Luftmasche.

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    Es kann gleich weitergehen, wieder den Faden auf die Nadel holen und dann – ganz wichtig – in die übernächste Masche einstechen, damit die Büschel auch ein wenig Platz haben. Wieder 6 Schlaufen bilden, Faden durch und abhäkeln. Sobald eine Reihe Büschel fertig ist, habe ich eine Reihe normal gehäkelt, dann wieder eine Reihe Büschel im Wechsel.

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    So ein gemütlicher Herbstabend reicht völlig aus, um den Überzieher für die Vase fertig zu stellen. Nach 2 – 3 Stunden ist man soweit fertig und braucht seine Vase nur noch anzuziehen. Funktioniert auch ganz wunderbar als Teelichthalter, wenn man schmale und lange Finger hat, um die Teelichte wieder herauszuholen; oder einfach ein flacheres Gefäß nimmt. Durch die Büschelzwischenräume schimmert so hübsch das Licht, da könnte man fast meinen, es wäre schon Winter…

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    Und wo es nun wieder etwas kälter ist dort draußen und die gemütlichen Abende zu Hause wieder häufiger, freue ich mich auch wieder auf Stricken und Häkeln bei einer duftenden Tasse Tee und gerne auch ein paar Keksen dazu. So langsam kommt auch ein wenig die Gelassenheit und die Liste der Dinge, die ganz dringend erledigt werden müssen im Haus, ist schon ein wenig kürzer geworden.

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    Ich genieße das neue Zuhause in vollen Zügen, vor allem die vielen Räume, die ich nun auch völlig unterschiedlich dekorieren kann. Das Schlafzimmer hat einen Mix aus Dunkelgrau und Kupfer, das Wohnzimmer zeigt viel Beige und helles Grau. Im Gästezimmer, dass auch gleichzeitig meinen Arbeitsplatz  beheimatet, ist nun der Ethnostyle eingezogen. Und mein Schreibtisch ist endlich angekommen! In den letzten Tagen wurde viel gewerkelt und geschraubt. Jetzt fehlen noch die Bilder an der Wand und dann lasse ich Euch mal einen Blick hineinwerfen!

  • DIY | Utensilo aus Filzwolle

    Schon lange wollte ich mal ausprobieren, wie das mit der Filzwolle denn eigentlich so funktioniert. Einfach ein passendes Garn kaufen, dann verhäkeln oder verstricken und ab damit in die Waschmaschine. Hört sich doch ganz einfach an und verspricht ein schönes Ergebnis. So eine Schale aus Filz habe ich mir schon lange gewünscht, aber Nassfilzen kam dann doch für ein Erstlingswerk nicht in Frage. Ich war mal in einer Filzwerkstatt und habe mir angeschaut, wie das so funktioniert. Und bisher nie das Bedürfnis gehabt, das auch mal selber auszuprobieren. gehen wir also den einfachen Weg und schauen mal, was dabei herauskommt. Die graue Filzwolle habe ich bei Idee-Kreativ erstanden und gleich losgelegt.

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    So wird’s gemacht:

    Wie man ein Utensilo häkelt, habe ich ja schon mehrfach demonstriert, hier findet Ihr nochmal die Anleitung dazu. Wie immer einfach ein paar Maschen aufnehmen, dann im Kreis häkeln, die ersten Runden jede Masche doppelt nehmen, ab der 4. Runde jede 3. Masche doppelt nehmen und so weiter. Wenn der Boden die gewünschte Größe hat, einfach glatt nach oben weiter häkeln. Beim Filzen wird das Körbchen aber noch kleiner, also lieber ein paar Maschen mehr häkeln.

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    Die letzte Reihe habe ich dann etwas verstärkt, indem ich in die Masche eingestochen habe, den Faden mit der Nadel aufgenommen und dann gleich durch die Masche und auch den Faden auf der Nadel gezogen habe. So wird der Rand schön stabil und fest. Dann ab damit in die Waschmaschine. Ich habe einfach das Waschmittel gespart, 60°C eingestellt und nur sanft geschleudert. Das ging kinderleicht.

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    Aus einem Utensilo, dass vorher 20 cm im Durchmesser hatte, wurde nun ein Filzkörbchen mit ca. 15 cm Durchmesser. 25% Größenverlust sollte man also mit einkalkulieren. So ganz optimal ist das Ergebnis noch nicht geworden, ich hätte mir ein bisschen weniger Häkelstruktur gewünscht. Schön ist das Teilchen trotzdem geworden. Oder was meint Ihr?

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    Taugt übrigens auch ganz wunderbar als Osternest. Mit ein wenig Moos ausgepolstert sind die Schokoeier und -häschen in den besten Händen und liegen sanft und weich. Für meine bisher recht magere Dekoration eine schöne Ergänzung. Nun ist es ja wirklich nicht mehr lange hin bis zum Fest!

  • DIY | Häkelobst

    Nach Betonobst folgt jetzt Häkelobst! Nachdem ich in diesem Herbst den Apfel als Dekorationsobjekt ausgewählt habe, war der Schritt nicht mehr weit bis zum gehäkelten Früchtchen. Kann man zwar nicht essen, sieht dafür zum Anbeißen aus. Mir ist durchaus bewusst, dass es keine weißen Äpfel gibt. Aber muss man sich denn immer genau an ein Vorbild halten? Mir gefällt das Fallobst gerade so gut, weil es nicht so ganz ins Schema passt. Bisher habe ich nur einen einzigen Häkelapfel zustande gebracht, aber vielleicht werden es ja noch mehr in den nächsten Wochen?

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    So wird’s gemacht:

    Ich habe weißes Baumwollgarn genommen, dass noch übrig war und einfach mal drauflos gehäkelt. Drei Maschen häkeln, dann in die erste Masche wieder einstechen. Rundum in den ersten 5 – 6 Reihen in jede Masche doppelt einstechen so dass ein runder Kreis vor Euch liegt. Wenn der Boden groß genug ist, erstmal nur in jede zweite Masche doppelt einstechen, nach 2 – 3 Reihen nur noch in jede vierte Masche. Nun entsprechend der Form noch einige Reihen mit doppelten Maschen häkeln oder nun langsam Maschen abnehmen, also eine Masche auslassen und erst in die nächste einstechen.

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    In den folgenden Reihen immer mehr Maschen abnehmen bis nur noch eine schmale Öffnung vor Euch liegt und die gehäkelte Kugel nun mit Watte ausstopfen. Wenn Ihr denkt, es ist nun genug Watte drin und die Kugel ist schön fest geworden die letzten Maschen noch zu Ende häkeln bis die Kugel geschlossen ist. Einen längeren Faden stehen lassen und mit einer Nadel durch den Apfel ziehen, so dass die typische Apfelform entsteht. Der krönende Abschluss ist ein Ästchen aus dem Wald, dass noch oben hineingestochen wird. Nun kann man den Apfel noch ein wenig formen, bis er seine endgültige Apfelform angenommen hat. Unten ein wenig schmaler, oben schön kugelig ausgeformt. Sieht doch richtig appetitlich aus, oder?

  • Voll in Herbststimmung!

    Ein schöner Samstag, ein paar Sonnenstrahlen aber schon kühl. Es ist eindeutig Herbst! Nachdem ich so richtig in Stimmung bin, habe ich gleich noch einen Tee gekocht und mich den halben Tag auf der Couch herumgetrieben. Den restlichen Nachmittag allerdings wie von der Tarantel gestochen gewerkelt und gewurschtelt. Ein typischer Samstag halt inklusive Staubsaugen und Wäsche bügeln. Und weil ich es mir verdient habe, wird es jetzt gegen Abend heimelig bei mir…

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    Also habe ich meine gehäkelten Teelichthalter hervorgekramt und gleich mal ein wenig zum Leuchten gebracht. Und jetzt beginnt der gemütliche Teil des Tages! Ich werde mich auf die Couch flaggen und versuchen, die Füsse mal still zu halten. Fällt mir schwer – gebe ich zu. Mir kommt meist doch noch irgend ein Geistesblitz, und irgendwie finde ich dann immer noch etwas, dass ich unbedingt und sofort nochmal ganz schnell erledigen wollte. Aber heute wirklich, ganz ehrlich, wird nur noch entspannt. Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende!