• DIY | gestrickte Tischsets selber machen

    Unseren riesengroßen Holztisch liebe ich sehr. Aber auch wenn der Tisch eingelassen wurde, die Oberfläche ist doch recht empfindlich. Den Tisch mit einer Tischdecke einzuhüllen wäre aber doch auch schade, dann sieht man ja gar nichts mehr von dem guten Stück. Die perfekte Alternative sind also Tischsets. Da kann man nach Herzenslust kleckern und krümeln. Und warum nicht selber machen? Und so zeige ich Euch heute gestrickte Tischsets, die ganz leicht nachzumachen und dazu auch noch waschbar sind.

    selbst gestrickte Tischsets

    Anleitung gestrickte Tischsets

    Ich habe für jedes Tischset 1 Knäuel (100 g) von der super super chunky von RICO Design verbraucht. Mit 10er Stricknadeln werden zunächst 50 Maschen aufgenommen. Und dann ganz einfach glatt rechts gestrickt. Solange, bis eine Größe von 45 x 35 cm erreicht ist. Mit dem dicken Garn geht das sogar recht schnell und man kann in kurzer Zeit gleich mehrere Tischsets stricken. Das flauschige Garn ist natürlich nicht dazu gedacht, Bolognese großflächig darauf zu verteilen. Aber es übersteht dann doch die eine oder andere Wäsche unbeschadet und sieht dazu noch großartig aus. Wenn man es nicht ganz so flauschig mag oder einfach stabileres Garn verwenden möchte bietet sich z.B. Zpagettigarn an.

    Zeitaufwand: 2 Stunden/ Stück  |  Materialaufwand: 8 €/ Stück

    Die perfekte Größe für ein Tischset bemisst sich auch ein wenig nach den Tellern, die in Eurem Küchenschrank stehen. Es sollten auch noch das Besteck und Gläser darauf passen, damit der Tisch nichts abkriegt. Die Standardgröße kommt mir manchmal ein wenig klein vor, daher habe ich diese ein paar Zentimeter größer gearbeitet. Wenn Ihr da anderer Ansicht seid, lasst einfach ein paar Maschen weg.

    Tischsets selber stricken

    In Kombination mit schönem Geschirr und Leinenservietten machen die Tischsets richtig was her. Für den Osterbrunch haben die zwei Stück natürlich nicht gereicht, vor Ostern kam ich nicht dazu noch weitere Sets fertig zu stellen. Aber vielleicht für das nächste Jahr?

    Wünsche Euch noch einen schönen Ostermontag!

  • DIY | Anleitung Servietten nähen

    Ein wenig Tischkultur kann nie schaden und ehrlich gesagt benutze ich auch wirklich viel lieber Stoffservietten als die Einwegartikel. Nicht nur, weil es einfach schöner aussieht, sondern weil es sich auch viel besser anfühlt. Und zudem kann man die Dinger auch unendlich oft benutzen, zwischendurch waschen macht allerdings Sinn. Damit meine neuen Servietten also auch problemlos die Kochwäsche überstehen, habe ich mich für ein grobes Leinen entschieden, dass durch Schrägband einen schönen, breiten helleren Streifen erhält und so optisch gleich noch richtig was hermacht.

    Bei allen bisherigen Versuchen, solche Stoffläppchen gerade und schön adrett hinzubekommen, bin ich gescheitert, weil sich die Dinger spätestens nach der ersten Wäsche immer ganz fürchterlich verzogen haben. Dabei muss man nur darauf achten, dass man den Stoff absolut gerade zuschneidet. Mit einem kleinen Trick geht das unglaublich einfach und schnell.

    Beim Zuschnitt auf 50 x 50 cm habe ich jeweils einen Faden aus dem Stoff gelöst und herausgezogen. So ergibt sich eine schöne gerade Schnittkante, die man dann nur noch mit der Schere entlangfahren muss. Nun habe ich Baumwollschrägband in einem hellen Cremeton genommen und außen an den Kanten angesteppt. Die Ecken sind eigentlich auch ganz einfach. Ihr näht nicht bis zur Kante, sondern nur bis 0,5 cm davor, kurz rückwärts nähen und die Fäden abschneiden. Nun wird das Schrägband gerade zurückgeschlagen und der Knick schön fest gedrückt. Die Ecke wird nun nach innen eingeschlagen, so dass sich ein 90° Knick ergibt. Mit der Schere nun noch an der eingeknickten Außenkante den Stoff leicht einschneiden. Das Schrägband mit Nadeln an der nächsten Kante entlang feststecken und dann annähen. Das machen wir mit allen vier Ecken, dann treffen sich die beiden Enden. Diese werden zusammengenäht, damit auch hier alles sauber aussieht, dann die letzte Außenkante gesteppt.

    Dann wenden wir die Arbeit und legen das Schrägband komplett um. An den Kanten glatt streichen und diese einfach einschlagen. Alles feststeppen. Ich habe zum Schluss noch ein Webetikett aufgenäht, das sieht schön aus und macht die Servietten gleich noch individueller. Nachdem alles schön glatt gebügelt wurde, sind unsere Servietten auch gleich einsatzbereit.

    Und verschönern unseren gedeckten Tisch nun mit ihrem rustikalen Charme. Ich gebe mir jeden Abend wieder Mühe, den Tisch schön zu decken und das Essen nicht nur kulinarisch zu einem Genuss werden zu lassen. Dazu gehören auch gern frische Blumen aus dem Garten und im Zweifel auch ein wenig hübsches Obst und Gemüse. Schön angerichtet macht das Essen so gleich nochmal mehr Freude.

    Und ich überlege jetzt, wie viele ich noch brauchen werde, wenn ich das nächste Mal Gäste zum Essen einlade. Stoff ist noch genug vorhanden, ich kann also jetzt in Serienproduktion gehen.

    Lasst es Euch gut gehen!

  • DEKORATION | Schnittgut

    Gestern war so ein richtiger Glückstag. Ein Tag, an den ich noch lange denken werde, einfach weil es der Inbegriff des perfekten Samstags war. Die Sonne hat sich richtig Mühe gegeben, meine Laune war entsprechend aufgehellt und dann hat mir noch jemand eine unglaublich große Freude gemacht. Der Gärtner war nämlich da und hat die Bäume gestutzt. Also nicht bei uns, da gibt es noch kein nennenswertes Baumwerk, dass es zu beschneiden gilt. Aber beim Nachbarn! Der fleißige Herr hat den ganzen Tag geackert und gewerkelt. Als mir dann auffiel, dass die wundervolle Korkenzieherweide unserer lieben Nachbarn auch dran war, bin ich doch ganz uneigennützig mal rübergetappert und habe ganz lieb nachgefragt, ob ich vielleicht ein paar Zweige haben dürfte.

    Und ich durfte. Er wollte mir schnell zur Hilfe eilen um mit der Gartenschere Hand anzulegen, aber ich war selbstverständlich vorbereitet und hatte schon mal geistesgegenwärtig meine eigene dabei. Nachdem der Baum wirklich sehr groß ist und es wirklich, wirklich viele Zweige waren, hatte ich die volle Auswahl und habe mir liebevoll die schönsten rausgepickt. Der Gärtner derweil war auch glücklich, dass es mich so zum Strahlen gebracht hat.

    Ein paar Minten später waren wir dann zuhause und die Zweige in der Vase verräumt und auf dem Esstisch drapiert. Ja, ich gebe zu, dass die Äste eventuell etwas zu lang, das ganze Konstrukt vielleicht etwas zu groß geworden ist. Aber ehrlich gesagt ist mir das grade schnuppe, ich erfreue mich so an meiner Errungenschaft, dass ich jedes Mal wohlig aufseufze, wenn ich den Raum betrete. Ja, ich bin recht schnell glücklich zu machen und oft braucht es auch nur eine klitzekleine Kleinigkeit um meinen Tag zu einem ganz besonders guten zu machen.

    Was die alten Holzkegel auf dem Esstisch machen? Ja, die stehen da halt so rum, weil es einfach wunderbar zusammen gepasst hat. Ob Kegel auf Esstischen sinnvoll sind? Wir können dann ja heute Abend mal mit einem Apfel probieren, ob wir alle Fünfe schaffen…

    Einen tollen Sonntag wünsche ich Euch!

     

  • Dekoration | die ersten Frühlingsboten

    Kaum ist Weihnachten vorbei, darf es wieder frisch und frühlingshaft werden, oder? Ich mag jetzt wirklich kein Geglitzer mehr, keine Schleifenbänder und auch ganz sicher keine Wichtel. Und ich scheine damit nicht so ganz allein zu sein, Die ersten Tulpen sind schon wieder zu haben und im Gartencenter sind Blumenzwiebeln in allen erdenklichen Formen und Farben zu bekommen. Ich habe mich ganz spontan für weiße Hyazinthen entschieden, diese in eine Schale gepflanzt und noch mit ein wenig Moos abgedeckt. Ich glaube zwar nicht, dass die Zwiebeln wirklich frieren können, schließlich ist es schön kuschelig warm hier drin.

    Aber so ein wenig Moos ist doch immer wieder schön anzusehen und tatsächlich waren auch noch ein paar Reste von der weihnachtlichen Gartendeko in der Garage, die noch verwendet werden wollten. Noch sieht die Schale ein wenig popelig aus auf dem riesigen Tisch, aber schon ein paar Tage später gehen die Blüten auf, duften herrlich und werden doch sehr üppig.

    Am Schönsten sind die Hyazinthen aber doch, bevor sie dann lange Füsse bekommen und blühen. Nach wenigen Tagen ist das Schauspiel dann ja auch leider immer wieder vorbei. Aber das hindert mich nie daran, mir ein wenig Frühling ins Haus zu holen. Und bei den ungemütlichen Temperaturen dort draußen, bei Sturm und eisigem Schnee, kann ich ein wenig Wärme gut vertragen! Wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende!

  • Schneegestöber

    Bei diesen frostigen Temperaturen und massig frischem Schnee da draußen bringen mich ja normalerweise keine 10 Pferde vor die Türe. Wenn man mich aber mit schönen Fotomotiven lockt und ich ja zum Schneeschippen eh schon vor die Türe muss, kann ich mich dann doch irgendwie für einen solchen Gedanken erwärmen. Hat man sich erstmal aufgerafft, macht es richtig Spaß. Es ist herrlich, die Nase in die frische, kalte Luft zu stecken und tief einzuatmen. Und bei unserem Sonntagsspaziergang sind dann auch tatsächlich ein paar hübsche Motive entstanden. Ich sage nur: Anreize schaffen!

    Wenn man dann, mit durchgefrorenen Ohren und einer stark unterkühlten Nasenspitze, wieder nach Hause kommt, wartet auch schon der nächste Anreiz: ein Becher schöne heiße Schokolade. Für mich der Inbegriff eines gemütlichen Nachmittags. Den Kamin noch schnell angeschürt und schon macht sich dieses heimelige Gefühl breit, dass sich so wunderbar nach Zuhause anfühlt.

    Dann noch ein gutes Buch dazu und der Blick nach draußen in die schöne Schneelandschaft. Einfach herrlich! Alternativ kann ich mich auch stundenlang mit den Stricknadeln beschäftigen. Ich stricke ja vorrangig im Winter, das Gefühl der weichen Wolle, die so schön durch die Finger gleitet, ist immer wieder entspannend. Nebenbei ist man auch gleich noch produktiv. Aktuell sind wieder Kissenhüllen in Arbeit. Bis es hier vorzeigbare Ergebnisse gibt, wird es wahrscheinlich noch das ein oder andere mal schneien, da bin ich sicher!

    Und was treibt Ihr so an einem klirrend kalten Januarsonntag? Ich wünsche Euch noch einen gemütlichen Nachmittag!

  • DIY | Pudelmützen für die Frühstückseier

    Wenn man in der Weihnachtszeit Sonntags zum Brunch einlädt, dann darf es schon ein wenig gemütlich werden, oder? Und wenn Freunde kommen, dann mache ich mir auch ein paar Stunden vorher tatsächlich Gedanken über die Tischdeko. Weihnachtlich und trotzdem schlicht, so sollte es werden. Da es nicht unendlich viel Auswahl an Geschirr gibt, war hier die Entscheidung schnell getroffen, Besteck für 8 Personen haben wir auch nur in einer Sorte. Stoffservietten waren schon mal ein guter Anfang. Und als mir dann einfiel, dass ich noch ein Knäuel Mohairwolle im Schrank habe, war kein Halten mehr. Ich habe innerhalb weniger Stunden 8 süße kleine Pudelmützchen für die Frühstückseier produziert, die wunderbar als Eierwärmer taugen.

    Nach dem Dritten hatte ich dann auch die richtige Technik raus: Mit der 5er Knookingnadel (ja ich weiß, sorry…) habe ich 10 Maschen aufgenommen, dann die Runde geschlossen und 2 Reihen ‚gestrickt‘. Das Fadenende habe ich gleich in der 2. Reihe mit verstrickt und das Ende mit ein wenig Nähgarn festgezurrt. In den 3. Reihe habe ich dann 2 Maschen zusätzlich aufgenommen, in dem ich in den linken Fuß der Masche aus der Vorreihe eingestochen habe. Wie das genau funktioniert habe ich Euch bei den umstrickten Christbaumkugeln letzte Woche schon gezeigt. Dann weiter 6 Reihen in der Runde stricken.

    In der nächsten Reihe dann jeweils 2 Maschen zusammenfassen, eine normal abheben. Nun wird es oben schon enger. Eine weitere Reihe und nochmal ein paar zusammengefasste Maschen später bleiben noch 4 Maschen übrig, durch die der Faden dann komplett gezogen wird und nach einer weiteren Masche wird der Faden einfach durchgezogen und die Mütze ist fertig. Aber ohne so einen lustigen Bommel obendrauf ist das ja nur eine halbe Sache. Also das Garn ca. 8 Mal um zwei Finger wickeln und mit einen Stück Nähgarn in der Mitte zusammen binden. Die Garnschlaufen mit einer scharfen Schere aufschneiden und nun den Bommel noch schön rund schneiden. Das Mohair verzeiht da den einen oder anderen nicht ganz perfekten Schnitt… Und nun wird der Bommel noch oben an die Mütze genäht.

    Für die 8 Mützchen habe ich ca. 2 1/2 Stunden gebraucht, es hat sich also dann doch gelohnt, nochmal darüber nachzudenken wie wir den Gästen unseren Tisch präsentieren. Die Reaktionen waren denn auch durchweg positiv und die Tischdeko fand sehr guten Anklang!

    So, und nun verabschiede ich mich in die kurze Weihnachtspause, wünsche Euch alle fröhliche und entspannte Weihnachtsfeiertage und ein paar besinnliche Stunden mit Euren Lieben!