• DIY | Anleitung Körbchen im Strickstich häkeln

    Ich habe schon das eine oder andere Utensilo gehäkelt – die Dinger sind ja auch wirklich praktisch. Warum ich jetzt noch eins brauche? Weil das Garn sich einfach wunderbar dafür eignet und einfach da war. Ich wollte mal wieder ein einfaches und schnelles Projekt umsetzen und vor allem etwas Neues ausprobieren: den Strickstich. Ich finde die normale gehäkelte Optik ehrlich gesagt nicht so sehr spannend, deshalb weiche ich gerne auf Knooking aus. Dass man aber auch mit einer ganz normalen Häkelnadel eine strickartige Optik hinbekommt, zeige ich Euch heute.

    Anleitung für das gehäkelte Körbchen

    Zunächst einmal habe ich mir das passende Garn (Yak von Lana Grossa) und eine 3er Häkelnadel zusammen gesucht. Als Erstes habe ich 4 Maschen aufgenommen und zur Runde geschlossen. Die erste Reihe wird ganz normal gehäkelt, wie ihr es kennt. Ich habe allerdings in jeder der 4 Maschen doppelt eingestochen, so dass ich danach 8 Maschen hatte. Nun geht es los mit dem Strickstich. Dazu wird nicht wie üblich in die Lücke zwischen den Maschen eingestochen, sondern mittig in die erste Masche. Alles andere funktioniert genauso, wie Ihr es kennt. Auch diese Reihe mit doppelten Maschen häkeln. Es sind dann 16 Maschen entstanden. Mit einem Maschenmarkierer nun die letzte Masche kennzeichnen, dann muss man nicht ständig mitzählen. Um den Boden schön rund hinzubekommen wird nun in der 3. Runde jede Masche einfach gehäkelt, in der 4. Reihe dann jede zweite Masche doppelt gehäkelt.

    Die 5. Reihe wieder ohne Zunahmen arbeiten, in der 6. Reihe jede 3. Masche doppeln. Das Prinzip fortsetzen und immer mal wieder prüfen, ob der Boden auch schön rund und ohne Wellen vor Euch liegt. Wenn ein Durchmesser von ca. 25 cm erreicht ist, machen wir keine Zunahmen mehr sondern häkeln einfach weiter. Es entsteht dann ganz von allein die Rundung, die dafür sorgt, dass unser Körbchen nun in die Höhe wächst.

    Nachdem eine Wandhöhe von ca. 25 cm erreicht ist, wird einfach abgekettelt und die Fäden noch vernäht. Der obere Rand wird dann umgeschlagen. Natürlich könnt Ihr die Maße entsprechend Eurer Bedürfnisse einfach anpassen. Ich kann mir auch einen hübschen Übertopf vorstellen oder eine ganz flache Form.

    Zeitaufwand: 5 – 6 Stunden  |  Materialaufwand: 15€

    Durch den Strickstich und den Umschlag hat das Körbchen einen guten Stand. Zu labberig darf so ein Utensilo ja nicht sein, sonst muss man ständig daran herumzuppeln, damit es auch in Form bleibt. Das Lederlabel gibt dem Körbchen noch den letzten Pfiff. Und jetzt ist es vielseitig einsetzbar als Brotkorb oder für den Krimskrams im Badezimmer, als Postkörbchen im Flur oder auch für das aktuelle Strickprojekt. Nachdem ich den Strickstich für mich entdeckt habe, werde ich wohl demnächst auch öfter häkeln! Und was habt Ihr grade auf den Nadeln? Oder hab ich Euch noch immer nicht inspirieren können, ein Knäuel Wolle zu nehmen und loszulegen?

  • DIY | Anleitung für gehäkelte Ostereier

    So viel österliche Dekoration wie in diesem Jahr hat es hier noch nicht gegeben, ständig entstehen neue schöne Ideen für das Osterfest. Schon faszinierend, wie aus einem Geistesblitz und einem prall gefüllten Schrank mit Bastelutensilien innerhalb kürzester Zeit etwas Neues entsteht. Ich kann ja nichts wegschmeißen, dass man noch potentiell zum Basteln verwenden kann. Ständig und immer wieder wird der große Schrank im Hobbyraum wieder mit neuen Schätzen gefüllt. Diverse Nähutensilien und Stoffe, Wolle, Kartons und verschiedene Papiersorten sind dort gehortet. Zudem noch diverse Bastelmaterialien wie Holzstücke, Muscheln und Steinchen. Und eben auch ein paar kleine Styroporkugel in Eiform. Die haben mich dann spontan inspiriert, einfach gehäkelte Ostereier daraus zu machen.

    DIY gehäkelte Ostereier

    Anleitung für gehäkelte Ostereier

    Schlichtes Baumwollgarn und ein paar Ostereier aus Styropor waren also die Grundlage. In ein paar Stunden sind daraus diese gehäkelten Ostereier entstanden. Dazu zunächst 3 Luftmaschen anschlagen und zur Runde schließen. Danach in jede der drei Maschen doppelt einstechen, so dass 6 Maschen entstehen. Nun geht es weiter in Runden. Für die Variante in Strickoptik immer in die Mittelbögen der nächsten Masche einstechen. Für die andere Optik mit den kleinen Querstreifen einfach nur in den jeweils hinteren Bogen der Masche einstechen. In der 3. Runde wieder alle Maschen doppelt häkeln, so sind es dann 12 Maschen. 

    Ostereier selber häkeln

    Die 4. – 5. Reihe einfach häkeln, in der 6. Reihe dann wieder Maschen zunehmen. Nun geht es einige Reihen weiter mit einfachen Maschen. Wichtig ist eigentlich nur, dass Ihr nicht zu stramm häkelt sondern eher locker damit Ihr auch einfach in die Mittelbögen einstechen könnt. Im Zweifel die Häkelnadel eine Nummer größer nehmen.

    gehäkelte Ostereier im Strickstich

    Zeitaufwand: 2 Stunden  |  Materialaufwand: 5€

    Zwischendurch immer mal das Styroporei hineinstecken um zu prüfen, ob alles passt. Bevor Maschen abgenommen werden müssen, das Innenei im Häkelmantel lassen und die nächsten Maschen häkeln. Wenn noch 6 – 8 Maschen übrig sind, den Faden abschneiden und mit einer Wollnadel alles zusammen ziehen und vernähen.Zum Schluss wird noch ein langer Faden durch das Gran gezogen, eine kleine Holzperle darüber geschoben und durch mehrere Knoten fixiert, so dass nichts mehr verrutschen kann. Eine kleine Feder wird noch in die Perle gesteckt, so sieht es besonders hübsch aus.

    Miniaturosterstrauch

    Und nun ging es daran, die neuen Ostereier auch schön in Szene zu setzen. Ich habe ein paar Kirschzweige und Milchsterne in einer kleinen Vase arrangiert und die Eier einfach dran gehängt. Das ist zwar wirklich eine Miniversion von einem ordentlichen Osterstrauch, aber noch ist ja auch ein bisschen Zeit um da Abhilfe zu schaffen und noch einige Zweige in die Vase zu stellen. Dann wird es aber einige Ostereier mehr brauchen um den ordnungsgemäß zu dekorieren. Ich mache mich gleich an die Arbeit um noch weitere gehäkelte Ostereier zu produzieren!

    Osterstrauch mit selbst gehäkelten OstereiernOstereier selber häkeln mit Strickstich

    Nun muss ich aber tatsächlich nochmal unten im Bastelschrank nachschauen gehen, was meine Vorräte so hergeben!

    Wünsche Euch einen tollen Abend!

  • DIY | Strickidee Gästehandtücher

    In den letzten Jahren habe ich das Stricken für mich entdeckt. Seitdem es diesen Blog gibt, habe ich viele neue Ideen ausprobiert, viel gewerkelt und gebastelt. Das Stricken ist dabei zu einer echten Leidenschaft geworden. Da ich inzwischen alles ge- und umstrickt habe, was man sich nur vorstellen kann, ist es inzwischen gar nicht mehr so einfach, mir immer wieder etwas neues einfallen zu lassen. Und so kommt hier eine nicht ganz neue Strickidee, jedoch ein wenig anders umgesetzt. In der Küche habe ich schon ein gestricktes Handtuch im Sternchenmuster, oben im Bad einen schönen gehäkelten Waschlappen. Nun musste auch im Bad noch etwas Gestricktes her. Ich habe verschiedene Muster ausprobiert, aber alle im selben Format und aus dem gleichen Garn (Cotton Wool von Stoff& Stil) gearbeitet.

    gehäkelte Gästehandtücher

    Variante 1: gestricktes Gästehandtuch

    Die ersten beiden Exemplare habe ich einfach kraus rechts gestrickt. Dazu habe ich 60 Maschen aufgenommen und alle Maschen der Hinreihe rechts gestrickt, die Maschen der Rückreihe ebenfalls. So entsteht auf beiden Seiten dieses krause Muster, dass ich sehr mag. Nachteil an diesem Muster ist, dass man doch recht lange braucht, da sich die Reihen stark zusammen ziehen. Dafür hat das Muster den großen Vorteil, dass sich das Strickstück an den Kanten nicht einrollt und schön voluminös wird. Perfekt also für diese Strickidee.

    Strickidee Gästehandtücher selber machen

    Nachdem die nötige Höhe erreicht ist um ein perfektes Quadrat zu erhalten wir noch stramm abgekettelt. Der erste Versuch war noch etwas unregelmäßig, da ich die Fadenspannung nicht so richtig im Griff hatte. Beim zweiten Gästehandtuch ging es dann schon bedeutend besser. Es ist sehr wichtig, schön fest zu stricken um ein gleichmäßiges Maschenbild zu erhalten.

    gestricktes Handtuch

    Variante 2: gehäkeltes Gästehandtuch

    Die zweite Variante ist gehäkelt und besticht durch das tolle Muster. Die Technik ist von klassischen Topflappen abgeschaut. Wie man Topflappen häkelt, wurde ja schon damals in der Schule schon ausreichend erläutert, oder? Hier habe ich eine tolle Video-Anleitung gefunden, wie man das macht. Ich habe nur den Aufhänger weggelassen und solange gehäkelt bis meine Größe von 45 x 45 cm erreicht war.

    Zunächst einmal eine Anfangs- und dann eine Luftmasche bilden. In diese wird dann hinten eingestochen und in diese eine Masche dann 3 Maschen gehäkelt. Am Ende der ersten Reihe eine Abschlußmasche häkeln, die wir auch in jeder Reihe wiederholen. Die Arbeit wenden und die erste Masche normal häkeln, in die mittlere Masche wieder 3 Maschen häkeln, dadurch ergibt sich dann später die Ecke in der Mitte. Damit das Muster schön aussieht, immer nur in den hinteren der beiden Bögen einstechen. Nun muss man ein wenig mitzählen, damit man auch immer die mittlere Masche der jeweiligen Reihe erwischt. Im Zweifel nehmt doch einen Maschenmarkierer zur Hilfe.

    Zeitaufwand: 3 – 4 Stunden/ Stück  | Materialaufwand: ca. 10€

    Nach ein paar Reihen sieht man dann schon das schöne Muster und das Handtuch wächst nun nach und nach. Wenn die gewünschte Größe erreicht ist, einfach den Faden abschneiden und durch die letzte Masche ziehen. Die abstehenden Fäden dann noch vernähen. Das Handtuch zieht sich ein wenig in die Länge, wenn man es aufhängt, das sieht dann auch gleich sehr hübsch aus. Statt des Aufhängers wurden Lederlabel angebracht. Ich habe nochmal eine neue Variante bestellt, die sich wunderbar um die Kanten der Strickstücke legen und fixieren lassen.

    Es waren doch einige Stunden Arbeit, die sich aber wirklich gelohnt haben wie ich finde. Die schönen kleinen Handtücher sind echte Handschmeichler und sehen auch noch hochdekorativ aus.

    Ich tüftle dann jetzt mal wieder an einer neuen Strickidee für Euch…

  • DIY | Anleitung tunesisch häkeln

    Auch im Frühjahr kann ich die Nadeln einfach nicht aus der Hand legen. Und da ich mal wieder etwas Neues ausprobieren wollte, habe ich das tunesische Häkeln ausprobiert. Das Muster, das sich durch diese spezielle Häkeltechnik ergibt, ist schön schlicht und klar. Und damit genau mein Ding! Beim tunesischen Häkeln werden – wie beim Stricken – Schlaufen gebildet, die dann auf der Nadel verbleiben. Eine Kissenhülle so zu häkeln, stellt damit eine Herausforderung dar. So viele Maschen auf einer kleinen Häkelnadel? Ich habe meine Knookingnadel genommen, so konnten mir die Maschen wenigstens nicht hinten runterrutschen, denn hier kann man hinten noch einen Faden durchziehen und damit die Nadel „verlängern“.

    Erst im Nachhinein habe ich gesehen, dass es natürlich auch entsprechende Nadeln gibt, die länger sind. Am Ende ging es dann doch leichter als gedacht. Ich habe 60 Maschen mit der Häkelnadel angeschlagen. Die Rückreihe wird jeweils in den Bogen der Masche eingestochen, die auf der Rückseite liegt. Nun wird der Arbeitsfaden durchgezogen und verbleibt auf der Nadel. Auch die nächste Masche wird so gebildet bis zum Ende der Reihe.

    Die Rückreihen sind dann sehr einfach. Man häkelt zwei Maschen zusammen indem man den Faden durch die ersten beiden Maschen zieht. Die Schlaufe bleibt auf der Nadel. Nun wird wieder der Faden durch die nächsten beiden Maschen gezogen. So geht es dann weiter bis zum Ende der Reihe.

    Nun wird die Nadel vorne in die erste senkrecht stehende Masche eingestochen und der Faden durchgezogen. Die Maschen bleiben dann auf der Nadel, das ist anders als beim normalen Häkeln und erinnert eher ans Stricken. Alle vorne liegenden Maschenbeine werden so abgehäkelt, bis alle Maschen auf der Nadel liegen. Nur bei der letzten Masche gibt es eine Besonderheit: hier wird in beide Maschenbögen eingestochen, so dass sich ein schöner Abschluss ergibt.

    Zurück dann wie auf Bild 7 gezeigt immer 2 Maschen zusammen abhäkeln. Am Ende der Reihe bleibt nur noch eine Masche auf der Häkelnadel. Und nun geht es an die Strecke. Bei 40 cm Breite musste ich nun 65 cm in die Höhe, das waren doch an die hundert Reihen. Dafür lag dann ein schönes, dicht gestricktes Kissenhüllenvorderteil vor mir. Das Muster neigt leider dazu, sich zu rollen, daher habe ich mich entschieden, das Gestrick nur auf einer Seite als Kissen zu arbeiten, die Rückseite sollte aus Stoff sein. Am Einfachsten ist es natürlich, eine fertige Kissenhülle zu kaufen und das Strickteil einfach mit dünnem Garn genau an der Kante entlang anzunähen.

    Und genau so habe ich es umgesetzt, das ging auch schön schnell. Für das besondere Detail sorgen dann noch die Troddeln, die ich aus dem gleichen Garn gemacht habe. Dazu einfach das Garn mindestens 30Mal um die eigene Hand wickeln, dann mit einem weiteren Faden an einer Seite zusammen binden. Nun wir der Garnring unten aufgeschnitten und das Konstrukt wird mit einem weiteren Faden obenherum noch umwickelt, alles verknotet und die Fäden dann nach innen gezogen.

    Insgesamt gibt es vier Stück; an jeder Kissenecke habe ich diese gleich mit eingenäht und hier auch besonders darauf geachtet, dass sie nicht mehr herausrutschen können. Das schöne Muster kommt auf der Fläche richtig schön raus und die Troddeln sorgen zusätzlich für den Ethnostyle. Das Kissen ist ein echtes Prachtstück geworden und hat nun auch einen Ehrenplatz auf der Bank bekommen.

    Gerade die unterschiedlichen Materialien der Vorder- und Rückseite bringen nochmal richtig Spannung in die Optik. Und dann hat die Variante mit der fertigen Kissenhülle natürlich noch den Vorteil, dass auch gleich schon der Reißverschluss integriert ist. Es hat viel Spaß gemacht, mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Jetzt überlege ich doch gleich, was ich sonst noch so alles tunesisch häkeln könnte.

    Und was habt Ihr gerade so auf der Nadel? Oder konnte ich Euch noch nicht überzeugen?

  • DIY | Teelichthalter aus Jute

    Eine gewisse Faszination geht mit besonders dünnen Garn einher. Wenn es dann auch noch recht steif und widerspenstisch ist, ist mein Interesse geweckt. Die dünne Juteschnur ist mitnichten für Häkelarbeiten gedacht, aber das wäre doch gelacht, wenn sich daraus nicht etwas Hübsches zaubern ließe? Ich bin ja für Experimente immer offen und habe auch zu Ostern schon Nester aus Paketschnur hergestellt oder den einen oder anderen Baumarktfund zu einer ansehnlichen Dekoration verarbeitet. Diesmal werden es fernöstlich anmutende Teelichthalter. In meiner Vorstellung kommen dann die Lichter besonders gut zur Geltung, wenn sie hübsche Schatten durch das grobe Gehäkel werfen. Also habe ich mich mit der dünnen Juteschnur und einer 10er Häkelnadel ans Werk gemacht und zunächst den Boden rund gehäkelt, nach 4 – 5 Reihen dann keine Maschen mehr zugenommen und einfach weiter hoch gehäkelt.

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    Ein wenig gewehrt hat sich das steife Garn natürlich schon, dafür ergibt sich aber recht schnell eine schöne Struktur, die dank der Juteschnur auch leicht in Form bleibt. Und dann ging es auch noch irre schnell, da ja die Maschengröße so schön luftig ist, dass sich von Reihe zu Reihe echte Fortschritte sehen lassen. Dass es hier und da ein wenig unregelmäßig geworden ist, stört am Ende eigentlich wenig, ich finde genau das macht den Charme aus. In Kombination mit Folkloremustern und Dekoration aus fernen Landen lässt sich sogar eine gewisse Ethno- Anmutung nicht verleugnen.


    Zeitaufwand: 1 – 2 Stunden
    Materialaufwand: 2 Euro


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    Die letzten beiden Reihen habe ich dann mit einer 4er Nadel gehäkelt, so dass die Kante oben auch hübsch und ansehnlich wird. Hier habe ich dann in jede große Masche einfach zwei kleine gesetzt, so dass sich das Gebilde oben nicht zusammenzieht. Und nachdem das große Exemplar dann fertig war, habe ich schnell noch eine Miniversion davon nachgelegt. In den textilen Umverpackungen sind dann noch zwei Gläschen und die Teelichter verschwunden und nun sorgen sie hier für herbstliche Stimmung.

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    Also von mir aus darf es jetzt da draußen dunkel werden, ich mache es mir hier gemütlich! Ein paar sonnige Tage wie heute dürften es dies Jahr schon noch sein, oder? Und dann abends genießen wir schon mal das heimelige und kuschlige Gefühl, dass es bald wieder so richtig weihnachtlich wird.

    Sonntagsgrüße, Eure Tanja

  • DIY | Fred Fuchs oder wie man Wolle zum Leben erweckt

    Darf ich vorstellen? Das ist Fred! Fred hat sich aus ein paar Metern Wolle, Bärenaugen und einer hübschen Stupsnase sowie einigen Stunden Zeit irgendwie ganz wunderbar entwickelt. Ich hatte schon lange vor, einen ganz besonderen Bären für ein ganz besonderes Kind zu häkeln. Als Geschenk zur Geburt finde ich etwas selbst gemachtes eben noch gleich viel persönlicher als etwas gekauftes. Aber so ein Bär ist ja doch irgendwie langweilig, also sollte es dann doch etwas besonderer sein. Der Fuchs gilt als schlau und ist dabei schnell, flink und geschickt. Und hübsch sind diese Waldbewohner allemal. Also ein Fuchs, na gut, dann also mal frohgemut mit der Häkelnadel ans Werk. Immerhin habe ich noch ein paar Wochen Zeit, bis der kleine neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt.

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    Der Körper sollte geringelt werden, ein wenig kindgerecht darf es dann auch bei mir sein, wenn ich schon auf bunte Farben verzichte! Und so habe ich zunächst den Körper aus unterschiedlichen Garnfarben zurechtgeringelt. Unten ein wenig bauchiger, oben dann langsam schmaler werdend habe ich jeweils zwei Reihen in natur und eine Reihe in dunkelgrau gehäkelt. Zwischendurch ist mir eingefallen, dass ich schon mal Ärmchen brauche, die ich gleich mit einhäkeln kann und so mussten zwei weitere Knäuel an den Start. Die Ärmchen gingen schnell, hier waren es nur 3 Ringel und 12 Maschen im Kreis. Schon mal ein bisschen Watte einfüllen und dran an den Bauch.

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    Nach der fünften Ringelreihe in dunkelgrau habe ich dann die Ärmchen schon mal mit verhäkelt und noch ein paar Reihen oben dran gesetzt. Noch ließe sich aus diesem Torso so ziemlich jedes Tierchen machen, aber ich habe mir ja unbedingt einen Fuchs eingebildet. Also mussten vorab schon mal die Öhrchen geformt werden. Ich habe zuwert das Innenohr in dunkelgrau gehäkelt, dann in gleicher Form noch eines in natur und dann beide Ohrenteile in einer weiteren Runde zusammen gehäkelt. Klappte gut und ich habe ein schön stabiles Öhrchen erhalten. Beim zweiten bin ich genauso vorgegangen und habe die beiden Ohren dann auch gleich wieder in den Kopf mit integriert.

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    Und nun bekommt der Fuchs auch gleich endlich ein wenig Persönlichkeit. Die Bärenaugen werden einfach und eingesteckt und dann von hinten mit dem Ring fixiert. Geht kinderleicht und wirkt gleich ganz anders. Um die langgezogene Fuchsschnauze hinzukriegen musste ich nun tatsächlich mehrfach ansetzen, bis ich zufrieden war. Zunächst mit der naturfarbenen Wolle ein langgezogenes Dreieck an den Kopf häkeln. Dann mit der Kontrastfarbe alles umhäkeln und in ein paar Runden schließen. Das klingt jetzt einfach, war es aber nicht. Ohne genaue Anleitung so ein Gesicht zu formen ist nicht so ganz einfach, hat aber am Ende dann doch gut funktioniert. Nun wird alles mit viel Watte ausgestopft und der Kopf mit ein paar Stichen am Körper festgenäht.

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    Sieht schon mal ganz hübsch aus, der kleine Kerl, noch fehlen aber sowohl die Beine als auch der Fuchsschwanz. Ohne den wird man das Tierchen nicht unbedingt als Fuchs enttarnen… Also wieder zur Häkelnadel greifen und den langen Schwanz fertigen und dann am Hinterteil anbringen. Für die Füße habe ich beim Einstechen ein wenig weiter ausgeholt, so dass die Tatzen durch das Garn angedeutet werden. Das letzte Beinchen hat dann auch schell seinen Weg an den kleinen Kerl gefunden. Ganz zum Schluß hat er noch ein paar Schnurhaare bekommen. Und da ist er nun: Fred Fuchs, der schlaue kleine Kerl. Über die Namensgebung wird es sicher noch die eine oder andere Überlegung geben. Aber irgendwie sieht er aus wie ein Fred, oder?

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    Ein paar Tage darf er noch hier bei uns verbringen, bevor er dann seinen Weg zu seinem neuen, kleinen Kumpel findet. Sicher werden die beiden gute Freunde, und wenn doch nicht, wird er im Kinderzimmer in jedem Fall eine gute Figur machen. Und zumindest die Eltern das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen. Er wird über das Kinderzimmer wachen und potentielle Gefahren abwenden.

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    Was sagt Ihr zu meiner freien Interpretation eines Kuschelfuchses? Kann man überhaupt erkennen, was das sein soll? Der Herr des Hauses hat da schon ein paar Minuten gebraucht, bis er nach einigem Herumdrucksen auf einen Hund kam, oder ein Zebra? Ein Tiger vielleicht, oder doch eine Ratte? Mit Garn in rotbraun wäre das sicher nicht passiert…

    Kreative Grüße, Eure Tanja