• DIY | Weihnachtssocke mit Norwegermuster

    Ich habe noch nie Socken gestrickt. Und auch noch nie ein Muster. Aber manchmal muss man sich den Herausforderungen stellen, und wird dann sogar positiv überrascht vom Ergebnis. Der Herbst ist eingeläutet und so langsam sieht man schon die ersten Weihnachtsartikel im Handel. Wenn man im Dezember gut ausgerüstet sein will, kann man durchaus schon loslegen, vor allem mit den etwas größeren Projekten. Meine Weihnachtssocke ging dann am Ende doch schneller als gedacht und wird bald unseren Kamin zieren. Damit das Projekt erste Socke nicht allzu kompliziert wird, habe ich eine „große Größe“ gewählt, die auch nicht gleich perfekt passen muss. Aber natürlich ist es auch hier nicht mit einer einzigen Socke getan, schließlich wollen wir ja alle unsere eigene haben, oder?

    Ich habe 80 Maschen aufgenommen und gleichmäßig auf ein Nadelspiel verteilt. Dann ging es für das Bündchen zunächst 20 Reihen 2RE/2LI nach oben. Nach weiteren 10 Reihen habe ich mit dem Muster begonnen. Zunächst in einem mittelgrau, später dann in hellgrau auf dunkelgrauem Grund. Das Muster habe ich euch in Excel aufbereitet. Man nimmt das Garn in der anderen Farbe einfach für die Masche auf und lässt das Garn dann auf der Innenseite mitlaufen, wenn man wieder die Basisfarbe strickt.

    Ich war tatsächlich erstaunt, wie gut das ging. Auf der Rückseite sieht man natürlich immer den Faden, der gerade nicht verstrickt wird. Für die Weihnachtssocke macht es aber nichts aus, schließlich schaut man ja nicht ständig herein. Kleine Elche und Bäume, aber auch große Sterne haben es auf meine Socke geschafft. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, man muss nur ein wenig auf den Rapport achten.

    Und die Fadenspannung entsprechend anpassen, wenn man größere Strecken überbrücken muss. Sonst zieht sich das Gestrick nachher unschön zusammen. Nachdem dann das Muster in 48 Reihen fertig gestrickt war, folgen weitere 6 Reihen glatt rechts in dem dunkelgrauen Basisgarn. Und nun geht es an die Ferse. Zunächst einmal sollten wir den Beginn der Arbeit, also da wo der Faden unten noch absteht, noch eine Nadel vor uns haben, so dass dieser Faden in der Mitte der Ferse landet. Nun werden in unserem Fall 40 Maschen gestrickt, also die Maschen von 2 Nadeln. Wenn Ihr diese alle auf eine Nadel bekommt, lasst ihr die 4. Nadel also dann weg. Ich habe mir zur Vereinfachung einfach eine längere Stricknadel genommen, meine Socke ist dann doch etwas größer. Nun geht es nicht mehr in Runden, sondern diese 40 Maschen werden nun bei gewendeter Arbeit links zurück gestrickt. Wichtig ist, die Maschen am Rand schön fest zu ziehen, damit es keine Löcher gibt. In der dritten Reihe wird dann zunächst die Randmasche abgehoben, dann 2 Maschen links gestrickt. Wenn noch 3 Maschen auf der Nadel sind, die nächsten beiden ebenfalls links anstricken, die letzte wieder rechts. Dadurch entsteht ein hübsche Kante, die auch gleich noch das Zählen der Reihen erleichtert. Die Rückreihe dann wieder komplett links stricken. Das wird nun 7 Mal wiederholt. Bei unserer Weihnachtssocke geht es ja nicht um Bequemlichkeit, sondern die Optik, so dass ich die Ferse etwas kürzer konzipiert habe.

    Nun wird es spannend. Es sind also 40 Maschen auf der Nadel, die wir nun in 3 Teile aufteilen. Der Mittelteil, also die Ferse, ist mit 18 Maschen etwas breiter als die beiden äußeren Teile mit jeweils 11 Maschen. Ich habe die beiden äußeren Maschen des Mittelteils mit einem Faden markiert, damit es leichter wird. Wir stricken nun die erste Reihe bis zur zweiten Markierung um dann die letzte Masche des Mittelteils mit der ersten Masche des Außenteils zusammen zu stricken. Es bleiben damit noch 10 Maschen auf der rechten Nadel. Die Arbeit wird nun gewendet (ohne die 10 Maschen zu stricken!) und die erste Masche auf die rechte Nadel abgehoben. Gut festziehen, damit keine Lücken entstehen. Nun stricken wir linke Maschen in der Rückreihe bis zur Markierung. Hier werden wieder die letzte Masche des Mittelteils mit der ersten Masche des Außenteils zusammen gestrickt und die Arbeit gewendet. Und zwar so lange, bis keine Maschen der beiden Außenteile mehr übrig sind.

    Die Ferse ist nun fast fertig. Ich habe die verbliebenen 18 Maschen wieder auf 2 Nadeln aufgeteilt und zunächst 9 Maschen auf die erste und 9 weitere Maschen auf die zweite Nadel gestrickt. Um den Kreis zu schließen, müssen nun wieder Maschen an der Kante aufgenommen werden. Insgesamt habe ich 11 Maschen aufgenommen. Stecht im Zweifel lieber eine Masche tiefer ein, damit es nicht zu locker wird. Jetzt sind wieder alle Nadeln im Spiel. Wenn der Vorderteil der Socke gestrickt ist, kommt Ihr wieder zur Maschenaufnahme und nehmt weitere 11 Maschen auf. Zusammen mit den 9 verbliebenen Maschen auf der Fersennadel ergeben sich dann insgesamt wieder 80 Maschen in dieser Runde. Sieht schon sehr nach einer Socke aus, oder?

    Nun wird der Schaft einfach in Runden weitergestrickt mit den 80 Maschen. Bei unserer Weihnachtssocke sollte dieser nicht so lang werden, schließlich muss nicht wirklich ein Fuß hineinpassen. Schlußendlich geht es nun an die Spitze. Das sieht zwar kompliziert aus, ist aber ganz einfach. Ihr legt die Nadeln so zusammen, dass die Spitze gegenüber der Ferse entsteht und strickt nun bis noch 3 Maschen auf der Nadel übrig sind. Nun werden die nächsten beiden Maschen links zusammen gestrickt. Die letzte Masche wird rechts gestrickt. Nun wenden wir uns der nächsten Nadel zu und stricken eine Masche rechts, danach werden wieder 2 Maschen links zusammen gestrickt.

    Am Ende sind dann nur noch 2 x 9 Maschen auf den Nadeln, die einfach nach innen zusammen abgekettelt werden. Ich habe die Maschen auf eine Sicherheitsnadel geschoben, die Socke gewendet und alle Maschen wieder auf zwei Nadeln verteilt. Danach dann mit der Häkelnadel (das fällt mir leichter) jeweils eine Masche von jeder Nadel zusammen abgekettelt. Den Faden noch vernähen und dann ist die Socke soweit fertig. Um die Intarsien schön sichtbar zu machen habe ich noch vorsichtig die Socke gebügelt.

    Und so sieht das gute Stück dann aus, wenn es fertig ist. Die nötige Standfestigkeit erhält mein Exemplar durch eine Styroporplatte in 1 cm Stärke, die ich nach den Konturen der Socke zugeschnitten habe. Jetzt muss ich nur noch warten, ob die Socke denn auch bald gefüllt wird…

     

  • Tipps zum gleichmäßigeren Stricken

    Manchmal ist es wie verhext! Da versuche ich ein schönes Teil zu stricken und dann wird es einfach nicht so schön gleichmäßig wie ich es gerne hätte. Oft werde ich von Euch in den Kommentaren gelobt, dass mein Strickbild so schön aussieht, aber glaubt mir, das ist nicht immer so! Es ist auch schon so manches Teil wieder aufgeriffelt worden, weil ich einfach nicht zufrieden war. Mit der Zeit wurde es aber tatsächlich besser und ein paar Tipps haben mir auch sehr geholfen!

    Scheut Euch nicht, um Hilfe zu fragen, sicher habt Ihr eine Verwandte oder Freundin, die leidenschaftlich gern strickt und Euch sicher ein paar Tipps gibt. Auch auf YouTube oder diversen Blogs findet Ihr viele hilfreiche Anleitungen. Ich habe mir wertvolle Informationen aus allen möglichen Quellen geholt und dann einfach losgelegt. Die besten Tipps habe ich Euch jetzt mal zusammen gestellt:

    • als Anfänger macht es Sinn, möglichst dickes, flauschiges Garn zu verwenden, das macht das Strickbild automatisch viel sauberer. Ich habe sehr gerne die Rico super chunky mit Nadelstärke 10 verstrickt, am Anfang eignet sich auch Cotton Tube light (Nadelstärke 5) von Stoff & Stil ganz hervorragend für diverse Projekte. Die Mille II von Lana Grossa (Nadelstärke 7) habe ich auch schon oft verstrickt und war immer sehr zufrieden.
    • Im Zweifel nehmt eine Nadelstärke kleiner als auf der Wolle angegeben, je fester man strickt, desto ordentlicher sieht es aus.
    • wenn Ihr beim glatt rechts stricken die rechten Maschen in der Hinreihe immer lockerer strickt als die Linken in der Rückreihe, nehmt doch einfach für die Rückreihe eine Nadelstärke kleiner.
    • bei dunklem Garn ist das Strickbild meist viel schlechter zu erkennen als bei hellen Garnen. Am Anfang also lieber auf einen dunkleren Farbton setzen. Schaut Euch gerne mal diese Kissenhülle an!
    • sucht Euch am Anfang eher einfache Projekte wie einen Schal oder eine Kissenhülle aus. Der Pullover muss eben noch ein bisschen warten (habe ich mich bis heute nicht herangetraut!)
    • Ein neues Knäuel muss angebrochen werden? Beginnt am Anfang einer neuen Reihe mit dem neuen Faden, den Rest schneidet ihr ab. So verschwindet der Faden dann später in einer Naht.
    • nachdem Euer Strickstück fertig ist, steckt es erstmal in die Waschmaschine (wenn die Wolle waschbar ist!), danach haben sich die Maschen dann ganz von selber in Form gezogen und es sieht viel gleichmäßiger aus.
    • bloß nicht aufgeben! Es wird von Mal zu besser, versprochen!

    Und es sei auch noch gesagt: zu perfekt und gleichmäßig darf es doch gar nicht aussehen! Sonst könnte man ja annehmen, Eure Arbeit sei maschinell gefertigt… Stricken ist ein wundervolles Hobby, weil man mit den eigenen Händen etwas erschaffen kann. Man zusehen kann wie etwas langsam wächst, ein Muster entsteht, die eigene Kreativität greifbar wird. In jedem einzelnen Teil steckt so viel Liebe und Sorgfalt, Zeit und manchmal auch ein bisschen Frust. Wenn man ein wenig routinierter wird, packt einen plötzlich die Neugier und man möchte unbedingt etwas Neues ausprobieren. Und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt!

    Das auf den Bildern sollte eigentlich eine Mütze werden, leider muss ich noch einen Riesen suchen, der einen Kopfumfang von 80 cm hat… Eine Maschenprobe macht tatsächlich bei solchen Projekten Sinn, bevor man loslegt! Viel Freude beim Ausprobieren!

    Und wenn Ihr noch mehr Tipps habt, immer her damit in den Kommentaren!

  • DIY | Riesenkissen mit Zopfmuster – eine Anleitung

    Warum nicht einfach mal größer denken? Heute habe ich für Euch ein neues Zopfmuster mitgebracht, dass sehr dekorativ ist und besonders auf großen Flächen wunderschön aussieht. Es wird eine Kissenhülle im Format 60 x 60 cm. Das Garn dazu ist super chunky von Rico Design in Farbe 25, richtig kuschlig weich und mit einer 10er Nadel schnell verstrickt. Insgesamt habe ich 400 g verstrickt für das große Kissen. Das Zopfmuster wurde mittig platziert, so dass es richtig schön ins Auge fällt.

    Insgesamt habe ich also 55 Maschen aufgenommen und dann gleich in der ersten Reihe mit dem Muster losgelegt. Nach 15 rechten Maschen folgen 6 linke, dann wieder 6 rechte für den Zopf, die 28. Masche ist eine einzelne linke, dann folgen 6 rechte, 6 linke und wieder 15 rechte Maschen. Die nächsten 4 Reihen werden dann entsprechend diesem Muster abgestrickt. Nun beginnen wir mit dem ersten Zopf. Und das ist noch einfacher, als es aussieht. Wir stricken die 15 rechten Maschen und 6 linken Maschen in der Hinreihe, dann heben wir die ersten 3 rechten Maschen mit der Zopfnadel ab und legen sie hinter die Arbeit. Die nächsten 3 rechten Maschen stricken und dann die 3 Maschen auf der Zopfnadel wieder auf die Nadel holen und stricken. Nun kommt die mittige linke Masche. Für den zweiten Teil des Zopfes wieder die ersten Maschen von der Nadel auf die Zopfnadel holen und vor die Arbeit legen.

    Nun wieder 3 Maschen stricken, die 3 von der Zopfnadel zurückholen und abstricken. Weiter geht es dann so wie die Maschen erscheinen. Alle 8 Reihen wiederholen wir diese Procedere nun. So entsteht nach und nach das hübsche Muster und das Kissen wächst sichtlich schnell in die Höhe.

    Hier habe ich Euch das Muster nochmal in meiner Excel-Tabelle aufbereitet, damit Ihr nicht so viel lesen müsst. Ich hoffe, das ist hilfreich. Nachdem das Kissenteil eine Höhe von 57 cm erreicht hatte und auch das Zopfmuster ca. in der Mitte unterbrochen wird, habe ich dann das Vorderteil abgekettelt und mich an das Rückenteil gemacht. Das wird einfach nur rechts gestrickt, zugegebenermaßen ein wenig langweilig, aber durch die großen Maschen war das wirklich schnell erledigt. So ein dickes Garn hat ja durchaus auch Vorteile!

    Die beiden Teile werden dann aufeinander gelegt und mit der Häkelnadel verbunden. Dazu durch die Maschen der beiden Strickteile stechen und den Faden durchziehen. Eine Seite offen lassen, denn da muss nun noch das Innenkissen hinein. Die letzten Maschen dann schließen – ich verzichte meist auf das aufwendige Einarbeiten eines Reißverschlusses und trenne lieber zum Waschen ein paar Maschen wieder auf. Und schon ist mein Riesenkissen fertig. Nun wird die Kaminecke richtig kuschlig. Wir haben uns auch endlich Polster für die Kaminbank gegönnt und der Platz ist nur richtig gemütlich geworden. Ich kuschle mich jetzt in mein Kissen, schnappe mir ein gutes Buch und lasse es mir gut gehen!

    Und Ihr so?

  • DIY | kleines Dekokissen mit Zopfmuster selbst gestrickt

    Garn, Stricknadeln und ein wenig Inspiration – schon geht es los! Ein schnelles Projekt ist dieses 30 x 50 cm große Kissen, dem ich mit einem schlichten, mittig gesetzten Zopfmuster einen rustikalen Look verpasst habe. Nun verschönert das kleine Kissen den Sessel oben und es ist noch gemütlicher, wenn ich mich mit einer Tasse Tee und einem guten Buch für ein paar Minuten aus dem Alltag ausklinke. Dort oben entstehen auch viele Strickstücke, der Korb mit dem Garn ist immer in Reichweite. Der Sessel ist zum Fenster ausgerichtet und der Ausblick in die Weite herrlich entspannend.

    Ich habe mit der 4er Nadel 80 Maschen aufgenommen. Nun wurde 25 Maschen rechts gestrickt, 10 Maschen links, dann wieder 10 Maschen rechts für den Zopf. Weitere 10 linke Maschen und 25 rechte Maschen später haben wir die erste Reihe schon beendet. Wenden und die Maschen abstricken, wie sie kommen. In der 6ten Reihe wird dann der Zopf zum ersten Mal gestrickt. Es werden 5 Maschen auf die Zopfnadel geschoben, die nächsten 5 rechten Maschen dann normal abgestrickt. Nun schiebt man die 5 Maschen von der Hilfsnadel wieder zurück auf die Nadel. Und wieder geht es 10 Reihen nach oben bis zum nächsten Zopf.

    Insgesamt habe ich den Zopf sieben Mal gestrickt bis die passende Höhe für das Kissen erreicht war. Dann wird das Strickstück abgekettelt und der Vorgang nochmal widerholt, schließlich brauchen wir ja auch noch das Rückenteil des Kissens. Sobald dann beide Teile fertig sind, werden diese mit der Häkelnadel verbunden. Insgesamt habe ich 150g Wolle benötigt, für ein größeres Kissen müsstet Ihr das dann entsprechend hochrechnen. Die Wolle ist recht kernig im Griff, für einen Schal würde ich sie nicht verwenden wollen, das wäre sicher recht kratzig. Für das Kissen ist die Wolle aber absolut geeignet, ließ sich gut stricken und wirkt so herrlich rustikal.

    Jetzt steht einem gemütlichen Nachmittag absolut nichts mehr im Wege. Und ehrlich gesagt hecke ich natürlich schon wieder neue Pläne aus. Es ist nämlich noch eine ganze Menge Wolle übrig geblieben, die noch zu etwas schönem verarbeitet werden will.

    Neue Inspirationen für meine Strickprojekte finde ich meist auf meinem Pinterest-Board Stricken & Häkeln. Dort sammle ich alles, was mir gefällt und ich gerne noch umsetzen möchte. Schaut doch mal rein und lasst Euch auch inspirieren!

    Wünsche Euch einen gemütlichen Abend, vielleicht auch mit einer Tasse Tee und ganz entspannt?

  • DIY | Spültücher mit Weizenmuster inkl. Anleitung

    Waschlappen und Topflappen habe ich schon genügend, einen gestrickten Spüllappen benötige ich aber noch für meine Sammlung! Und da dort draußen vor einigen Tagen der goldgelbe Weizen geerntet wurde und ich nun leider auf ein Stoppelfeld schauen muss anstatt auf die hübschen Ähren, habe ich mir den Weizen als Muster auf mein Spültuch geholt. Reine Baumwolle, gerne auch mit ein wenig Leinenbeimischung, ist ideal für Spültücher geeignet. Sie lassen sich wunderbar waschen und sind einfach angenehm in der Handhabung. Das Muster ist nicht schwierig zu stricken, wenn man den Bogen mal raus hat. Daher gibt es jetzt eine Schritt für Schritt Anleitung für das schöne Weizenmuster.

    Zunächst einmal müsst Ihr natürlich Maschen aufnehmen. Bei mir sind es 41 Maschen mit einer 4er Nadel. Am Rand sind es jeweils 8 rechte Maschen, dann zwei linke sowie nachfolgend das Weizenmuster mit drei Maschen, dann folgen wieder zwei linke und zwei rechte Maschen im Wechsel. Zunächst werden also die 41 Maschen angeschlagen, damit das Muster von Anfang an schön wird, nun die rechten Maschen in der ersten Reihe als linke abstricken und umgekehrt. Warum? Damit wir in der 4. Reihe schon mit den Ähren loslegen können. Vertraut mir…

    In den ersten drei Reihen strickt Ihr also nach diesem Schema unten ab, erst in der 4. Reihe geht es dann los. Acht rechte Maschen und 2 linke Maschen stricken wie sie erscheinen. Nun liegen drei rechte Maschen vor Euch. Ihr orientiert Euch an der mittleren und zählt 3 Reihen nach unten, stecht von vorne in die Mitte der Maschen ein und holt von hinten den Faden durch. Das ist ein bisschen frickelig, nach ein paar Reihen dann aber kein Problem mehr. Der Faden wird schön lang gezogen und liegt auf der rechten Nadel. Nun werden die drei Maschen abgestrickt. Anschließend wird die Nadel wieder vorne durch dieselbe Masche wie eben gestochen und von hinten der Faden durchgezogen. Nun geht es weiter im Muster.

    In der Rückreihe stricken wir wieder bis zu unserer Ähre (Bild Nummer 5). Nun liegen die fünf Maschen der zukünftigen Ähre vor Euch. Der Faden wird vor die Nadel geholt und erst danach (!) der erste lange Faden von der linken auf die rechte Masche abgehoben, danach die drei mittleren Maschen links abgestrickt. Nun wird auch der zweite lange Faden wieder von der linken auf die rechte Nadel abgehoben. Dann legen wir den Faden wieder hinter die Nadel und stricken wie gewohnt weiter. In der nächsten Reihe wird es nun spannend, hier habe ich lange gebraucht, bis ich es hinbekommen habe. Vielleicht ist es auch nicht ganz so wie eigentlich gedacht, das schließe ich nicht aus. Optisch gefällt mir meine Variation aber ausgesprochen gut und es geht viel einfacher als in den Anleitungen, die ich bisher gefunden habe. Es liegen nun nach den 8 schlichten rechten und zwei linken Maschen wieder fünf Maschen vor Euch. Außen die beiden langen und innen drei rechte Maschen. Die erste lange Masche und die erste rechte Masche werden zusammen abgestrickt, ihr stecht dabei von rechts in die beiden Maschen ein. Nun die mittlere Masche stricken. Die restlichen beiden Maschen werden gestrickt, indem ihr von links in beide Maschen einstecht und den Faden dann durch beide durchzieht.

    Die 4. Reihe strickt Ihr dann einfach nur noch die Maschen so wie sie erscheinen. Ab der 5. Reihe wiederholt sich dann das Muster und es entsteht nach und nach diese Optik von Weizenähren. Nachdem die richtige Höhe erreicht ist wird abgekettelt und dann die Ränder noch schnell gebügelt, damit sie sich nicht so einrollen.

    Mir gefällt das Muster nicht nur sehr gut, es passt auch so herrlich zur Jahreszeit. Ein paar Halme hat der Bauer am Rand freundlicherweise für mich stehen lassen, die habe ich mir kurzerhand ins Haus geholt und die Küche damit dekoriert. Wirkt durchaus ein wenig herbstlich. Ist es denn wirklich schon so weit? Oder können wir uns vielleicht auf Spätsommer einigen?

    Bis bald

  • DIY | Yogasocken stricken

    Jeder der mich kennt wird nun aufhorchen und sich fragen warum ich bitteschön Yogasocken stricke. Sport gehört nun wirklich nicht zu meinen besonderen Vorlieben, ich bin da eher faul. Will die wieder was verschenken? Mitnichten, die ziehe ich selber an. Jawoll. Und zwar beim Yoga! Vor ein paar Monaten hat mich eine ganz besondere Verkaufstalent auf die Kurse hingewiesen und mich sogleich um den Finger gewickelt. Ich habe spontan zugesagt und saß ein paar Tage später im Schneidersitz auf einer Yogamatte. Fühlte sich erstmal seltsam an, die Knie und Fußgelenke schmerzten und ich musste mir selber eingestehen, dass ich bei weitem nicht mehr so gelenkig bin, wie noch vor einigen Jahren. Die tolle Stimmung, die ruhige Atmosphäre und auch das gute Gefühl nach der Stunde haben mich aber überzeugt. Und so wackle ich nun jede Woche brav dorthin und konzentriere mich 90 Minuten lang auf meine Atmung. Erstaunlich.

    Um die Motivation weiter aufrechtzuerhalten, muss ich allerdings den inneren Schweinehund doch immer mal wieder überlisten. Und so darf das passende Equipment natürlich nicht fehlen. In den letzten Wochen habe ich bereits ein atmungsaktives Top nebst vorteilhafter Yogahose angeschafft, eine Matte habe ich tatsächlich im Keller gefunden. Wie die da hin gekommen ist? Ich bin ratlos. Mit normalen Socken rutscht man leider ziemlich unschön herum und ein stabiler Stand fällt doch schwer. Und so mussten Yogasocken her. Da ich bei neuen Strickprojekten ja immer sofort dabei bin, ging es gleich los. Ich habe 48 Maschen auf mein Nadelspiel aufgenommen und mit den 4er Nadeln begonnen ein einfaches Rippenmuster zu stricken. Immer 2 linke und 2 rechte Maschen im Wechsel.

    Nach ca. 10 cm ging es dann an die Öffnung für die Ferse. 20 Maschen wurden nun einfach angekettelt, die Restlichen in der Runde dann normal abgestrickt. Kommt man dann wieder an die erste abgekettelte Masche, müssen wieder 20 Maschen aufgenommen werden – ich habe diese Maschen einfach gehäkelt – und es geht weiter in Runden. Nach weiteren 10 cm habe ich dann auf ein 5er Nadelspiel gewechselt, damit meine Waden auch schön in die Socken passen am Schluss.

    Um nun zu einem schönen Abschluss zu kommen, habe ich die Maschen oben elastisch abgekettelt. Die ersten beiden Maschen werden einfach abgestrickt, die beiden entstandenen Maschen dann rüber auf die linke Nadel zurückgeschoben. Mit der rechten Nadel dann hinten rechts verkreuzt verstricken. Eine Masche bleibt auf der rechten Nadel. Eine weitere Masche stricken und wieder beide Maschen von der rechten auf die linke Nadel schieben, beide zusammen verstricken bis alle Maschen abgestrickt sind. Der Abschluss bleibt nun schön elastisch.

    Sobald der Erste fertig war, habe ich das alles nochmal wiederholt und auch für den zweiten Fuß noch gleich eine Socke gestrickt. Insgesamt sind die Socken 45 cm hoch, dafür habe ich ca. 250g Wolle benötigt. Und nun kann ich mich ganz entspannt und mit warmen Füßen auch im Winter auf die Yogamatte begeben. Optisch machen meine neuen Yogasocken auch richtig was her. Schade nur, dass ich noch ein wenig werde warten müssen, bis es wieder kalt genug sein wird…

    Namaste