• DIY | Wenn Bilder Wurzeln schlagen…

    Bei einem meiner Streifzüge durch den Baumarkt meines Vertrauens bin ich diesmal in der Zooabteilung hängen geblieben. Genauer gesagt in der Aquaristik. Dort kann man wundervolle Einrichtungen für Aquarien bestaunen, inklusive der Fische versteht sich. Aber die sind heute nicht die Hauptdarsteller. Statt dessen habe ich dort diese hübsche Wurzel erstanden, die zu Hause dann gleich in einen außergewöhnlichen Bilderhalter umfunktioniert wurde. Bilderrahmen waren gestern und die schönsten Erinnerungen dürfen doch auch ganz prominent platziert werden, oder? In meinem Fall musste das schöne Stück gleich auf dem Schreibtisch seinen Logenplatz einnehmen. Bestückt mit uralten Bildern sieht das doch ganz schick aus.

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    Es könnte auch einfacher nicht sein. Man nehme eine Bohrmaschine und einen kleinen Bohrer, damit fabriziert man an ausgewählter Stelle ein Loch. Mit ein wenig Heißkleber oder auch Sekundenkleber werden dann die Krokodilsklemmen aus dem Bastelbedarf in die Löcher geklebt. Da ich eine längliche Wurzel gefunden habe, wurden gleich  zwei Klemmen eingebracht. Dann lässt man das Ganze noch ein wenig trocknen und schon kann man Fotos, Postkarten und liebe Wünsche festpinnen.

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    Jetzt bin ich schon drauf und dran, nochmal in den Baumarkt zu fahren und gleich noch ein paar von den Wurzeln zu besorgen. Als hübsches und wirkungsvolles Geschenk ist es sicher auch gut zu gebrauchen. Eine längere Wurzel kann man dann auch sicher gleich mit viel mehr von den Klemmen ausstatten und eine kleine Galerie eröffnen. Oder anstatt einer Pinnwand benutzen. Wozu Baumärkte nicht so alles taugen!

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    Ich finde dort so viel Inspiration, tolle Produkte, die man umfunktionieren kann und auch Fotohintergründe, Dekoobjekte und natürlich vieles mehr, dass ich für meine Projekte so benötige. Mir macht es ehrlich gesagt viel mehr Spaß, am Wochenende durch einen Baumarkt zu tingeln als in Boutiquen zu stöbern. Geht Euch das auch so?

  • DIY | Kerzen selber machen mit Beton und Wachs

    Eine kleine Schwäche für Beton kann ich nun wirklich nicht verleugnen. Und da ich noch einen halben Sack von meinem Estrichbeton übrig hatte, der ja auch irgendwie noch verbraucht werden muss, habe ich mich mal wieder an das Experiment Betonschale herangewagt. Und diesmal soll es kein Teelichthalter werden, sondern die Kerze landet gleich im Beton. Das hört sich jetzt ganz einfach an, ist es auch ganz sicher. Dennoch lauern böse Fallen. Ich sage nur: Geduld! Nach 12 Stunden wollte ich nur das Innenteil des Schälchens schon mal entfernen, das ging auch ganz gut. Nun hatte ich spontan die Idee, schon mal ein paar Bilder für Euch zu machen, weil mir die Schale so wunderbar gelungen ist. Und dann hatte ich ziemlich schnell einen großen Haufen Betonbruch in der Hand. Ich kann nur immer wieder betonen, dass der Beton ausreichend lange trocknen muss. Beim zweiten Versuch bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe die Schale einfach ganze drei Tage stehen lassen. Für die Form außen wurde ein Müslischälchen aus dünnen Kunststoff (von Hema) verwendet, für das Innenteil eine alte Kunststofflasche. Und wer nochmal schauen möchte, wie das mit dem Beton so geht, schaut sich hier einfach nochmal meine Buchstaben an.

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    Sobald die Schale dann durchgetrocknet ist, wird Kerzenwachsgranulat (gibt es im Bastelgeschäft) in einem Blechgefäss im Wasserbad geschmolzen, die Dochte schon mal mit ein bisschen Wachs an den Boden geklebt. Wenn das Wachs flüssig ist und ausreichend lange geruht hat (einfach Anleitung auf der Packung beachten), die Form mit dem Wachs gefüllt. Jetzt benötigt man bei den drei Dochten leider auch eigentlich drei Hände, um diese in Position zu halten, bis alles ausgehärtet ist. Aber ein bisschen schief ist ja auch schön. Wirkt so herrlich authentisch…

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    Nun bin ich sehr zufrieden mit meiner schönen Kerze. Passt ganz hervorragend zu meinem natürlichen Look, den vielen neutralen Tönen in meiner Wohnung und wird ganz sicher auch noch das ein oder andere Mal wieder aufgefüllt werden.

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    Im Sommer darf die Kerze dann nach draußen und wird mit Zitrusöl angereichert, das vertreibt dann auch gleich ganz wunderbar das ganze unerwünschte Insektenvolk. Jetzt müsste es nur noch Sommer werden. Sieht ja momentan tatsächlich so aus, als würde es langsam aber sicher wirklich schön werden. Der Himmel strahlt in sattem blau und die Sonne scheint so herrlich. Und warm wird es im Laufe des Tages auch noch… Wünsche Euch einen wundervollen Frühlingstag!

  • DIY | Blüten aus Wollresten

    Ich gebe zu, dass meine Ideen manchmal etwas merkwürdig sind. Blumen aus Wolle zu basteln gehört eindeutig dazu. Aber trotz aller Skurrilität sehen die Dinger tatsächlich nicht so schlecht aus. Aus ein bisschen Baumwollbändchengarn, Draht und einem alten Stengel von einer Plastikblume habe ich diese kleinen Blumen gezaubert. Das hat ungefähr fünf Minuten gedauert, daher rede ich gar nicht lange drumherum sondern zeige Euch gleich, wie das so aussieht:

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    Bevor die Wolle also in den unendlichen Tiefen meiner Wollkiste landet, sollte sie doch tatsächlich nochmal eine echte Aufgabe haben. Gekauft hatte ich die Wolle letztes Jahr während meiner äußert langwierigen Rosaphase. Warum so ein Rosavirus ansteckend ist und dass man nur schwer wieder geheilt werden kann, beweise ich also heute.

    So wird’s gemacht:

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    Ist eigentlich selbsterklärend, oder muss ich noch viel sagen? Schablone zuschneiden, je nach gewünschter Größe und das Garn aufwickeln. Mindestens 10 Mal wickeln, besser aber 20 Mal. Dann von der Pappe schieben und mittig mit Draht umwickeln. Mit einer Zange geht das bedeutend einfacher. Draht ca. 2 – 3 cm stehen lassen, die Blüten aufschneiden (oder auch nicht…) und an dem Plastikast befestigen. Mit der Zange festdrücken und fertig.

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    Als Nächstes probiere ich dann die Variante ohne aufschneiden aus. Aber jetzt fragt bitte nicht, was das für Blumen sind! Ich bin völlig überfragt. Aber wenn jemand eine Idee hat, freue ich mich über einen Namen für diese Dingsbumsdinger.

  • DIY | Botschaft in der Rolle

    Kurzer Blick auf den Kalender, oh Schreck, schon wieder Valentinstag! Ich bin kein großer Fan von diesem Event, aber es nutzt ja nichts, eine Kleinigkeit muss schon her, ansonsten steht man im Verdacht, es vergessen zu haben oder nicht ausreichend vorbereitet zu sein. Oder noch schlimmer: der Herzallerliebste fühlt sich ignoriert! Also habe ich noch schnell eine Liebesbotschaft auf den Weg gebracht. Ein Schaschlikspieß, eine alte Buchseite und ein Glasröhrchen (darin werden Vanilleschoten verkauft, damit handelt es sich sogar um Recycling) sind die Basis. Das Holzstäbchen auf die richtige Länge bringen (ca. 1 cm länger als das Papier), mit Tesafilm an die Buchseite kleben und bei Bedarf ein weißes Blatt für den Text aufkleben. Jetzt könnt Ihr Euch einen romantischen Text ausdenken und zu Papier bringen. Aufrollen und in das Gläsröhrchen stecken.

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    Das Lustige an der Sache ist, dass er das Holzstäbchen zwar sehen kann, aber die Finger einfach zu dick sind, um das Briefchen einfach so heraus zu ziehen. Das dauert schon einen Moment, bis er das rausgefriemelt hat. Dabei wird die Neugier immer größer. Um unnötigen Stress zu vermeiden, solltet Ihr am Besten eine Pinzette bei Euch tragen, damit geht der Brief spielend leicht wieder raus, indem man das Stäbchen greift und leicht nach innen dreht . Oder nicht ganz in das Röhrchen hineinschiebt, falls der Liebste zu den Ungeduldigen gehört.

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    Eine kurze Botschaft ist mit Klebebuchstaben noch schnell auf ein Buchseitenherz aufgebracht und an einen Schaschlikspieß geklebt. Das kann man dann wahlweise in die Frühstückssemmel, einen Blumentopf oder auch ein Getränk stecken.

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    Jetzt steht einem romantischen Valentinstag nichts mehr im Wege. Sicher werdet Ihr überhäuft mit einem riesengroßen Strauß langstieliger roter Rosen? Ich werde ja leider nur sehr selten mit Schnittblumen bedacht, da mein Holder viel zu praktisch veranlagt ist, als dass er sich mit der Tatsache anfreunden könnte, dass die Investition nach ein paar Tagen schon wieder verwelkt ist. Eine Topfpflanze kommt da schon viel eher in Frage. Oder gleich was zum Essen – darüber freue ich mich grundsätzlich am Meisten! Ich geh dann noch schnell einen Kuchen backen – in Herzform natürlich!

  • DIY | Kuhfell im Glas oder wie man einen Bilderrahmen in ein Kunstwerk verwandelt

    Mich hat mal wieder das Bastelfieber gepackt. Das neue Jahr birgt noch eine Menge Energie und Tatendrang und ich stecke voller Ideen, die es umzusetzen gilt! Ich hatte noch Reste von einem Kuhfell, die sinnlos in der Gegend rumgeflogen sind und dringend mal verarbeitet werden wollten. Dazu ein wenig schwarze Pappe und ein Bilderrahmen RIBBA mit extratiefem Rahmen, eine scharfe Schere und ein Lineal. Das ist schon alles, was man braucht. Durch das beiliegende Passepartout hat man eine wundervolle Schablone, um zum Einen ein entsprechend großes Stück Fell zuzuschneiden, zum Anderen natürlich auch die schwarze Pappe. Nachdem diese Schritte erledigt sind, gilt es nun ein Motiv auszuwählen. Da ich mit Kuhfell gearbeitet habe, war ein Kuhkopf irgenwie naheliegend und wurde dann mit Hilfe einer ausgedruckten Schablone mit Bleistift auf die Pappe übertragen und mit dem Skalpell ausgeschnitten und herausgetrennt.

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    Nun muss das Ganze wieder zusammengebaut werden. Zunächst einmal habe ich das vorne liegende Glas vorsichtig gesäubert, so dass kein Staub oder Fussel mehr zu sehen sind. Danach wird die schwarze Pappe direkt auf die Glasscheiben gelegt. Der breite innen liegende Abstandsrahmen nun wieder eingesetzt und dann das Passepartout (falls davon später nichts zu sehen sein wird) zur Stabilisierung eingelegt. Zum Schluss noch das Kuhfell und die Rückwand obendrauf, die Metalllaschen umbiegen und fertig. Durch den extra breiten Rahmen wirkt das Motiv nun ganz besonders luftig. Wenn man es jetzt noch einmaliger haben möchte, kann man auch noch LED Streifen innen im Rahmen anbringen und den Zwischenraum zum Leuchten bringen. Dazu fehlte mir jetzt leider das passende Zubehör und der geschickte Elektriker, der das dann auch montiert…

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    Und jetzt werde ich mal losziehen und mir noch mehr solcher Rahmen zulegen um weitere Tiere hinter Glas bannen. Und mache mich dann parallel mal auf die Suche nach weiteren Fellresten. In meinem riesengroßen Fundus an Utensilien kann das ja eigentlich nicht so schwer sein. Nun bin ich leider schon seit Monaten auf der Suche nach einem ganz bestimmten Fellstück, dass ich ganz gewiss noch irgendwo habe. Kennt Ihr das? Wenn man ganz genau weiß, dass es da sein muss, aber an keinem auch nur im entferntesten in Frage kommenden Ort auffindbar ist? Am Ende finde ich es vielleicht im Kühlschrank? Oder unter dem Bett? Ich gehe jetzt mal weitersuchen, vielleicht werde ich ja tatsächlich noch fündig!

  • DIY | Statements überall

    Es gibt noch so unglaublich viele Sachen, die auf meiner To-Do Liste stehen und immer möglichst schnell umgesetzt werden wollen. Bei den meisten Projekten dauert es dann doch einige Wochen, bis ich mal in die Hufe komme. Aber die Idee von Astrid auf creativeLIVE hat mich gepackt und dazu gebracht, gleich mal ein paar Bögen von der transparenten, selbstklebenden Folie anzuschaffen, die man so vielseitig selber bedrucken kann. Das funktioniert sogar mit meinem ollen Tintenstrahldrucker. Und kaum sind die Folien eingetrudelt habe ich auch schon den ganzen Abend designt und gedacht und gedruckt und geschnitten – und dann alles aufgeklebt. Vom Ergebnis bin ich mehr als begeistert. Ob auf Tassen oder Kerzenleuchtern, plötzlich hat alles einen ganz besonderen Clou. Viel Arbeit ist das nicht. Die meiste Zeit hat tatsächlich die Denkarbeit gekostet. Wenn man schon einen DINA4 Boden in den Drucker einlegt, soll ja nach Möglichkeit auch gleich die ganze Seite bedruckt sein!

    tee

    Astrid hat die Idee zu Weihnachten unglaublich kreativ umgesetzt, das ist jetzt schon wieder ein paar Wochen her. Schaut trotzdem auf jeden Fall mal bei Ihr vorbei. Sie sprüht zu jeder Jahreszeit nur so vor fantastischen Ideen. Mal ganz angesehen von den tollen Bildern…

    kerzen

    Bei mir wurde jetzt alles beklebt, was sich nicht schnell genug bis in die hinterste Ecke des Schrankes verkrochen hatte. Die zu beklebende Oberfläche sollte möglichst glatt sein, so dass sich keine Wellen bilden. Bei der Tasse habe ich mit einem Fön nachgeholfen, dass es ein wenig glatter wurde. Leichte Ränder sind zu sehen, aber das ist nicht wirklich dramatisch. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und überlege schon, was ich nun mit den restlichen 9 Bögen so alles anstellen könnte!